Goldbach (Bibers)

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Goldbach
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23865412
Lage Hohenlohekreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Bibers → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Fließt aus dem Rößlesmahdsee etwa 0,4 km nordöstlich von Waldenburg-Goldbach.
49° 10′ 21″ N, 9° 39′ 37″ O49.1723638888899.6601638888889456
Quellhöhe ca. 456 m ü. NN[1]
Mündung bei Waldenburg-Neumühle von rechts in den von der Bibers durchflossenen Neumühlsee49.1652444444449.64685433.1Koordinaten: 49° 9′ 55″ N, 9° 38′ 49″ O
49° 9′ 55″ N, 9° 38′ 49″ O49.1652444444449.64685433.1
Mündungshöhe ca. 433,1 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 22,9 m
Länge 1,6 km[3][4]
Einzugsgebiet 1,989 km²[5]
Durchflossene Stauseen Rößlesmahdsee, Goldbachsee, Neumühlsee
Kleinstädte WaldenburgVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Goldbach ist ein Bach im nördlichen Baden-Württemberg von 1,6 km Länge, der bei Waldenburg-Neumühle linksseitig in den von der Bibers durchflossenen Neumühlsee[6] mündet.

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Der Goldbach ist der Abfluss des Rößlesmahdsees etwa 400 m nordöstlich von Waldenburg-Goldbach. Er entwässert den 1,5 ha[7] großen, auf etwa 456 m ü. NN liegenden See nach Süden und geht sogleich in eine langsame Kurve nach Westen. Nach etwa 0,3 km fließt er in den 1,4 ha großen[7] Goldbachsee ein, an den westlich unmittelbar der Weiler Waldenburg-Goldbach angrenzt, ehedem die Stelle des gleichnamigen Klosters. Er verlässt den See in südwestlicher Richtung und mündet einen knappen Kilometer weiter in den Ostzipfel des Neumühlsees, der eine Fläche von 5,1 ha[7] hat und von seinem Hauptzufluss Bibers auf etwa 433,1 m ü. NN von Nord nach Süd durchflossen wird.[8]

Landschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Das Tal des kurzen Goldbachs ist eine vergleichsweise breite, in ihren flachen Bereichen landwirtschaftlich genutzte Mulde, in der das Grünland vorherrscht. Am unteren Talhang, der im unteren Tal näher an den Bach rückt, setzt auf beiden Seiten der Wald ein, der den überwiegenden Teil des gesamten Einzugsgebietes bedeckt. Durch das außer an Wochenenden und im Sommer, wenn am Neumühlsee Badebetrieb herrscht, recht stille Tal zieht, von Beltersrot im Nordosten aus der Hohenloher Ebene kommend, die K 2363. Sie steigt am Südwestrand der Pfaffenklinge, auf der Hangseite teilweise von Sandsteinfelsen begleitet, auf knapp 400 m um fast 60 m hoch zum Goldbachtal[1], in Goldbach stößt aus Waldenburg im Nordnordwesten eine weitere öffentliche Straße auf sie. Zwei kleine Steigenwege vom Goldbach bzw. vom Neumühlsee her nach Laurach auf der Hochebene links über dem Tal sind dem allgemeinen Verkehr verschlossen.[9]

Der Weiler Goldbach ist die einzige Siedlung am Bachlauf, weitere Siedlungen gibt es im Einzugsbereich nicht. Der Campingplatz am Neumühlsee gehört mit seinem Ostteil dem Tal an, ebenso liegt ein großer Teil des am Südostufer des Neumühlsees stattfindenden Badebetriebs noch im Talbereich.

Einzugsgebiet und Geologie[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Goldbachs liegt am Ostrand der Waldenburger Berge. Es nimmt eine Fläche von 2,0 km² ein und zieht sich bis auf die Hochebenen von Friedrichsberg und Buchberg im Nordwesten und des Mühlbergs und der Lauracher Ebene im Südosten. Sein Nordostrand ist eine sehr schmale und kaum sich über das Niveau des Rößlesmahdsees erhebende Schwelle, nach der das Gelände steil zur Hohenloher Ebene abfällt.

