Gregory Boyington

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Gregory Boyington

Gregory Boyington (* 4. Dezember 1912 in Coeur d’Alene, Idaho; † 11. Januar 1988 in Fresno, Kalifornien[1]) war ein US-amerikanischer Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Greg Boyington stieg 1935 als Fähnrich in die Luftstreitkräfte des United States Marine Corps (USMC) ein und beendete seine Ausbildung zum Jagdflieger 1937. Als die USA am 7. Dezember 1941 durch den japanischen Luftangriff auf Pearl Harbor in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen wurden, wollte er, mittlerweile zum Hauptmann befördert, so schnell wie möglich zum Kriegseinsatz kommen und trat 1942 der American Volunteer Group (auch „Flying Tigers“) in China unter Chiang Kai-shek bei.

Dieses Freiwilligencorps bildete mit ihren bereits veralteten Modell Curtiss P-40 (Modell A81-A3) der USAAF die Luftwaffe auf der Seite der Republik China. Die P-40 war in niedrigen Flughöhen etwa 600 km/h schnell und mit zwei überschweren 12,7-mm-Maschinengewehren sowie vier .30 Browning MGs ausgerüstet. Die japanischen Jagdflugzeuge waren überwiegend vom Typ Nakajima Ki-43 Hayabusa. Sie waren etwas langsamer und leichter bewaffnet, aber viel wendiger, und deren Piloten waren erfahrener und besser ausgebildet als die amerikanischen.

Es fielen den eingesetzten 112 US-Piloten zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 über 420 japanische Maschinen, zumeist Bomber, zum Opfer – Greg Boyington trug mit mindestens drei (nach seinen eigenen Angaben bis zu sechs) Siegen zu diesem Ergebnis bei.

Als die „Flying Tigers“ im Sommer 1942 aufgelöst wurden, kehrte Greg Boyington über Indien zum Marine Corps zurück. Viele bezichtigten ihn zudem einer unmilitärischen Einstellung gegenüber den Vorschriften des Marine Corps. Doch seine Siege in der Luft waren stets sein Rettungsanker. Obwohl man ihm anfangs aufgrund seines Alters von mehr als 30 Jahren kein Fronteinsatzkommando mehr geben wollte, überredete er den Befehlshaber des Marine Corps, General Moore, auf den Salomonen, ihn die VMF 214 Black sheep aufstellen zu lassen.

Boyington formte aus diesem zusammengewürfelten Haufen von Offizieren einen Kampfverband, der innerhalb weniger Monate etliche Luftsiege erzielte und unter dem Namen „Black Sheep“ (Schwarze Schafe) berühmt wurde. Von Vorteil hierbei war sicher, dass den Marines als Jagdflugzeug die neue Chance Vought F4U „Corsair“ zur Verfügung stand.

Darüber hinaus wendeten die Piloten der VMF-214 Luftkampftaktiken an, die in keinem Lehrbuch standen, sondern auf Boyingtons Erfahrungen mit den Japanern aus seiner Zeit in China beruhten.

Überliefert ist auch, dass Boyington bei einem Angriff durch falschen Funkverkehr eine hochfliegende Bomberstaffel vortäuschte, um japanische Jäger in den Luftraum zu locken und viele davon abzuschießen.

Sein väterliches Verhältnis zu seinen Männern und wohl auch sein für einen Jagdflieger schon hohes Alter brachten ihm bald den Spitznamen „Pappy“ ein.

Im Winter 1943 führte die VMF-214 Angriffe im Gebiet Rabaul und Bougainville und in den Nordsalomonen durch. Boyington erzielte dabei seinen 28. Luftsieg. Weitere vier Abschüsse galten zu diesem Zeitpunkt als unbestätigt.

Am 3. Januar 1944 wurde Boyington abgeschossen und landete mit dem Fallschirm im Südpazifik. Er wurde von einem japanischen U-Boot gerettet und verbrachte den Rest des Krieges in einem japanischen Gefangenenlager.

Bei Kriegsende wurde er zum Oberstleutnant befördert und erhielt von US-Präsident Harry S. Truman die Medal of Honor (höchste militärische Auszeichnung) sowie das Navy Cross überreicht. Er schied 1946 als Oberst aus dem aktiven Dienst aus.

Boyington wurde 1988 auf dem Nationalfriedhof Arlington, Virginia, mit militärischen Ehren zu Grabe getragen.

Trivia[Bearbeiten]

Frei nach dem von Gregory Boyington geschriebenen Buch „Baa Baa Black Sheep“ wurde in dem Zeitraum zwischen 1976 und 1978 eine gleichnamige 36-teilige US-Kriegsserie von Stephen J. Cannell produzierte. Die Serie „Baa Baa Black Sheep“ lief in Deutschland unter dem Namen Pazifikgeschwader 214.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 'Pappy' Boyington Is Dead at 75; Hero of the Black Sheep Squadron bei nytimes.com, abgerufen am 3. Juli 2014