Omerta – City of Gangsters

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Omerta - City of Gangsters
Omerta - City of Gangsters-Logo.png
Entwickler Haemimont Games
Publisher Kalypso Media
Erstveröffent-
lichung
Windows, Xbox 360
DeutschlandDeutschland 31. Januar 2013 (D-A-CH)[1]
EuropaEuropa 1. Februar 2013[1]
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 12. Februar 2013[1]
Digitaler Download 31. Januar 2013 (PC)[1]
Weltweit 31. Januar 2013 (Xbox)[1]
Mac OS X
Q1/13 (TBA)[2]
Plattform Windows, Mac OS X[2], Xbox 360
Genre Aufbauspiel
Thematik Goldene 20er Jahre
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Medium DVD-ROM,
Download
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Russisch, Koreanisch
Aktuelle Version v1.7.0.0
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen

Omerta - City of Gangsters ist eine von Haemimont Games entwickelte und von Kalypso Media veröffentlichte Aufbau-Simulation mit rundenbasierten Spiel-Elementen für Windows, Mac OS X sowie die Xbox 360. Das Spiel erschien in den deutschsprachigen Ländern am 31. Januar zeitgleich für die Plattformen Microsoft Windows und Xbox 360, ebenfalls am 31. Januar erfolgte die Veröffentlichung der deutschsprachigen Version für Windows via Steam. Die englischsprachige Version wurde einen Tag später am 1. Februar im verbleibenden Europa veröffentlicht, während die Version für den amerikanischen Markt etwas später, am 13. Februar 2013 freigegeben wurde. Die Mac OS X-Version erschien am 2. August 2013.[2]

Handlung[Bearbeiten]

Der Titel behandelt die Zeit der 1920er Jahre – der Goldenen Zwanziger – zur Zeit der Prohibition in den Vereinigten Staaten. Die Handlung selbst spielt in Atlantic City, New Jersey, wobei die zu jener Zeit aufgrund des Alkoholverbots dadurch in den Untergrund gedrängte organisierte Kriminalität und deren daraus entstehenden mafiösen Strukturen in Amerika das Hauptmerkmal des Spielcharakters darstellen.

Zu einer Zeit, in der kriminelle Banden die Stadt beherrschen und einige Wenige es mit illegalen Glücksspielen, hochprozentigen Spirituosen und dubiosen Machenschaften bis ganz nach oben geschafft haben, beginnt die Handlung des Spielers, welcher in diesem Schmelztiegel der Illegalität strandet. Der Spieler übernimmt dabei die Rolle des mediterranen Einwanderers namens Freddie Tannino, geboren in einem kleinen Dorf in Sizilien, soeben erst nach seiner Überfahrt aus Italien in Atlantic City angekommen. Er muss sich in der schroffen neuen Umgebung zurechtfinden und Schritt für Schritt in der mafiösen Welt nach oben arbeiten. An ihm liegt es nun, einen anfangs kleinen Teil der Geschäfte unter seine Kontrolle zu bringen und dadurch seinen Weg des Amerikanischen Traums – des „American Way of Life“ – Wirklichkeit werden zu lassen.

Trivia[Bearbeiten]

Omerta, der Spieletitel, bezieht sich auf die mafiöse Schweigepflicht (Ehrenkodex) namens Omertà, der Mitglieder einer Mafia und ähnlicher krimineller Organisationen gegenüber Außenstehenden zum Schweigen verpflichtet.

Mit der offiziellen Retail-Veröffentlichung der Boxed- und digitalen Download-Version des Spiels wurde der Titel ebenfalls parallel auf der Plattform GoG.com veröffentlicht. Diese Version besitzt keinerlei Kopierschutz oder anderweitige DRM-Restriktionen.[3]

Spielprinzip[Bearbeiten]

Über anfängliche kleine Gaunereien arbeitet sich der Spieler in der Hierarchie immer weiter in seiner Karriere nach oben und lässt so mit Fortschreiten des Spiels sein eigenes Syndikat entstehen. Mittels Kauf von leerstehenden Geschäftsgebäuden und Ladenlokalen erhält der Spieler die Möglichkeit durch Eröffnung von eigenen Bars und verdeckten Brauhäusern immer weiter zu expandieren. Ebenso können Lokalitäten wie Flüsterkneipen der Konkurrenz kurzerhand aufgekauft werden. Auf legalen Wegen ist der Erwerb von Appartements zur Sicherung des Einkommens gleichfalls möglich. Letztlich stellt der Zukauf von Lagerhäusern genügend Platz zur Verfügung um etwaige zwielichtige Dinge wie Spirituosen und Waffen zu lagern.

Mit zunehmendem Spielfortschritt rekrutiert der Charakter eigene Kompagnons dessen verschiedene Qualitäten sich unterschiedlich nutzen lassen und manifestiert so seine eigene Gang mit Hilfe derer er weitere Gebiete anderer Gangster-Bosse erobert und so seine Verbrecherorganisation festigt. In rundenbasierten Konfrontationen mit anderen Mitstreitern kann der Spieler sein Einflussgebiet peu à peu erweitern und damit andere Paten aus dem Wettbewerb drängen um schlussendlich unangefochtener Patron von Atlantic City zu werden.[4]

Das Spiel bietet neben dem Mehrspieler-Modus, worin der Spieler auch kooperativ agieren kann, einen Sandbox-Modus. Dieser ermöglicht die freie Erkundung der Spielwelt um unabhängig von der Einzelspieler-Kampagne auf vier verschiedenen Karten – welche die jeweiligen Stadtteile Atlantic Citys behandeln – in einem Endlos-Spiel frei zu expandieren.

Historische Grundlage[Bearbeiten]

Das renommierte „Traymore Hotel“ in Atlantic City, um 1930

Das Spiel bietet eine frei erkundbare, dreidimensionale Spielewelt in der Vogelperspektive. Die Ingame-Welt repräsentiert – laut dem Publisher Kalypso Media – eine nahezu historisch korrekte Nachbildung der amerikanischen Stadt Atlantic City jener Zeit.[5]

Reale klassische Gebäude und Lokalitäten wie etwa das renommierte Traymore Hotel, der Absecon Leuchtturm oder das städtische Gefängnis Atlantic City Jail-house sind ebenso enthalten wie die Ostpromenade „Eastern Promenade“ ebenso Straßenzüge der Illinois Avenue und der North Carolina Avenue, welche unmittelbar am Strand endet. Außer diesen realen Gebäuden wirken die verbleibenden Bauten – welche in Art déco gehalten sind – recht ähnlich, scheinen gar nur aus einigen wenigen Typen zu bestehen.

Rezeption[Bearbeiten]

Omerta - City of Gangsters erhielt von der Presse verhaltene bis mittelmäßige Kritik. Anerkennung erntete das Spiel vor allen Dingen für seine gelungene Umsetzung des Themas zur Zeit der Prohibition. Auch die stimmigen Schauplätze der Handlung zu jener Zeit fanden viel positive Erwähnung. Allerdings sei der magere und anspruchslose Zustand der Handlung sowie deren glanzlose Umsetzung eine herbe Niederlage die viel Potential des Spiels – von dem der Titel dem Vernehmen nach eigentlich eine Menge habe – verschenkt worden.

Auf Metacritic erreicht die PC-Version eine Punktzahl von 54 von 100 Punkten.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

PCGamer vergab für die PC-Version eine Bewertung von 78 von 100 Punkten, lobte die Spielmechanik sowie die KI und verglich das Spiel in seinen Gefechtselementen gar mit X-COM oder Jagged Alliance. Die Handlung musste demgegenüber zurückstecken und wurde als viel zu seicht und einfach, ja zu glatt beschrieben. Die atmosphärische Musik hingegen sei eine brilliante Mischung aus dem Jazz jener Zeit, Ragtime und Klezmer – und seine fehlende Benennung ein Skandal.

Nicht annähernd so außergewöhnlich und tiefgründig wie es hätte sein können ist Omerta trotzdem ein Ziel dessen Besuch sich lohnt.

