Hügel-Klee

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Hügel-Klee
Hügel-Klee (Trifolium alpestre)

Hügel-Klee (Trifolium alpestre)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Klee (Trifolium)
Sektion: Trifolium
Art: Hügel-Klee
Wissenschaftlicher Name
Trifolium alpestre
L.

Der Hügel-Klee[1] (Trifolium alpestre) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie gehört zur Untersektion Alpestria aus der Sektion Trifolium in der Gattung Klee (Trifolium). Der Hügel-Klee ist von Europa bis Kleinasien verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Stängel mit Nebenblatt und gestielten, dreiteilig gefiederten Laubblatt

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Der Hügel-Klee wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 Zentimetern. Der Stängel ist anliegend behaart. Die schmalen, dreiteiligen Laubblätter sind bis zu 8 cm lang, oberseits kahl, unterseits behaart.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

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Die die kugeligen bis eiförmigen Blütenstände sind kaum gestielt und von den obersten Blättern umgeben. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist außen zottig behaart und 20-nervig. Die Krone ist 10 bis 15 mm lang und besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Überwinterungskospen befinden sich nahe der Erdoberfläche, es ist also ein Hemikryptophyt. Wenn die Standorte nicht zu flachgründig sind, bildet der Hügel-Klee tiefe Wurzeln aus, um an ausreichende Feuchtigkeit zu kommen.

Vorkommen und Gefährdung[Bearbeiten]

Das Areal des Hügel-Klee erstreckt sich in fast ganz Europa[2] von den Pyrenäen bis Mittelfrankreich, Lothringen, Eifel, Hannover, Dänemark, Estland, weiter bis zum Ural und bis zum Kaukasus im Osten; südlich bis ins nördliche Griechenland und Mittelitalien.[3] Für Europa gibt es Belege aus: Albanien, Österreich, Bulgarien, Tschechien, Slowakei, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg, Polen, Rumänien, Schweiz, Türkei, ehemaliges Jugoslawien.[2] Auf dem asiatischen Kontinent kommt der Hügel-Klee zum Beispiel in Kleinasien: im Iran und der Türkei vor.[2]

Der Hügel-Klee fehlt im mitteleuropäischen Tiefland westlich der Elbe; an ihrem Unterlauf und östlich der Elbe ist er sehr selten; in den niedrigen Mittelgebirgen sowie in Ober- und Niederösterreich ist er selten, er bildet dort aber oft kleinere Bestände; in den höheren Mittelgebirgen Mitteleuropas fehlt er ganz; im Alpenvorland fehlt er in größeren Gebieten; in den Südalpen kommt er zerstreut vor; insgesamt ist er in Mitteleuropa selten.[2]

In Mitteleuropa bevorzugt der Hügel-Klee die kolline bis montane Höhenstufe.[3] Er steigt in den Alpen bis 1800 Meter auf[2] und die maximale Höhelage wird mit bis zur 2300 Metern angegeben.

Der Hügel-Klee gedeiht am besten auf trockenen, basenreichen, aber kalkarmen Lehm- oder lehmigen Sandböden.[2] Er erträgt Stickstoffdünung nicht; auf gedüngten Wiesen verschwindet er.[2]

Der Hügel-Klee wächst in Gebüschen, lichte Standorte in trockenen Wäldern, auf trockenen Wiesen und in Krautsäumen. Er ist eine Charakterart für den Verband: „Staudensäume an Gehölzen“ (Geranion sanguinei) (Pflanzensoziologie).

Diese subozeanische Halblichtpflanze ist ein Trockniszeiger, wächst auf stickstoffarmen Standorten häufiger und ist nicht salzertragend.

Der Hügel-Klee hat in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa viele Standorte verloren.[2] Das Vorkommen in Niedersachsen ist stark gefährdet und in Mecklenburg-Vorpommern gefährdet. In Baden-Württemberg ist die Art in den Nördlichen Gäulandschaften, Südlichen Gäulandschaften, Keuper-Lias-Land und auf der Schwäbischen Alb gefährdet; die restlichen Vorkommen sind nicht gefährdet. Alle anderen Vorkommen in Deutschland sind nicht gefährdet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Margot Spohn, Marianne Golte-Bechtle: Was blüht denn da? Enzyklopädie. Kosmosverlag, 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Trifolium alpestre L., Hügel-Klee. In: FloraWeb.de.
  2. a b c d e f g h  Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Band 2: Eibengewächse bis Schmetterlingsblütengewächse, Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.
  3. a b Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 3: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Rosidae): Droseraceae bis Fabaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-3314-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hügel-Klee (Trifolium alpestre) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien