Glan (Gurk)

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Glan
Glina, Glana, Hłana
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Informativer Stein im Glanpark in Klagenfurt

Informativer Stein im Glanpark in Klagenfurt

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Lage Klagenfurter Becken (Österreich)
Flusssystem Donau
Abfluss über Gurk → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle in den Ossiacher Tauern
46° 39′ 30″ N, 14° 3′ 27″ O46.65833333333314.0575640
Quellhöhe 640 m ü. A.[1]
Mündung unterhalb von Ebenthal in Kärnten in die Gurk46.60332685303414.42449092865404Koordinaten: 46° 36′ 12″ N, 14° 25′ 28″ O
46° 36′ 12″ N, 14° 25′ 28″ O46.60332685303414.42449092865404
Mündungshöhe 404 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 236 m
Länge 64,3 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 826,51 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Zell[2]
AEo: 817,9 km²
Lage: 2,32 km oberhalb der Mündung
NNQ (24.07.2007)
MNQ 1971-2011
MQ 1971-2011
Mq 1971-2011
MHQ 1971-2011
HHQ (21.11.2000)
2,18 m³/s
4,21 m³/s
9,25 m³/s
11,3 l/s km²
39,7 m³/s
72,4 m³/s
Linke Nebenflüsse Wimitz
Rechte Nebenflüsse Setla
Mittelstädte Klagenfurt
Kleinstädte Feldkirchen, St. Veit
Die Glan in Klagenfurt

Die Glan in Klagenfurt

Die Glan mündet in die Gurk

Die Glan mündet in die Gurk

Die Glan (f., slowenisch Glina, Glana, Hłana) ist ein Fluss in Unterkärnten.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Glan entspringt in den Ossiacher Tauern in der Gemeinde Techelsberg und fließt zunächst ostwärts, Feldkirchen streifend, durch Mittelgebirge und das Glantal, dessen Zentrum der Ort Glanegg ist.

In Sankt Veit an der Glan wendet sie sich nach Süden, um das Zollfeld zu durchfließen und Klagenfurt zu streifen. In Ebenthal nimmt sie mit dem Bächlein Glanfurt (Sattnitz) das Wasser des Wörthersees auf und mündet ein paar Kilometer weiter in die gut doppelt so wasserreiche Gurk. Ihr mittlerer Abfluss beträgt kurz vor der Mündung 9,25 m³/s.

Ihre Länge beträgt vom Ursprung (Klammbachmündung) bis zur Mündung in die Gurk 64,329 km, das Einzugsgebiet beläuft sich auf 826,51 km².[3]

Wasserqualität[Bearbeiten]

Insbesondere durch die Spanplattenfabrik Funder Industrie GmbH in Sankt Veit war die untere Glan früher der meistverschmutzte Kärntner Fluss. Inzwischen ist sie jedoch saniert und weist durchgehend Gewässergüteklasse II auf (Stand 2005).[4]

Mittlerweile werden die Abwässer der Stadt Sankt Veit an der Glan gemeinsam mit jenen der Gemeinden Glanegg, Liebenfels, Frauenstein und St. Georgen am Längsee in der Kläranlage am östlichen Ortsende von Glandorf biologisch geklärt. Das gereinigte Abwasser wird in die Glan abgeleitet.

Name[Bearbeiten]

Der Name „Glan“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet „hell, klar, glänzend, fließend“; zudem war Glan bzw. Glanos der Name eines keltischen Wassergottes.[5]

Mit einer Furt der Glan, einer „Glanfurt“, versuchte man auch den Namen der Stadt Klagenfurt zu erklären. Heute ist man der Überzeugung, der Stadtname komme vom slov. Cviljovec, was so viel wie „Ort am (bzw. im) Wasser“ bedeutet. [6]

Mit dem Namen der Glan ebenfalls in keinerlei Zusammenhang steht auch der mehrere Kilometer südlich verlaufende Wörtherseeabfluss mit der amtlichen Bezeichnung Glanfurt, der seit dem 16. Jahrhundert im Volksmund allgemein Sattnitz nach dem benachbarten Höhenzug genannt wird, während in den Schreibstuben der aus dem Keltischen herrührende alte Name Lanquart (= krummer Bach) über Langfart, Langfurt schließlich zu Glanfurt wurde.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b KAGIS – Kärnten Atlas
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. 119. Band, Wien 2013, S. OG 354 (PDF; 14,5 MB)
  3. T. Friedl, M. Konar, E. Lorenz, G. Winkler, M. Schönhuber, G. Santner, H. Kaufmann & G. Kerschbaumer: Sondermessprogramm Glan - Fischereiliche Untersuchungen 2011. Kärntner Institut für Seenforschung, Klagenfurt 2011 (PDF; 17,5 MB)
  4. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (PDF; 1 MB)
  5. Medienimperium Daggoth - Etymologie "Glan" und "Abersee" 25. April 2007
  6. Heinz Dieter Pohl: Kärnten. Deutsche und slowenische Namen/Koroška. Slovenska in nemška imena; in: Österreichische Namenforschung 28 (2000), Heft 2–3; Klagenfurt: Mohorjeva/Hermagoras, 2000; hier: S. 83; ISBN 3-85013-802-X;
    Paul Gleirscher: Wie Aquiliu zu Klagenfurt wurde; in: ders.: Mystisches Kärnten. Sagenhaftes, Verborgenes, Ergrabenes.; Klagenfurt: Carinthia, 2007; S. 59–65; ISBN 978-3-85378-603-1
  7. Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten 2. Teil: Alphabetisches Siedlungsnamenbuch. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 1958, S. 82