Havelhöhenweg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Havelhöhenweg ist ein Wanderweg in Berlin, der von der Heerstraße/Stößenseebrücke im Norden entlang der Havel bis zum Strandbad Wannsee im Süden führt. Seine Länge beträgt rund 10 Kilometer und führt an zahlreichen Ausflugszielen vorbei. Der Weg verläuft weitgehend oberhalb des Havel-Uferwegs auf dem Westrand des Teltow-Plateaus. Das Gefälle zur Havelniederung liegt im Maximum (über dem Stößensee) bei rund 35 Metern. Zur Durchquerung ehemaliger Schmelzwasserrinnen führt der Weg an verschiedenen Stellen hinunter zum Uferweg.

Schildhorndenkmal am Schildhorn
Grunewaldturm

Geschichte[Bearbeiten]

Die Idee zu dem Weg entstand bereits vor rund 100 Jahren und geht auf den Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné zurück.[1] Die Anlage erfolgte in den 1950er Jahren als Teil eines Notstandprogramms, wurde anschließend aber nicht gepflegt. Das Forstamt Grunewald übernahm die Sanierung, die teilweise aus Mitteln des Umweltentlastungsprogramms (UEP) der Europäischen Union finanziert wurde.[2] 2004 wurde der Weg für 870.000 Euro in seinem südlichen Abschnitt neu gestaltet. Dabei wurde ein 3,6 Kilometer langes Stück barrierefrei ausgebaut.[3] Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verzichtete weitgehend auf umfangreiche Informationstafeln entlang des Weges, sondern bietet auf ihrer Homepage die Möglichkeit zu einem „virtuellen Waldspaziergang“. Dabei werden alle 30 Wissenspunkte erläutert, die auf der Strecke zu sehen sind.

Der Havelhöhenweg ist als Nr. 12 Teil der 20 grünen Hauptwege Berlins.[4]

Insel Lindwerder
Strandbad Wannsee

Sehenswürdigkeiten (Auswahl)[Bearbeiten]

(von Norden nach Süden)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Info: Havelhöhenweg In: Berliner Morgenpost. vom 13. Mai 2004, abgerufen am 10. April 2012.
  2. Havelhöhenweg auf berlin.de, abgerufen am 11. April 2012.
  3. Claudia Fuchs: Havelhöhenweg lädt zum Wandern In: Berliner Zeitung. vom 13. Mai 2005, abgerufen am 10. April 2012.
  4. 20 grüne Hauptwege®: Havelseenweg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
  5. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  6. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ausflugstipps – Auf Försters Wegen – Im April 2009: Ein Waldspaziergang zum Rupenhorn

Literatur[Bearbeiten]

  •  Manfred Reschke: Wanderungen durch Brandenburg: 50 Touren durch das ganze Land. 2. aktualisierte und erweitere Ausgabe (1. September 2010) Auflage. Trescher Verlag, 2010, ISBN 978-3-89-794165-6, S. 297.

Weblinks[Bearbeiten]

52.49148213.192263Koordinaten: 52° 29′ 29″ N, 13° 11′ 32″ O