Gudhem

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Gudhem
Wappen von Gudhem
Gudhem (Schweden)
Gudhem
Gudhem
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Västra Götalands län
Historische Provinz (landskap): Västergötland
Gemeinde (kommun): Falköping
Koordinaten: 58° 14′ N, 13° 34′ O58.22638888888913.566666666667Koordinaten: 58° 14′ N, 13° 34′ O
Einwohner: 427 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 0,34 km²
Bevölkerungsdichte: 1.256 Einwohner je km²

Gudhem (deutsch: Götterheim[2]) ist ein Ort (tätort) in der schwedischen Provinz Västra Götalands län und der historischen Provinz Västergötland. Der Ort in der Gemeinde Falköping liegt etwa sieben Kilometer nördlich der Stadt Falköping. Beim Ort wurde ein aus verschiedenen Spiralen bestehender Goldschatz gefunden.

In Gudhem befinden sich die Ruinen der ehemaligen mittelalterlichen Klosterruine Gudhem und der Königshof Gudhem, heute eine Behandlungsanstalt für Alkohol- und Drogenabhängige.

Hier soll etwa 1060 Königin Gunhild Svensdotter (oder Haraldsdotter) gestorben sein. Sie war die Frau von König Anund Jakob von Schweden und mutmaßlich von König Sven II. von Dänemark. In Gudhem spielt der Roman Die Büßerin von Gudhem von Jan Guillou.

Gab es je „Odins Land“ wie es die Skalden Brage Broddarsson und Snorri schrieben, so muss es zwischen Vänern und Vättern gelegen haben. Hier liegen Schiffssetzung von Askeberga (Ranes Stenar), Randens hög (Kung Ranes grav; Döde kungen), Odenslunda (Odins hain) und in alten Dokumenten wird der See Osten, Odins See genannt. Rane war zu dieser Zeit und in dieser Region einer der Namen Odins.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.
  2. Germanische Religionsgeschichte: Quellen und Quellenprobleme Heinrich Beck, Detlev Ellmers, Kurt Schier (Hrsg.) S. 525 und J. Kousgård Sørensen: Gudhem, Frühmittelalterliche Studien 19 (1985) S.131-38: „Einen Spezialfall bildet der Name Gudhem (Gudhjem, Gudme, Gudum), der mehrmals in Dänemark, Norwegen und Schweden vorkommt. Wie J. Kousgård Sørensen überzeugend gezeigt hat, liegt diesem Namen ein gleichlautendes Appelativ, wörtlich Götterheim zugrunde. Vgl. Gudme.