Hans von Obstfelder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans von Obstfelder (zweiter von rechts) mit Erwin Rommel (Mitte), 1944

Hans von Obstfelder (* 6. September 1886 in Steinbach-Hallenberg; † 20. Dezember 1976 in Wiesbaden) war ein deutscher Offizier und zuletzt General der Infanterie während des Zweiten Weltkriegs.

Laufbahn[Bearbeiten]

Von Obstfelder trat 1906 als Fähnrich in das Infanterie-Regiment 32 ein. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war er Oberleutnant und diente an der Westfront. Bei Kriegsende war er Hauptmann und wurde in die neu gegründete Reichswehr übernommen. Nach seiner Beförderung zum Major am 1. Februar 1926 und zum Oberstleutnant im Jahr 1930 wurde von Obstfelder 1933 zum Oberst befördert. Etwa 1933 begann die Vergrößerung und Aufrüstung der Wehrmacht. Er wurde nach einigen Versetzungen Generalmajor und wurde mit der Führung der 3. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. Februar 1938 wurde er Generalleutnant. Im Polenfeldzug führte er die 28. Infanterie-Division. Im Frankreichfeldzug am 1. Juni 1940 zum General der Infanterie befördert, befehligte er mit Erfolg das XXIX. Armeekorps; im Anschluss daran wurde das Korps in die Slowakei verlegt und der Panzergruppe 1 unterstellt.

Im Russlandfeldzug wurde er am 27. Juli 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Nach dem Vorstoß in den Kaukasus folgten im Sommer 1943 Rückzugskämpfe am Mius. Unter schweren Verlusten konnte das Korps die Rote Armee aufhalten, wofür von Obstfelder am 7. Juni 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Auch die Donez-Mius-Offensive (17. Juli und 2. August 1943) konnten die Deutschen stoppen. Die Donezbecken-Operation (16. August und dem 22. September 1943) war für beide Seiten sehr verlustreich.

Im August 1944 wurden in Frankreich Teile seines Korps im Kessel von Falaise vernichtet. Für schwere Abwehrkämpfe erhielt Obstfelder am 5. November 1944 die Schwerter zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Am 25. März 1945 wurde Obstfelder Nachfolger von General Hans-Gustav Felber. In Felbers Kommandobereich war zwei Tage zuvor US-Truppen unter General Patton die Rheinüberquerung bei Nierstein gelungen.

Als Oberbefehlshaber der 7. Armee geriet er nach der Kapitulation am 4. Mai 1945 mit seinem Verband in amerikanische Kriegsgefangenschaft. In der Folgezeit bis zu seiner Entlassung im August 1947 fungierte er als Verbindungsoffizier zur 12. US-Heeresgruppe.

Bis zu seinem Tod lebte er zurückgezogen in Wiesbaden, wo er am 20. Dezember 1976 starb.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S.119
  2. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.575