Hans Woellke

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Hans Otto Woellke (* 18. Februar 1911 in Bischofsburg, Ermland, Ostpreußen; † 22. März 1943[1] bei Chatyn, Nähe Minsk, Weißrussland) war ein deutscher Leichtathlet, der bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin das Kugelstoßen gewann (15,96 - 14,76 - 15,72 - 15,90 - 16,20 m - 14,98). Der Wettkampfverlauf wurde auch im Olympia-Film von Leni Riefenstahl dargestellt.

Der Titel von Hans Woellke war der erste deutsche Leichtathletik-Olympiasieg in Männer-Wettbewerben. Außerdem gewann Hans Woellke bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1938 die Bronzemedaille im Kugelstoßen (15,45 - 15,19 - 15,52 m - 14,94 - 14,32 - 15,03). Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1934 hatte er den achten Platz belegt (14,67 m).

Hans Woellke startete für den Polizei SV Berlin und trainierte bei Wilhelm Landmesser. In seiner Wettkampfzeit war er 1,78 m groß und 82 kg schwer. Hans Woellke war Polizist und wurde für seinen Olympiasieg vom Revieroberwachtmeister zum Polizeileutnant befördert.

Im Zweiten Weltkrieg war er Hauptmann der Schutzpolizei in einem Regiment der Ordnungspolizei in Guba (Weißrussland). Nach seinem Tod, als Folge eines Gefechts bei Chatyn mit Partisanen, wurde er von Adolf Hitler und Heinrich Himmler zum Major der Schutzpolizei befördert.[2] Sein Grab befindet sich auf dem Ehrenfriedhof Minsk (Moskauer Str., Grab 28, Reihe 22, Westseite).

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft
  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik I. Sportverlag Berlin 1997 ISBN 3-328-00715-6

Weblinks[Bearbeiten]

  • Hans Woellke in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Der Todestag steht so in der Datenbank SportsReference und im Biographischen Handbuch von Klaus Amrhein, in Volker Kluges Olympiachronik wird der 23. März angeführt.(Volker Kluge: Die Chronik I. S. 884f).
  2. Laut Volker Kluge (Die Chronik I, Seite 885) erfolgte die Beförderung postum.