Tim Stone: PCGamer.com[7]

Die Redakteure von Metro GameCentral taten sich schwer aufgrund des Zustands des Spiel mehr als 30 Prozentpunkte zu vergeben. Anfangs hocherfreut über ein Spiel, welches endlich einmal wieder das Szenario der Mafiosi thematisiert, wirkten die rundenbasierten Kämpfe in der getesteten PC-Version einfach unbeholfen. Die musikalische Untermalung sei anfangs bewegend und die graphischen Strategie-Elemente beeindruckend – wenigstens auf den ersten Blick. Schlussendlich sei "Omerta" mithin enttäuschend, nicht nur aufgrund der mehr schlecht als recht eingelösten Versprechung sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, weil das Spiel selbst in fortgeschrittenen Missionen zu einfach ist.

„Man sieht die Basis eines guten Spiels, allerdings macht Omerta nahezu alles falsch. Von der seichten Spielmechanik bis zur faden, charakterlosen Gangster-Atmosphäre.“

Roger Hargreaves: GameCentral|Metro.co.uk[8]

Bei Hooked Gamer war man über das Potential hocherfreut und gab dem Titel der PC-Version eine Wertung von 8,4 von 10 Punkten. Als „anders“ wird das Spiel beschrieben, die rundenbasierten Kampfelemente als kurz jedoch zufriedenstellend. Die Einzelspieler-Kampagne offeriere einige neue, wenn auch kleine Spiele-Elemente. Graphisch leider überzeichnet, böten die Gegner selbst im späteren Spielverlauf keine Herausforderung. Zusammenfassend spiele sich das Spiel nach der einfachen Einführung nur zu leicht und lasse den Spieler nach mehr fordernd zu schnell alleine.

„Was mich am meisten erschütterte, war das Potential. Omerta ist ein gutes Spiel, wenn es denn gelingen sollte, ein großartiges Spiel. […]“

Sergio Brinkhuis: Hooked Gamers[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Melbourne (Foren-Moderator): "Omerta - City of Gangsters" - Offizielle Releasedaten. Kalypso Media, 10. Januar 2013, abgerufen am 10. Januar 2013: „Deutschland, Österreich, Schweiz: 31.Januar 2013 (Deutsch)“
  2. a b c Melbourne (Foren-Moderator): "Omerta - City of Gangsters" kommt für MAC im ersten Quartal dieses Jahres. Kalypso Media, 9. Januar 2013, abgerufen am 10. Januar 2013: „Wie Kalypso Media heute mitteilt, erscheint „Omerta – City of Gangsters“ auch für Apple Mac noch im 1. Quartal dieses Jahres bei Steam und im Mac App Store.“
  3. 'Omerta - City of Gangsters' auf Good Old Games. GoG.com, 31. Januar 2013, abgerufen am 31. Januar 2013.
  4. Melbourne (Foren-Moderator): Kalypso Media kündigt Strategiespiel für PC an: "Omerta - City of Gangsters". Kalypso Media, 6. März 2012, abgerufen am 14. Mai 2012.
  5. Melbourne (Foren-Moderator): New Images from "Omerta - City of Gangsters" (Buildings). Kalypso Media, 25. September 2012, abgerufen am 31. Januar 2013 (englisch).
  6. Omerta: City of Gangsters for PC Reviews, Ratings, Credits, and More - Metacritic. Metacritic, 31. Januar 2013, abgerufen am 5. Februar 2013 (englisch).
  7. Tim Stone: Omerta: City of Gangsters review. PCGamer, 31. Januar 2013, abgerufen am 2. Februar 2013 (englisch).
  8. Roger Hargreaves: Omerta: City Of Gangsters review – refuse the offer. GameCentral, 4. Februar 2013, abgerufen am 5. Februar 2013 (englisch).
  9. Sergio Brinkhuis: Omerta: City of Gangsters review for PC – Hooked Gamers. HookedGamers, 31. Januar 2013, abgerufen am 4. Februar 2013 (englisch).