Helmut-Schön-Sportpark

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Helmut-Schön-Sportpark
Helmut-Schoen-Sportpark tribuene.jpg
Tribüne
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Wiesbaden, Deutschland
Koordinaten 50° 4′ 10,9″ N, 8° 15′ 25,9″ O50.0696916666678.2571861111111Koordinaten: 50° 4′ 10,9″ N, 8° 15′ 25,9″ O
Eigentümer Stadt Wiesbaden
Eröffnung 1907
Kapazität 11.000
Verein(e)

SV Wiesbaden, Wiesbaden Phantoms

Gegengerade
Rückseite der alten Tribüne

Der Helmut-Schön-Sportpark, vormals Stadion an der Berliner Straße, in Wiesbaden ist ein Stadion für ca. 11.000 Zuschauer und damit neben der Brita-Arena auf dem Stadiongelände Berliner Straße das größte Stadion der hessischen Landeshauptstadt. Im Sportpark werden Fußball-, Leichtathletik- und American-Football-Veranstaltungen ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Helmut-Schön-Sportpark wurde bereits im Jahre 1907 in Eigenregie des SV Wiesbaden errichtet und feierte 2007 sein einhundertjähriges Bestehen. Die Besitztümer gingen in den Wirren des Zweiten Weltkrieges an die Stadt Wiesbaden über. Im September 2009 wurde das Stadion in Andenken an den Fußballtrainer Helmut Schön in Helmut-Schön-Sportpark umbenannt.[1]

Es befindet sich zwischen der Berliner Straße (B 54) im Norden, dem Gustav-Stresemann-Ring (einem Teil des 1. Stadtrings) im Westen und der Wettiner Straße im Süden. Der Haupteingang des Stadions liegt in Richtung Berliner Straße mit angrenzendem kleinem Parkplatz. Nahe dem Stadion liegen das Berufsschulzentrum Wiesbaden und das Statistische Bundesamt.

Zum Sportgelände gehörten der Werferplatz (für Schlagball, Speer-, Diskus- und Hammerwurf), zwei Großfeld-Hartplätze, ein Kleinfeld-Hartplatz und etwas abseits zwei Sporthallen. Sämtliche Fußballplätze, außer dem Hauptrasenfeld, sowie der Werferplatz fielen dem Neubau der Brita-Arena zum Opfer, so dass die Jugendmannschaften des SV Wiesbaden, die SKG Karadeniz sowie die dort ebenfalls beheimateten Leichtathletikteams sich eine neue Bleibe suchen mussten. Im Zuge des Baus der Brita-Arena, wurde ein vorhander Hartplatz in einen Granulat-Kunstrasen der neusten Generation umgewandelt. 2008 wurde das alte Tribünendach abgerissen und durch ein neues Dach ersetzt. Es wurde ein neuer Werferplatz gebaut, auf dem alljährlich ein berühmtes Werfermeeting stattfindet.

Nutzung[Bearbeiten]

Mangels eines höherklassigen Fußballklubs war das Stadion recht unbekannt. Der höchstklassige Klub, der seine Spiele hier austrug, war der Landesligist SV Wiesbaden, der einst in der drittklassigen Oberliga Hessen spielte.

Der in Taunusstein beheimatete SV Wehen trug hier schon mehrmals Pokalspiele gegen höherklassige Gegner aus. 2005 trug auch der damalige Regionalligist 1. FC Eschborn sein DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor 3.500 Zuschauern hier aus. Außerdem fand im Juli 2004 ein Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln vor 6.000 Zuschauern statt.

Das Stadion wird auch für American Football genutzt. Es dient seit dem Jahr 2011 als Heimstätte der Wiesbaden Phantoms, die in der 1. Bundesliga (GFL) spielen. Im Rahmen der American-Football-Weltmeisterschaft fanden am 10. Juli 2003 die Halbfinalspiele im Helmut-Schön-Sportpark statt.

Bekanntestes Sportereignis im Wiesbadener Stadion war das alljährlich im Mai stattfindende Nationale Werfercup, bei dem schon die Diskus-Stars Lars Riedel, Jürgen Schult und Robert Harting antraten.

Der Wiesbadener Leichtathletik Verein trainiert hier und der HLV Kreis Wiesbaden-Rheingau-Taunus nutzt das Stadion für Kreismeisterschaften in der Leichtathletik.

Ansonsten dient das Stadion vorwiegend als Heimspielstätte des SV Wiesbaden. Weiterhin wird das Stadion als Sportstätte für die Wiesbadener Schulen als Austragungsort von Bundesjugendspielen genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DFB.de Wiesbadener Stadion wird zum „Helmut-Schön-Sportpark“. Zugriff am 8. September 2009.