Geversdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Geversdorf
Geversdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Geversdorf hervorgehoben
53.7951555555569.07810277777782Koordinaten: 53° 48′ N, 9° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Am Dobrock
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 21,62 km²
Einwohner: 726 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21784
Vorwahlen: 04752, 04753 und 04772Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
21784 Geversdorf
Webpräsenz: www.am-dobrock.de
Bürgermeister: Walter Peterson (SPD)
Lage der Gemeinde Geversdorf im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
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Geversdorf (plattdeutsch Geversdörp) ist eine Gemeinde an der Oste in der Samtgemeinde Am Dobrock im Nordosten des Landkreises Cuxhaven in Niedersachsen. Zum 1. November 2016 ist ein Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Cadenberge geplant. Die neu entstehende Gemeinde wird den Namen Cadenberge tragen.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geversdorf mit Hafen und Zugbrücke

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort Geversdorf liegt links der Oste, die Gemarkung reicht aber auch auf rechtsseitig gelegenes Gebiet hinüber.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören außerdem die Ortsteile Itzwörden, Dingwörden, Neuendeich und Laack.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1146 erstmals urkundlich als Geverstorpe erwähnt. Aufgrund der Endung „dorf“ in Geverstorpe, stammt der Ort vermutlich schon aus der Zeit um 850. Der erste Ansiedler, ein Fischer namens Gevers oder Gevert soll der Namensgeber sein. Der Name Gevers stammt von Gevetke ab, dem altgermanischen Begriff für Handwerker im Dorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 731 739 755 784 785 750 729 717 709

(jeweils zum 31. Dezember)[3]

Schulwesen[Bearbeiten]

  • 1580: Erstmalige Erwähnung eines Schulmeisters und einer Privatschule.
  • 1619: Das erste Schulhaus – Deichstraße 119.
  • 1625: Kauf des zweiten Schulhauses – An der Kirche 93.
  • 1680: Kauf eines größeren Schulhauses – Nr. 102, welches 1720 abbrannte und 1726 neu erbaut wurde, diente später als Bäckerei Kreuz.
  • 1858: Bau des Schulhauses Nr. 103, bis zur Auflösung 1969.
  • Um 1700: „Nebenschule“ Laack.
  • Im 18. Jahrhundert finden Schulen in Itzwörden, Wetterdeich und Oevelgönne Erwähnung.
  • 1865: Bau einer neuen Schule bis zur Auflösung 1967.
  • 1837: Bau eines Schulgebäudes in Itzwörden.
  • 1877: Schulhaus „Wiese“, welches als Zentrale Schule für das Gemeindegebiet rechts der Oste bis 1958 dient.

Feuerwehr[Bearbeiten]

  • 1821: Kauf der ersten Feuerspritze.
  • 1939 und 1902: Kauf der nächsten Feuerspritzen.
  • Ab 1939: Verwendung von motorisierten Motorspritzen. Erstes Spritzenhaus in der Kurve der Deichstraße.
  • 1937/38: Bau des neuen Spritzenhauses auf dem Sportplatz.
  • Bis 1934 Pflichtfeuerwehr, danach die Freiwillige Feuerwehr.

Politik[Bearbeiten]

Das Geversdorfer Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Von den insgesamt neun Ratsmitgliedern werden fünf von der SPD und vier von der Bürgerliste Geversdorf (BLG) gestellt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Silber über blauen Wellen eine Kogge unter rotem Schildhaupt mit einem silbernen Pflug.

Das symbolisiert die wirtschaftliche Bedeutung, die Landwirtschaft und Seefahrt in der Vergangenheit für den Ort hatten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Klappbrücke über die Oste

Geversdorf liegt an der Landstraße 111, die hier seit 1988 über eine Klappbrücke doppelspurig die Oste überquert. Die Brücke hat eine Durchfahrtshöhe von 3,80 Metern, ist 206 Meter lang und 11 Meter breit.

Die schmalspurige Kehdinger Kreisbahn, die den Ortsteil Itzwörden mit Freiburg/Elbe und Stade verband, wurde bereits 1933 stillgelegt und bis 1935 restlos demontiert.

Hafen und Werft[Bearbeiten]

Geversdorf (Oste): Die Ostewerft

Geversdorfer ist Heimathafen für einen der letzten Fischkutter, mit dem im Bereich der Tideelbe noch der umweltschonenden Hamenfischerei nachgegangen wird.

Der Werftbetrieb der Ostewerft wurde nach 300-jähriger Geschichte eingestellt. Das Betriebsgebäude wurde teilweise neu errichtet und Teile des Betriebes wurden in Ferienwohnungen umgebaut. Der Dachgarten auf der großen Werfthalle bietet einen einzigartigen Blick auf die Oste. Der große Turmdrehkran der Werft ist das weithin sichtbare Erkennungszeichen für die Werft und Geversdorf in der flachen Landschaft an der unteren Oste.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Geversdorf stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Rathaus von Geversdorf wurde 1883 errichtet. In diesem ist auf etwa 250 m² auch das Heimatmuseum von Geversdorf mit dem „Heimatkundlichen Archiv“ beheimatet. Dieses Museum und die Klappbrücke über die Oste sind Teil der Deutschen Fährstraße.

Die St.-Andreas-Kirche

Im Ortszentrum erhebt sich auf einer Wurt die St.-Andreas-Kirche. Sie wurde 1233 erstmals urkundlich erwähnt. Zum Kirchspiel gehörten damals auch Neuhaus, Belum und Kehdingbruch.

Das klassizistische Innere der Kirche beinhaltet ein dreibeiniges, 1505 gegossenes Taufbecken von Hinrich Kock sowie eine Furtwängler-Orgel. Der heutige Bau mit Dachreiter wurde 1843 errichtet, der Turmhelm 1906 fertiggestellt.

Sport[Bearbeiten]

Der TSV Geversdorf e. V. ist der Sportverein der Gemeinde und wurde 1949 gegründet. Die Mitgliederzahl betrug Stand Dezember 2007 453.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jährlich am ersten Wochenende im August findet das dreitägige Geversdorfer Schützenfest statt, das seit 1632 begangen wird. Am Rosenmontag findet eine große Rosenmontagsfeier mit Kindermaskerade statt

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Die unrechte Mühle (Laack, zu Geversdorf)[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Frank Horch, (* 25. Februar 1948 in Geversdorf), Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg


Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Geffken, Ein Norddeutsches Jahrhundert - Arbeit und Leben des Bremerhavener Schulleiters Karl Geffken aus Geversdorf an der Oste VSA-Verlag Cadenberge, 1. Auflage 2007,2. Auflage 2008,3. Auflage 2009


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Geversdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Heimatmuseum Geversdorf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Niederschrift über die 13. öffentliche Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag, 17. Juli 2014, 20.00 Uhr im "Ostekrug" (Ostehalle), Ostehallenstraße, 21784 Geversdorf
  3. LSKN-Online
  4. „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung, ISBN 3-931771-16-4 von den Männern vom Morgenstern