Gangster

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Als Gangster werden als Anglizismus in Deutschland vorwiegend Kriminelle, Verbrecher bzw. Berufsverbrecher bezeichnet, also Personen, welche Geld durch illegale Methoden (AmERacketeering“), wie u.a. Raub, Diebstahl, Drogenhandel, Erpressung, Mord, erwirtschaften.

Im Gegensatz zur US-amerikanischen Herkunft des Wortes liegt die Betonung im Deutschen eher auf der Einzeltäterschaft und erst in zweiter Hinsicht auf eine Gruppenzugehörigkeit in einer kriminellen Vereinigung.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff Gangster stammt ursprünglich aus dem Englischen und bezeichnet im Wesentlichen in einer Bande (engl. „gang“) agierende Personen.

Der Gangster – ob als Einzelperson oder in einer Bande – ist aber keinesfalls gleichzusetzen mit Personen des organisierten Verbrechens. Hierfür existiert im englischen der Begriff Mobster und bezeichnet im engeren Sinne Personen, die einer Mafia, Cosa Nostra bzw. der La Cosa Nostra angehören.

Für den klassischen Einzeltäter - z. B. für einen Drogendealer oder Taschendieb - findet im Englischen auch der Begriff „Hustler“ („Gauner“, „Schwindler“, etc.) Verwendung.

Beispiele[Bearbeiten]

Für Gangster im Zusammenhang mit einer kriminell agierenden Organisation oder auch Straßengang sind die Bloods oder auch Crips ein aktuelles Beispiel. Sie beziehen einen Großteil ihres Geldes insbesondere aus dem Drogenhandel.

Adaptionen[Bearbeiten]

In leichter Abwandlung des Begriffs wird seit der Finanzkrise ab 2007 von „Bankstern“ gesprochen, um damit den unterstellten leichtfertigen und verantwortungslosen Umgang von Bankern (engl. für „Bankier“) mit fremden Geld als im Prinzip kriminell anzuzprangern.

In zahlreichen Gangsterfilmen – ein Filmgenre des Kriminalfilms - werden Gangster sowohl positiv als auch negativ dargestellt. Neben der Schilderung illegaler Aktivitäten werden in einigen Filmen auch soziale und/oder psychische Werdegang der Gangster behandelt. Die klassischen Filme des Genres hatten ihren Höhepunkt in den 1930er Jahren und begründeten den Mythos eines Lebens als Gangster.

Die scheinbare freie und selbstbestimmte – weil illegale – Lebensweise dieser Gesetzlosen und Banditen strahlt bis heute eine gewisse Faszination aus, die ihren Ausdruck in diversen kulturellen Bereichen findet. So behandelt z. B. der Gangsta-Rap klischeehaft das gewaltorientierte Lebensumfeld eines US-amerikanischen Gangsters – im Sinne von „Mitglied in einer (Jugend)-Gang“.