Im Norden auf dem Friedrichsberg grenzt kurz das Einzugsgebiet des zur Ohrn fließenden Epbach an, im Osten das des Beltersroter Bachs, der über die Kupfer entwässert, sowie seines rechten Zuflusses aus der Eselsklinge. Im Süden ist, wiederum nur auf einem kurzen Stück auf der diesseitig begleitenden Erhebung Lauracher Ebene, das weiter unterhalb zur Bibers fließende Altenhaubächle Konkurrent. Im ganzen Westen fließt das Wasser im mittleren Bereich über den Neumühlsee, im Südosten teilweise über einen südlich des Höhenweilers Waldenburg-Laurach in einem Sumpfgebiet entstehenden Hangbach, sonst überall direkt zur Bibers ab.

Bach und Talmulde liegen ganz in der Stuttgart-Formation (Schilfsandstein), die beidseitigen Hänge steigen über die Steigerwald-Formation (Untere Bunte Mergel) auf bis zu den Hochflächen in der Hassberge-Formation (Kieselsandstein). Der nordöstlich des Rößlesmahdsees (siehe auch dort) in der steil abfallenden Pfaffenklinge fließende Beltersroter Bach nagt hier heftig am Einzugsgebiet des nur mit etwa 14 ‰ mittlerem Sohlgefälle nach Südwesten fließenden Goldbachs und hat hier ein für die Flussgeschichte der Region aufschlussreiches Geotop geschaffen.[10]

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke[Bearbeiten]

  • Naturschutzgebiet Rößlesmahdsee mit Pfaffenklinge,[11] im Seitental des Goldbachs, nördlich der K 2363 kurz vor der äußerst steilen Steige nach Beltersrot hinunter. Das Tal des Goldbachs, Zufluss der danubisch angelegten Bibers, wird in der Klinge von einem Nebenbach der rheinischen Kupfer durch Erosion von oben her rabiat angezapft.[12]
  • Im heutigen Weiler erhaltene Baureste des ehemaligen Zisterzienserklosters Goldbach neben dem Goldbachsee, ca. 1 km östlich des Neumühlsees an der K 2363.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nach Höhenlinienbild auf der TK25 interpoliert.
  2. Texteintrag in Schwarz der TK25 inmitten des Neumühlsees, passend zum Höhenlinienbild.
  3. Nach LUBW-FG10, siehe bei den Weblinks.
  4. LUBW-FG10 misst offenbar die Bachlänge bis zum Schnittpunkt der Mittellinien für Bibers und Goldbach im Neumühlsee. Misst man nur bis zum Seeintritt, gehen von der verzeichneten Länge etwa 0,1 km ab.
  5. Nach LUBW-GEZG, siehe bei den Weblinks.
  6. LUBW-SG10 nennt das Gewässer im Datensatz wie teilweise auf seinen Karten Neumühlesee, was weder dem üblichen Sprachgebrauch noch der TK25 entspricht, die ihn beide Neumühlsee nennen.
  7. a b c Nach LUBW-SG10, siehe bei den Weblinks.
  8. Nach TK25 und den LUBW-Karten.
  9. Badebetrieb und Wegsperrung nach Augenschein.
  10. Nach TK25, den LUBW-Karten, GK50 und LGRB-GTP.
  11. Behördliche Schutzverordnung für das Naturschutzgebiet „Rößlesmahdsee mit Pfaffenklinge“
  12. Siehe den Weblink LGRB-GTP

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6823 Pfedelbach, 6824 Schwäbisch Hall, 6923 Sulzbach an der Murr, 6924 Gaildorf
  • „GK50“: Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001

Weblinks[Bearbeiten]

  • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
  • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
  • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
  • „LUBW-SCHUTZ“: Verschiedene Karten zu den einzelnen Naturschutzkategorien
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
  • „LGRB-GTP“: Geotopkataster, mit dem dortigen Geotop-Steckbrief von Rößlesmahdsee und Pfaffenklinge. Direktlink Geotop-Steckbrief (PDF-Datei)
  • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000