Waldenburg (Württemberg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Hohenlohekreis | |
| Gemeindeverwal- tungsverband: |
„Hohenloher Ebene“ | |
| Höhe: | 506 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,55 km² | |
| Einwohner: |
3009 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 74638 | |
| Vorwahlen: | 07942, 07949 (Obersteinbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KÜN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 26 085 | |
| Stadtgliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 13 74638 Waldenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Knobel | |
| Lage der Stadt Waldenburg im Hohenlohekreis | ||
Waldenburg ist ein Luftkurort im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg nördlich von Schwäbisch Hall.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Waldenburg hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[2]
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Waldenburg besteht aus Waldenburg selbst und den Ortsteilen Obersteinbach (173 Einwohner Stand 31. März 2006) und Sailach (222 Einwohner).
Zu Obersteinbach gehört das Dorf Obersteinbach, der Weiler Sailach und der Wohnplatz Hinterziegelhalden. Zu Waldenburg die Stadt Waldenburg, die Weiler Goldbach, Großlindig, Hohenau, Kleinlindig, Obermühle, Tommelhardt, Untermühle und Ziegelhütte, die herzogliche Domäne Hohebuch, die Höfe Laurach und Rebbigshof (teilweise, auch zu Neuenstein) und die Wohnplätze Bahnhof Waldenburg, Buchhaus, Fischhaus, Kelterrain, Neumühle und Streithof. Abgegangen ist der Wohnplatz Fasanenmühle.[3]
Geschichte [Bearbeiten]
Waldenburg wurde erstmals 1253 urkundlich erwähnt und 1330 als Stadt bezeichnet. Mit der hohenlohischen Landesteilung 1553 wurde Waldenburg Residenz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenlohe-Waldenburg. Pest und Kriegswirren dezimierten die Bevölkerung im dreißigjährigen Krieg deutlich. Als Folge der Rheinbundakte fiel die Stadt 1806 an das Königreich Württemberg, seit 1952 ist sie Teil des Bundeslandes Baden-Württemberg.
Im April 1945 wurde Waldenburg von amerikanischen Artillerieeinheiten beinahe gänzlich zerstört. Waldenburg wurde daraufhin unter Berücksichtigung moderner Aspekte wieder im historischen Gewand aufgebaut[4].
1957 wurde das erste Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg durch Margarethe Gutöhrlein gegründet.
Am 1. Januar 1971 erfolgte die Eingemeindung von Obersteinbach.
Religionen [Bearbeiten]
In Waldenburg existieren evangelische, katholische und neuapostolische Kirchengemeinden. Die katholische Kirchengemeinde bildet zusammen mit den Kirchengemeinden von Pfedelbach und Bretzfeld eine Seelsorgeeinheit.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1648: 640
- 2000: 3079
- 2005: 3083
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister [Bearbeiten]
- Friedrich Ebel (Juni–November 1945)
- Franz Gehweiler (November 1945–März 1978)
- Gerhard Lauth (März 1978–August 1990)
- Roland Weinschenk (Dezember 1990–April 2004)
- Markus Knobel (seit 26. Juli 2004)
Wappen und Flagge [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Waldenburger Wappens lautet: In geteiltem Schild oben in Gold auf grünem Boden drei grüne Tannen, unten in Silber ein schreitender, rot bewehrter hersehender schwarzer Löwe (Leopard) mit untergeschlagenem Schweif. Die Flagge der Stadt ist Rot-Weiß.
Das in den Siegeln Waldenburgs seit dem 16. Jahrhundert nachweisbare Wappen greift in der oberen Hälfte den Stadtnamen auf und zeigt in der unteren Hälfte mit dem Leoparden das hohenlohische Wappentier. Die Stadtfarben sind die hohenlohischen Hausfarben.[5]
Partnerschaften [Bearbeiten]
Waldenburg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Sierck-les-Bains in Lothringen/Frankreich.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Waldenburg liegt an der Bundesautobahn 6 und der Bundesstraße 19.
Waldenburg liegt im Gebiet des HNV an der Hohenlohebahn Heilbronn–Crailsheim. Am Bahnhof Waldenburg (Württ) verkehrt alle zwei Stunden der Regionalexpress Heilbronn–Crailsheim, in den Stunden dazwischen die Regionalbahn Öhringen–Schwäbisch Hall-Hessental.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Der Gewerbepark Hohenlohe ist ein Zweckverband der Kommunen Waldenburg, Kupferzell und Künzelsau und hat eine Fläche von 230 ha, wovon 135 ha erschlossen sind. Er befindet sich am Fuß der Waldenburger Berge in unmittelbarer Nähe des Waldenburger Bahnhofs, der Bundesautobahn 6 und der Bundesstraße 19.
Im Gewerbegebiet haben unter anderem die folgenden Unternehmen ihren Sitz oder eine Produktionsstätte:
- R. Stahl
- Ziehl-Abegg
- SWG (Schraubenwerk Gaisbach) der Würth-Gruppe
- Lidl
- Wolff & Müller
Soziale Einrichtungen [Bearbeiten]
- Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Im Rathaus von Waldenburg befindet sich ein Museum mit Urweltfunden.
- Seit 1971 beherbergt das Schloss ein Museum mit Sammlungen von Siegeln seit dem frühen Mittelalter.[6]
Gebäude [Bearbeiten]
- Schloss Waldenburg
- Kirche
- Bergfried
- Reste des Klosters Goldbach am Siedlungsplatz Goldbach
- Östlich von Waldenburg betreibt der Südwestrundfunk mit dem 150 m hohen Sendeturm Waldenburg-Friedrichsberg seit 2008 einen Grundnetzsender für Radio und Fernsehen. Bis 2009 war im Ort der Fernsehturm Waldenburg in Betrieb, der nach der Außerbetriebnahme zum Wasserturm zurückgebaut wurde.
Natur [Bearbeiten]
- Nahe beim Siedlungsplatz Goldbach liegen die Naturschutzgebiete Rößlesmahdsee mit Pfaffenklinge und Östlicher Goldbachsee.[7]
- Zwischen Obersteinbach und dem Weiler Tommelhardt liegen die Naturschutzgebiete Obere Weide und Entlesboden, die die naturnahe Vegetation alter Hutewälder zeigen.[7]
Freizeit [Bearbeiten]
- Bewegungsgarten des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009.
- ↑ Quelle für den Abschnitt Stadtgliederung:
Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 217–220
Zusätzliche Quellen zu Wohnplätzen in Neuenstein und Waldenburg:
Website der Stadt Neuenstein zu Kesselfeld (abgerufen am 12. Juni 2011)
Der Hohenlohekreis. Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Hohenlohekreis. Thorbecke, Ostfildern 2006, ISBN 3-7995-1367-1, Band 2, S. 345 und 426 (Baden-Württemberg – Das Land in seinen Kreisen)
Karlheinz Englert: Waldenburg. Bild einer Stadt in Hohenlohe. Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-862-3, S. 82–83, 99, 109. - ↑ Geschichte der Stadt Waldenburg.
- ↑ Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1), S. 136.
- ↑ http://www.waldenburg-hohenlohe.de/data/siegelmuseum.php
- ↑ a b Siehe Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), Karten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen, Naturschutz (LUBW).
Literatur [Bearbeiten]
- Karlheinz Englert: Waldenburg. Bild einer Stadt in Hohenlohe. Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-862-3.
Weblinks [Bearbeiten]
Bilder [Bearbeiten]
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