New York Renaissance

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Dieser Artikel behandelt den Basketballclub. Die Kultur- und Literaturbewegung aus den 1920er/30er Jahren wird unter Harlem Renaissance beschrieben.

Die New York Renaissance (manchmal auch “Harlem Renaissance” oder schlicht “Rens”) waren die dominierende Basketball-Profimannschaft der Dreißiger und frühen Vierziger Jahre. Sie waren eines der ersten Teams, das nur aus schwarzen Spielern bestand. Die Rens wurden 1922 von Bob Douglas gegründet und bestanden bis 1949.

Der Name der Mannschaft geht auf das “Harlem Renaissance” zurück, ein Tanzlokal und Casino im New Yorker Stadtteil Harlem, in welchem die Mannschaft ihre Heimspiele austrug. Als rein afroamerikanisches Team durften die Rens keiner Profiliga beitreten, daher zogen sie als Wandertruppe von Ort zu Ort. In den südlichen Bundesstaaten wie Georgia und Alabama war es schwarzen Teams sogar gesetzlich verboten, gegen weiße Mannschaften anzutreten. Trotzdem waren Spiele gegen weiße Mannschaften für die Rens der Normalfall, und viele Teams schätzten die prächtige Stimmung in der "Heimarena" der Rens.

Mit drei Siegen in einer Serie von sechs Spielen gegen die Original Celtics errangen die Rens 1926/27 überregionale Aufmerksamkeit. Die Renaissance kopierten die erfolgreiche Spielweise früherer Spitzenmannschaften wie den Celtics, indem sie auf konsequente Verteidigung und schnelles Passspiel setzten. Schlüsselfigur für Letzteres war dabei Clarence Jenkins, einer der besten Guards jener Zeit. Beinahe unschlagbar wurden sie schließlich 1932, als Center "Wee" Willie Smith verpflichtet wurde. Bis 1936 gewannen sie 473 Spiele, davon einmal (1932-1933) 88 in Serie.

Nachdem Anfang der Dreißiger das Renaissance Casino geschlossen werden musste, spielten die Rens fast nur noch auswärts. Trotzdem blieb die Mannschaft konstant erfolgreich. 1939 gewannen sie 112 Spiele bei nur 7 Niederlagen. Die Rens nahmen am erstmals veranstalteten World Tournament in Chicago teil und gewannen gegen den amtierenden NBL-Champion, die Oshkosh All-Stars mit 34-25. Während des Zweiten Weltkriegs musste der Tourneebetrieb der Rens stark eingeschränkt werden.

Als erste „schwarze Mannschaft“ stiegen die Rens zur Saison 48/49 in die (eigentlich „weiße“) NBL ein. Allerdings mussten sie sich zu einem Umzug nach Dayton, Ohio bereiterklären, da die neu gegründeten New York Knicks einen lokalen Konkurrenten fürchtete. Die alternden Stars der Rens waren nicht mehr in der Lage, an alte Erfolge anzuknüpfen, und so warf Manager Bob Douglas bereits nach der ersten Saison das Handtuch. In der darauffolgenden Saison fusionierten NBL und BAA zur NBA - ohne die New York Renaissance.

Die New York Rens wurden 1963 als Team in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.

Spieler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert W. Peterson: Cages to Jump Shots. Pro Basketball’s Early Years, Lincoln (Nebr.) 2002. ISBN 0-8032-8772-0

Weblinks[Bearbeiten]