Herpersdorf (Dietenhofen)

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49.40194444444410.724166666667337Koordinaten: 49° 24′ 7″ N, 10° 43′ 27″ O

Herpersdorf
Höhe: 337 m
Einwohner: 140 (31. Dez. 2005)
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824

Herpersdorf ist ein Ortsteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten]

Herpersdorf liegt im Naturpark Frankenhöhe zwischen den Städten Nürnberg, Ansbach und Rothenburg ob der Tauber etwa drei Kilometer östlich von Dietenhofen. Das Dorf liegt am Altbach, einem linken Zufluss der Bibert. Die Flurnamen wie Hirtenacker, Neuwiesen und bei den Sauweisen weisen auf die ehemalige Beweidung hin.

Geschichte[Bearbeiten]

Herpersdorf wurde 1137 erstmals als Herphridesdorf urkundlich erwähnt. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Name über Herppffersdorf zu Herpersdorf.

Bereits im Jahr 1157 erwarb das Kloster Heilsbronn den Zehnt einiger Anwesen von der Pfarrei Markterlbach. Im Jahr 1402 befanden sich alle neun damals existierenden Anwesen im Besitz des Klosters. Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten acht dieser Anwesen. Nach 1650 siedelten sich in Herpersdorf Exulanten aus Österreich an.

Die ehemalige Zehntscheune steht noch in der Ortsmitte. Für einen Dorfhirten gab es bis in die 1960er ein Hirtenhaus. An der Stelle des Hirtenhauses steht jetzt das Feuerwehrhaus. Von 1157 bis 1971 gab es eine Getreidemühle. Herpersdorf hatte auch ein Brech- und ein Darrehaus (am Ortsrand in Richtung Oberschlauersbach), in dem Flachs gedörrt und gebrochen wurde. 1918 wurden beide Gebäude abgerissen, die Steine sollen zum Bau der Bibertbrücke verwendet worden sein. In dem 1907 erbauten Schulhaus wurden die Schüler aus Herpersdorf, Lentersdorf, Rothleiten und Oberschlauersbach unterrichtet.

Am 1. Januar 1970 wurde Herpersdorf in den Markt Dietenhofen eingegliedert.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1910: 142[2]
  • 1933: 164
  • 1939: 157[3]
  • 1987: 152[4]
  • 2005: 140[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Dietenhofen, nach Seubersdorf zur Staatsstraße 2245, nach Rothleiten zur Kreisstraße AN 24 und nach Oberschlauersbach zur AN 26.

Vom 22. Mai 1914 bis 26. September 1971 verkehrte die Bibertbahn, die bei Bedarf auch an einem Haltepunkt südlich von Herpersdorf hielt. Schon vor der Stilllegung des Zugverkehrs verband der Bahnbus den Ort mit Nürnberg und Fürth. Zum Start des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg im September 1987 wurde der Bahnbus als Linie 113 in den Verbund integriert.

Zum Schuljahresbeginn 1992 wurde die aus Dietenhofen kommende Schulbuslinie zur Staatlichen Realschule in Heilsbronn und zum Laurentius-Schulzentrum Neuendettelsau in die Buslinie 717 ab Neudorf umgewandelt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken.. Band 2. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1800, Sp. 603, DNB 790364298.
  •  Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. C. H. Beck, Nördlingen 1879, S. 329, DNB 940177943.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 535.
  2. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/neustadt.htm
  3. http://geschichte-on-demand.de/bay_neuaisch.html
  4. http://gov.genealogy.net/item/show/HERORFJN59IJ
  5. http://www.dietenhofen.de/php/ortsteile.php