Glan (Gurk)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Glan
Glina, Glana, Hłana
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Informativer Stein im Glanpark in Klagenfurt

Informativer Stein im Glanpark in Klagenfurt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Klagenfurter Becken (Österreich)
Flusssystem Donau
Abfluss über Gurk → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Ossiacher Tauern
46° 39′ 30″ N, 14° 3′ 27″ O46.65833333333314.0575
Mündung Gurk46.60332685303414.42449092865Koordinaten: 46° 36′ 12″ N, 14° 25′ 28″ O
46° 36′ 12″ N, 14° 25′ 28″ O46.60332685303414.42449092865
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 64,3 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 826,51 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
10 m³/s
Rechte Nebenflüsse Setla
Mittelstädte Klagenfurt
Kleinstädte Feldkirchen, St. Veit
Die Glan in Klagenfurt

Die Glan in Klagenfurt

Die Glan mündet in die Gurk

Die Glan mündet in die Gurk

Die Glan (f., slowenisch Glina, Glana, Hłana) ist ein Fluss in Unterkärnten. Sie entspringt in den Ossiacher Tauern in der Gemeinde Techelsberg und fließt zunächst ostwärts, Feldkirchen streifend, durch Mittelgebirge und das Glantal, dessen Zentrum der Ort Glanegg ist.

In Sankt Veit an der Glan wendet sie sich nach Süden, um das Zollfeld zu durchfließen und Klagenfurt zu streifen. In Ebenthal nimmt sie mit dem Bächlein Glanfurt (Sattnitz) das Wasser des Wörthersees auf und mündet ein paar Kilometer weiter in die gut doppelt so wasserreiche Gurk. Ihr Abfluss beträgt an der Mündung durchschnittlich 10 m³/s.

Ihre Länge beträgt vom Ursprung (Klammbachmündung) bis zur Mündung in die Gurk 64,329 km, das Einzugsgebiet beläuft sich auf 826,51 km².[1]

Vordringlich durch die Spanplattenfabrik Funder Industrie GmbH in Sankt Veit war die untere Glan früher der meistverschmutzte Kärntner Fluss. Inzwischen ist sie jedoch saniert.

Mittlerweile werden die Abwässer der Stadt Sankt Veit an der Glan gemeinsam mit jenen der Gemeinden Glanegg, Liebenfels, Frauenstein und St. Georgen am Längsee in der Kläranlage am östlichen Ortsende von Glandorf biologisch geklärt. Das gereinigte Abwasser wird in die Glan abgeleitet.

Name[Bearbeiten]

Der Name „Glan“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet „hell, klar, glänzend, fließend“; zudem war Glan bzw. Glanos der Name eines keltischen Wassergottes.[2]

Mit einer Furt der Glan, einer „Glanfurt“, versuchte man auch den Namen der Stadt Klagenfurt zu erklären. Heute ist man der Überzeugung, der Stadtname komme vom slov. Cviljovec, was so viel wie „Ort am (bzw. im) Wasser“ bedeutet. [3]

Mit dem Namen der Glan ebenfalls in keinerlei Zusammenhang steht auch der mehrere Kilometer südlich verlaufende Wörtherseeabfluss mit der amtlichen Bezeichnung Glanfurt, der seit dem 16. Jahrhundert im Volksmund allgemein Sattnitz nach dem benachbarten Höhenzug genannt wird, während in den Schreibstuben der aus dem Keltischen herrührende alte Name Lanquart (= krummer Bach) über Langfart, Langfurt schließlich zu Glanfurt wurde.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]- Sondermessprogramm Glan - Fischereiliche Untersuchungen 2011 Friedl, T., M. Konar, E. Lorenz, G. Winkler, M. Schönhuber, G. Santner, H. Kaufmann & G. Kerschbaumer Kärntner Institut für Seenforschung
  2. Medienimperium Daggoth - Etymologie "Glan" und "Abersee" 25. April 2007
  3. Heinz Dieter Pohl: Kärnten. Deutsche und slowenische Namen/Koroška. Slovenska in nemška imena; in: Österreichische Namenforschung 28 (2000), Heft 2–3; Klagenfurt: Mohorjeva/Hermagoras, 2000; hier: S. 83; ISBN 3-85013-802-X;
    Paul Gleirscher: Wie Aquiliu zu Klagenfurt wurde; in: ders.: Mystisches Kärnten. Sagenhaftes, Verborgenes, Ergrabenes.; Klagenfurt: Carinthia, 2007; S. 59–65; ISBN 978-3-85378-603-1
  4. Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten" 2. Teil: Alphabetisches Siedlungsnamenbuch. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 1958, S. 82