Silifke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Silifke
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Silifke (Türkei)
DEC
Basisdaten
Provinz (il): Mersin
Koordinaten: 36° 23′ N, 33° 56′ O36.37611111111133.932222222222Koordinaten: 36° 22′ 34″ N, 33° 55′ 56″ O
Einwohner: 286 000
Telefonvorwahl: (+90) 324
Postleitzahl: 33 xxx
Kfz-Kennzeichen: 33
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Bayram Ali Öngel (MHP)
Webpräsenz (Stadtverwaltung):
Kaymakam: Ahmet Beyoğlu
Webpräsenz (Kaymakam):

Silifke ist eine Stadt in der Provinz Mersin in der Türkei, an den Ufern des Göksu am Fuße des Taurus-Gebirges gelegen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

In der Antike hieß die Stadt Seleukia (grch. Σελεύκεια) am Kalykadnos (antiker Name des Flusses). Sie wurde zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. von Seleukos I. Nikator gegründet und (wie auch eine Reihe anderer seleukidischer Stadtgründungen) nach dem Herrscher benannt. Die Vorgängersiedlungen hießen Olba und Hyria, außerdem wurden die Bewohner von Holmi hierher umgesiedelt (Stephanus von Byzanz; Strabon, 14, 670). W. F. Albright[1] will Silifke mit dem luwischen Ura gleichsetzen, worin ihm A. Lemaire und H. Lozachmeur gefolgt sind

Unter den Römern wurde Seleukia (lat. Seleucia ad Calycadnum) zur Hauptstadt von Isaurien. Unter dem Namen Seleucia in Isauria ist es noch heute ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche.

Im Mittelalter war die Stadt zeitweilig Hauptstadt des Königreiches Kleinarmenien.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die antike Akropolis ist schlecht erhalten, bietet aber eine gute Aussicht über die Stadt und das Tal des Göksu. Auf dem Weg dorthin liegt eine zwölf Meter tiefe, über eine Wendeltreppe zugängliche Zisterne. Zwei Kilometer westlich liegt der frühchristliche Wallfahrtsort der heiligen Thekla (Ayathekla). Im Dorf Narlıkuyu 25 km östlich kann das Mosaik der drei Grazien besichtigt werden, nahe dabei liegen die Korykischen Grotten, zwei große Einsturzdolinen. Nochmals etwa 10 km weiter liegen die antiken Städte Korykos mit der Mädchenburg, Elaiussa Sebaste und Kanytelleis sowie bei Kızkalesi die Adamkayalar genannten römischen Felsengräber . Bei Gülnar, 40 km westlich liegt die luwische Festungsanlage Kiršu, heute Meydancıkkale. Teile des dortigen Münzfunds sind im Archäologischen Museum von Silifke ausgestellt.

[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. AJA 65, 1961: 400; BASOR 163, 1961: 44 Fußnote 42

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen