Harlem Renaissance

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Dieser Artikel behandelt die Kultur- und Literaturbewegung. Der Basketball-Club aus den 1930er/40er Jahren wird unter New York Renaissance beschrieben.
Führende Akteure der Harlem Renaissance

Die Harlem Renaissance (auch New Negro Movement genannt) war eine künstlerische Bewegung afroamerikanischer Schriftsteller und Maler zwischen ungefähr 1920 und 1930.

Geschichte[Bearbeiten]

„Study of Negro Artists“, Stummfilm von Jules V.D. Bucher aus den 1930er-Jahren über die Harlem Renaissance, mit Richmond Barthe, James Latimer Allen, Aaron Douglas, Palmer Hayden und Augusta Savage

Die Harlem Renaissance war die erste Blüte afroamerikanischer Kunst, die über vereinzelte Werke hinausging. Ausgelöst wurde die Bewegung, ähnlich wie das Jazz-Zeitalter, durch die massenhafte Abwanderung schwarzer US-Amerikaner aus den Südstaaten in Richtung Norden. Im New Yorker Stadtteil Harlem hatte der Afro-Amerikaner Philip Payton ab 1904 den Immobilienmarkt zu großen Teilen übernommen. Seit dieser Zeit – und besonders in den 1920er Jahren – wurde Harlem zum Synonym für afroamerikanische Kultur, da dort die schwarze Mittelklasse lebte.

Wesentlichen Einfluss auf die Bewegung hatte die von Alain LeRoy Locke herausgegebene Anthologie The New Negro (1925), in der der Philosoph und Kritiker Prosa, Lyrik, Theaterstücke und Essays einer neuen Generation afroamerikanischer Autoren sammelte. In seinem Vorwort bezeichnete Locke die Abwanderung aus den Südstaaten in den Norden als „eine Art geistiger Befreiung“, durch die afroamerikanische Kunst erstmals eine eigene Identität entwickeln konnte – jenseits der weißen Vorbilder. In der Kunst der Harlem Renaissance spielen so auch afrikanische Überlieferungen, afroamerikanische Traditionen sowie Gospel und Jazz eine große Rolle. Auch weiße Autoren, allen voran der Journalist und Fotograf Carl van Vechten, förderten die Bewegung – und wurden von ihr beeinflusst. Die Mäzenin Charlotte Mason beschäftigte und förderte eine Reihe von Künstlern, hatte aber auch ein eigenes Verständnis der indianischen und afroamerikanischen Kultur.

Im November 1926 verlieh die junge Generation der Schriftsteller mit der einzigen Ausgabe des Magazins Fire!! ihrer Stimme Gehör.

Künstler[Bearbeiten]

Langston Hughes (van Vechten, 1936)
Zora Neale Hurston (van Vechten, 1938)
Nella Larsen (1928)

Autoren[Bearbeiten]

Visuelle Künstler[Bearbeiten]

weitere[Bearbeiten]

Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Patricia Stella Edema: Bilder des Wandels in Schwarz und Weiß: afro-amerikanische Identität im Medium der frühen Fotografie (1880 - 1930), Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2203-4 (Zugleich überarbeitete Dissertation an der Freien Universität Berlin 2011).
  • James Haskins: The Cotton Club: A Pictorial and Social History of the most famous symbol of the Jazz Era, Random House 1977, Hippocrene Books, New York, NY 1994, ISBN 0-7818-0248-2.
  • Susie Hodge: 50 Schlüsselideen Kunst (Originaltitel: 50 Art Ideas You Really Need to Know, übersetzt von Katharina Neuser-von Oettingen), Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2014, S. 140-143, ISBN 978-3-642-39327-3.
  • Sharon L. Jones: Rereading the Harlem Renaissance: Race, Class, and Gender in the Fiction of Jessie Fauset, Zora Neale Hurston, and Dorothy West, Greenwood Press, Westport, CT 2002, ISBN 978-0-313-32326-3.
  • Amritjit Singh u.a. (Hrsg.): The Harlem renaissance: revaluations, Garland, New York, NY 1989 ISBN 0-8240-5739-2.
  • Cary D. Wintz, Paul Finkelman: Encyclopedia of the Harlem Renaissance, Routledge, New York, NY 2004, ISBN 978-1-57958-389-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harlem Renaissance – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien