Heinrich Hentzi von Arthurm

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Heinrich Ritter von Hentzi, Lithographie von Joseph Kriehuber 1849

Heinrich Ritter Hentzi von Arthurm (* 24. Oktober 1785 in Debreczin; † 21. Mai 1849 in Budapest (Ofen)) war ein österreichischer Generalmajor.

Leben[Bearbeiten]

Hentzi von Arthurm trat am 1. September 1804 in österreichische Dienste und war zunächst bei den technischen Verbänden, dem so genannten Geniekorps. Er wurde bereits am 1. September 1805 zum Oberleutnant und am 1. März 1809 Kapitänleutnant befördert.

Er nahm in den Befreiungskriegen an den Feldzügen gegen Napoléon Bonaparte teil. Zu Beginn des Krieges war er in der Festung Olmütz stationiert. Später wurde er zum Ausbau der Festung von Komorn abkommandiert. Er nahm dann einen einigen Operation bei der Insel Schütt, wofür er von den Generalen Hessen-Homburg und Wimpfen gelobt wurde. Im Januar 1814 war er bei der Blockade von Auxonne dabei, sowie an den Gefechten von St. George, Lyon und Voreppe. Nach dem Krieg wurde er am 5. Juli 1828 zum Major befördert, am 23. Juni 1834 zum Oberstleutnant und am 19. März 1841 zum Oberst. A, 16. August 1842 wurde er zum Kommandanten des Sappeur-Korps. Für seine Leistungen wurde er am 17. Juni 1844 unter dem Name von Arthrum in den erblichen Adelsstand erhoben. Danach am 9. Mai 1848 wurde er zum Generalmajor ernannt. Er diente noch drei Monate als Brigadier unter dem Feldmarschall-Leutnant Schlick in Krakau, bevor er als Kommandant in die Festung Peterwardein versetzt wurde. Dort übernahm er am 222. September 1848 das Kommando.

Während des ungarischen Aufstandes wurde er am 21. Oktober unter Aufsicht gestellt, da er sich weigerte, zur ungarischen Seite zu wechseln. Am 17. Dezember wurde er unter Bewachung nach Budapest gebracht, um ihm den Prozess zu machen. Jedoch rückte im Januar 1849 Feldmarschall Windischgrätz[1][2]in Budapest ein, und Hentzi wurde befreit. Der Feldmarschall machte in zum Stadtkommandanten und Kommandeur der der Festung Ofen. Die Festung war bereits teilweise in desolatem Zustand, Hentzi sollte sie wieder in Schuss bringen.

Nachdem die kaiserliche Armee abgezogen war, erschienen am 3. Mai 1849 die Aufständischen vor der Festung. Es gelang Hentzi von Arthurm, 20 Sturmangriffe der Aufständischen abzuwehren, bis dann am 21. Mai 1849 die Ungarn die Mauern doch noch ersteigen konnten. Bei diesen Gefechten wurde Hentzi tödlich verwundet und starb 15 Stunden später. Immerhin hatte er mit 5.000 Mann Verteidigungstruppen gegen 30.000 anstürmende Ungarn 17 Tage lang die Festung halten können.

1850 wurde Hentzi postum das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresia-Ordens verliehen.[3]

Familie[Bearbeiten]

Hentzi war verheiratet. Sein einziger Sohn Heinrich diente ebenfalls bei der Genietruppe. Auf Grund des tapferen Verhaltens des Generals erhielt seine Witwe ein Geldgeschenk von 1000 Gulden und die doppelte Pension.

Hentzi-Denkmal in Budapest[Bearbeiten]

Hentzi Denkmal im Schloss Buda

1852 wurde auf Betreiben des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. ein großes Hentzi Denkmal errichtet, was bei den ungarischen Nationalisten großen Unmut erregte. So wurde es 1898 vom ursprünglich prominent angelegten Aufstellungsort am Dreifaltigkeitsplatz in Buda entfernt und in die Kadettenschule im Stadtteil Hüvösvölgy versetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Hentzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, Wien 2007, S. 69 auf oesta.gv.at, abgerufen am 26. April 2013
  2. ÖBL, S. 246
  3. Jaromir Hirtenfeld: Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, Kaiserliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1857, S. 1753–1754.