Gmina Herby

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Herby
Wappen von Lubliniec
Herby (Polen)
Herby
Herby
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Lubliniec
Fläche: 50,47 km²
Geographische Lage: 50° 45′ N, 18° 53′ O50.75277777777818.8875Koordinaten: 50° 45′ 10″ N, 18° 53′ 15″ O
Höhe: 283 m n.p.m
Einwohner: 5100
Postleitzahl: 42-284
Telefonvorwahl: (+48) 34
Kfz-Kennzeichen: SLU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: CzęstochowaOpole
Schienenweg: CzęstochowaOpole
KatowiceGdynia
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Verwaltung (Stand: 2006)
Bürgermeister: Roman Alojzy Banduch
Adresse: ul. Lubliniecka 33
42-284 Herby

Herby ist eine Landgemeinde in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Polnischer und deutscher Name sind gleich.

Geschichte[Bearbeiten]

Herzjesukirche in Herby, erbaut 1938

Die Gemeinde wie auch der Kernort Herby liegen auf der Grenze der historischen Landschaften Kleinpolen und Schlesien. Damit gab es ein Schlesisch-Herby (Herby Śląskie), von den Schlesischen Kriegen Friedrichs des Großen bis 1922 Preußisch-Herby (Herby Pruskie), und ein Polnisch-Herby (Herby Polskie), von der Dritten Teilung Polens bis zum Ersten Weltkrieg Russisch Herby (Herby Ruskie).

Mit der Teilung Oberschlesiens kam der schlesische Teil von Herby vom Deutschen Reich an die Zweite Polnische Republik und gehörte darin zur Autonomen Woiwodschaft Schlesien.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Administrativ gegliedert ist die Gemeinde in die Orte:

  • Herby (Sitz der Gemeinde)
  • Lisów (Lissau)
  • Olszyna (Ollschin)
  • Kalina (Kallina)
  • Hadra
  • Chwostek
  • Tanina
  • Łebki

Weitere Siedlungen und Einzelhöfe sind:

  • Brasowe
  • Braszczok
  • Cztery Kopy
  • Drapacz
  • Głąby
  • Kierzki
  • Kolonia Lisów
  • Łęg
  • Mochała
  • Niwy
  • Oleksiki
  • Otrzęsie
  • Pietrzaki
  • Piłka
  • Pustkowi
  • Turza

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Recyclingwerk in Herby ist einer der größten Schrottsammler in Polen.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Herby Stare
Bahnhof Herby Nowe

Eisenbahn[Bearbeiten]

1892 bekam Herby einen Bahnanschluss auf preußisch-deutschem Gebiet nach Lublinitz (Lubliniec). Eine Grenzüberschreitende Bahnverbindung wurde hier erst 1903 verwirklicht, beeinträchtigt durch einen Spurwechsel; die russische Strecke von Kielce über Tschenstochau nach Herby wurde in Kapspur angelegt. Heute ist die Verbindung Częstochowa–Herby–Lubliniec–Opole eine normalspurige elektrifizierte Hauptbahn.

Mit dem Bau der Kohlenmagistrale, die westlich am Kernort vorbeiführt, entstand zusätzlich zum siedlungsnahen ehemals preußischen Bahnhof Herby Stare als Knotenpunkt der Bahnhof Herby Nowe.

Heute dient die Station Herby Stare nur noch dem Regionalverkehr der Przewozy Regionalne und das Gebäude des ehemaligen russischen Bahnhofs einen Kilometer östlich davon nicht mehr dem Bahnverkehr.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herby – Sammlung von Bildern