Silifke

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Silifke
Wappen fehlt
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Silifke (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Mersin
Koordinaten: 36° 23′ N, 33° 56′ O36.37611111111133.932222222222Koordinaten: 36° 22′ 34″ N, 33° 55′ 56″ O
Einwohner: 53.151[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 324
Postleitzahl: 33 xxx
Kfz-Kennzeichen: 33
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Bayram Ali Öngel (MHP)
Webpräsenz:
Landkreis Silifke
Einwohner: 114.102[1] (2010)
Fläche: 2.572 km²
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Kaymakam: Fatih Damatlar
Webpräsenz (Kaymakam):

Silifke ist eine Stadt in der Provinz Mersin in der Süd-Türkei, an den Ufern des Göksu am Fuße des Taurusgebirges gelegen.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Antike hieß die Stadt Seleukia (gr. Σελεύκεια) am Kalykadnos (heute Göksu). Sie wurde zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. von Seleukos I. Nikator gegründet und (wie auch eine Reihe anderer seleukidischer Stadtgründungen) nach dem Herrscher benannt. Die Vorgängersiedlungen hießen Olba und Hyria, außerdem wurden die Bewohner von Holmi hierher umgesiedelt (Stephanos von Byzanz; Strabon 14, 670). Nach Stephanos von Byzanz war der alte Name von Seleukeia Huria[2]. William Foxwell Albright[3] will Silifke mit dem luwischen Ura gleichsetzen, worin ihm André Lemaire und Hélène Lozachmeur gefolgt sind

Unter den Römern wurde Seleukia (lat. Seleucia ad Calycadnum) zur Hauptstadt von Isaurien. Unter dem Namen Seleucia in Isauria ist es noch heute ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche.

Im Mittelalter war die Stadt zeitweilig Hauptstadt des Königreiches Kleinarmenien.

Kaiser Friedrich Barbarossa ertrank 1190 auf dem Dritten Kreuzzug nahe der Stadt im Göksu, der damals Saleph hieß.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burg von Silifke und Göksu

An der Stelle der antiken Akropolis steht die byzantinische Zitadelle von Silifke, die eine gute Aussicht über die Stadt und das Tal des Göksu bietet. Auf dem Weg dorthin liegt eine zwölf Meter tiefe, über eine Wendeltreppe zugängliche Zisterne. An der İnönü Caddesi liegt ein römischer Tempel, der entweder Zeus, Apollon oder Aphrodite geweiht war. Zwei Kilometer westlich liegt der frühchristliche Wallfahrtsort der heiligen Thekla (Ayathekla). In der Nähe von Atakent, dem antiken Korasion, 10 km östlich, liegen die Ruinenstätten von Karakabaklı, Paslı, Tekkadın und das Grabmal Mezgit Kalesi. Im Dorf Narlıkuyu 25 km östlich kann das Mosaik der drei Grazien besichtigt werden, nahe dabei liegen die Korykischen Grotten, zwei große Einsturzdolinen, und die Kirche von Hasanaliler. Nochmals etwa 10 km weiter liegen die antiken Städte Korykos mit der Mädchenburg, Elaiussa Sebaste und Kanytelleis sowie bei Kızkalesi die antiken Orte Cambazlı, Öküzlü, Çatıören, Emirzeli und die Adamkayalar genannten römischen Felsengräber. Bei Gülnar, 40 km westlich liegt die antike Festungsanlage Meydancıkkale. Teile des dortigen Münzfunds sind im Archäologischen Museum von Silifke ausgestellt.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silifke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 30. Januar 2011
  2. Richard H. Beal, The Location of Cilician Ura. In: Anatolian Studies 42, 1992, 66
  3. American Journal of Archaeology 65, 1961, S. 400; BASOR 163, 1961, S. 44 Anm. 42.