Göksu (Mittelmeer)

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Göksu
Coxon, Saleph
Oberlauf: Gökçay
antike Namen: Kalykadnos, Calycadnus
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051 Göksu.07.2006 resize.JPG
DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Karaman, Konya, Mersin (Türkei)
Flusssystem Göksu
Vereinigung mehrerer Bäche nahe Dedemli (Landkreis Bozkır)
37° 1′ 49″ N, 32° 19′ 45″ O37.03022932.329279
Mündung etwa 16 km südöstlich von Silifke in das Mittelmeer36.29833333333334.0480555555560Koordinaten: 36° 17′ 54″ N, 34° 2′ 53″ O
36° 17′ 54″ N, 34° 2′ 53″ O36.29833333333334.0480555555560
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 260 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Rechte Nebenflüsse Balcılar Çayı, Ermenek Çayı
Durchflossene Stauseen Bozkır-Talsperre,
Bağbaşı-Talsperre

Der in West-Kilikien gelegene Göksu (türk. „Blaues Wasser“, auch Güksu Nehri, Coxon, Kalykadnos, Saleph) ist ein Fluss in der Süd-Türkei, der durch die Provinzen Konya, Karaman und Mersin fließt. Sein antiker Name war Kalykadnos (latinisiert: Calycadnus).

Der Fluss ist 260 Kilometer lang. Der Oberlauf heißt auch Gökçay („Blaues Flüsschen“). Wichtigster Nebenfluss ist der Ermenek Çayı (manchmal als zweiter Quellfluss bezeichnet). Beide Flüsse entspringen in den Geyik-Dağları („Hirsch-Berge“) im Taurus-Gebirge zwischen Gündoğmuş (Provinz Antalya, ca. 50 km nördlich von Alanya) und Hadım (Provinz Konya). Sie vereinigen sich südlich von Mut zum (eigentlichen) Göksu, der später zwischen Taşucu und Silifke ins Mittelmeer mündet.

Bei Ermenek wurde die Ermenek-Talsperre am gleichnamigen Fluss, einem Zufluss des Göksu, in den letzten Jahren fertiggestellt. Der Göksu soll außerdem von der Kayraktepe-Talsperre aufgestaut werden. Am Oberlauf befinden sich die beiden Talsperren Bozkır und Bağbaşı. Es gibt Pläne, das Flusswasser im Quellgebiet zu Bewässerungszwecken nach Norden hin abzuleiten.

Das Delta des Göksu mit dem Akgöl („Weißer See“) und der Lagune von Paradeniz („Geldmeer“) ist eines der wichtigsten Brut- und Rastgebiete für Vögel in Vorderasien; über 300 Vogelarten wurden hier beobachtet. Unter anderem brüten hier Flamingos, Reiher, Bienenfresser, Eisvögel, Lachmöwen und Nachtigallen. Die gefährdete Meeresschildkröte Caretta caretta und die Blaukrabbe (Callinectes sapidus) legen hier ihre Eier ab. Es ist zu erwarten, dass die Talsperrenbauten zu einer Verkleinerung und Versalzung des Deltas führen werden.

Kaiser Friedrich Barbarossa ertrank 1190 auf dem Dritten Kreuzzug nahe der Stadt Seleucia im Göksu, der damals Saleph hieß und im mit Friedrich verbündeten armenisch-kilikischen Fürstentum lag.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Göksu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien