Hessische Hausstiftung

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Die Hessische Hausstiftung (von 1928 bis 1986 Kurhessische Hausstiftung) ist eine Familienstiftung des Hauses Hessen, aus dem die früheren Landgrafen, Kurfürsten und Großherzöge von Hessen entstammten. Ihre Aufgabe ist der Erhalt der Kulturwerte des hessischen Fürstenhauses. Die Stiftung mit Sitz in Kronberg im Taunus bemüht sich darüber hinaus, das Andenken an die Landgrafen von Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt sowie an die Kurfürsten und Großherzöge von Hessen zu bewahren.

Gegründet wurde die Stiftung als Kurhessische Hausstiftung 1928, als die Weimarer Verfassung die Auflösung des fürstlichen Privatbesitzes forderte und der Besitz andernfalls verstaatlicht worden wäre.

Heute gehören der Stiftung neben dem als Familiensitz dienenden Schloss Wolfsgarten im hessischen Langen eine umfangreiche Kunstsammlung, die zu großen Teilen im stiftungseigenen Museum Schloss Fasanerie in Eichenzell ausgestellt ist, auch das Schloss Friedrichshof (Schlosshotel Kronberg) in Kronberg im Taunus, das Hotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main, das Weingut Prinz von Hessen in Johannisberg im Rheingau sowie mit dem Gut Panker landwirtschaftlicher Besitz in Schleswig-Holstein.

Bedeutendster Kunstbesitz war die Darmstädter Madonna. Diese wurde zu einem ungenannten Preis, der bei rund 50 Mio. Euro liegen soll, im Juli 2011 an den Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth verkauft.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten]

  1. R. M. Gropp: Holbein-Madonna – Deutschlands teuerstes Kunstwerk. In: FAZ vom 14. Juli 2011.