Globalstrategiespiel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Freeciv, freie Variante des Genre-prägenden Civilization (v2.1.0, englisch)

Als Globalstrategiespiele (auch einfach „Globalstrategie“, manchmal auch „4X-Strategie“) werden sämtliche strategischen Computerspiele bezeichnet, bei denen der Spieler Kontrolle nicht nur über einzelne Einheiten, Armeen oder Städte hat, sondern die Geschicke eines ganzen Volkes lenkt.

Herkunft[Bearbeiten]

Alan Emrich fasste die vier Grundkonzepte, nach denen die Spielmechanik jedes Globalstrategiespiels funktioniert, zusammen als „Erkunden, Expandieren, Ausbeuten, Auslöschen“ (engl. explore, expand, exploit, exterminate, daher auch der Begriff „4X-Strategiespiel“): Aufklärung der Weltkarte, Bekämpfen verfeindeter Völker, Entwicklung neuer Techniken, Auf- und Ausbau von Städten, Provinzen und Ländern.[1]

Eine andere Erklärung besagt, dass Alan Emrich den Begriff „4X“ 1993 für einen Preview von Master of Orion in der Computer Gaming World prägte. Auch bei ihm standen die vier X für explore, expand, exploit, exterminate.[2]

Charakterisierung und Geschichte der 4X Spiele[Bearbeiten]

Fast ausnahmslos sind diese Spiele rundenbasiert, da sich dem Spieler eine riesige Zahl an Bedienoptionen und Möglichkeiten, den Spielverlauf zu beeinflussen, eröffnen, die in Echtzeit kaum beherrschbar sind.

Einer der bekanntesten Vertreter dieses Genres ist die Civilization-Spielreihe von Designerlegende Sid Meier. Weitere bekannte Vertreter des Genres sind der inoffizielle Nachfolger Sid Meier's Alpha Centauri, Call To Power oder das im Weltraum spielende Master of Orion.

Wie allen anderen rundenbasierten Strategiesubgenres gelangen in den letzten Jahren nur noch wenigen Globalstrategiespielen Verkaufserfolge. Stattdessen entstand ein Markt für komplexe, historische Simulationen, wie etwa Hearts of Iron, Making History, Victoria oder Europa Universalis. Außerdem kommt es inzwischen häufig zu einer Verschmelzung mit herkömmlichen Echtzeitstrategiespielen, die dann zusätzlich zum in Echtzeit verlaufenden Schlachtenmodus einen sogenannten Kampagnen- oder Weltkartenmodus besitzen, der wie ein stark vereinfachtes Globalstrategiespiel funktioniert. Typische Vertreter dieser neuen Gattung sind die Spiele der Total-War-Reihe und Rise of Nations. Eine Pionierrolle kommt dabei der Lords-of-the-Realm-Reihe Mitte der 90er Jahre zu.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 4X video games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. pacificongameexpo.com/specialguests – Kurzbiographie Alan Emrichs. Abgerufen am 1. Juni 2014.
  2. Alan Emrich: MicroProse' Strategic Space Opera is Rated XXXX (englisch). In: Computer Gaming World (Issue #110), 1993, S. 92–93. Abgerufen am 21. Mai 2008.