Hochschule Koblenz

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Hochschule Koblenz
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Gründung 1996
Trägerschaft staatlich
Ort Koblenz, Remagen, Höhr-Grenzhausen
Bundesland Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Präsident Kristian Bosselmann-Cyran
Studenten ca. 8.500 SS 2014[1]
Mitarbeiter 445
davon Professoren 151 [2]
Website www.hs-koblenz.de

Die Hochschule Koblenz (ehemals Fachhochschule Koblenz) ist eine staatliche Fachhochschule in Rheinland-Pfalz. Sie wurde 1996 gegründet, die Wurzeln der heutigen Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik in Höhr-Grenzhausen reichen jedoch bis ins 19. Jahrhundert zurück[3].

Die Hochschule Koblenz bietet in ihren 6 Fachbereichen 55 Studiengänge an, davon 39 Bachelor-, 13 Master-, 1 MBA-Studiengang mit 9 Vertiefungsrichtungen sowie 2 Fachhochschulzertifikatsstudiengänge. Insgesamt werden 6 Fernstudiengänge und 9 duale Studiengänge angeboten. [4]

Standorte[Bearbeiten]

Die Hochschule Koblenz ist in drei Standorte aufgeteilt:

RheinMoselCampus Koblenz
Moderne Architektur_RheinMoselCampus
Hörsaal am RheinMoselCampus
Bibliothek am RheinMoselCampus
Außenbereich RheinMoselCampus

RheinMoselCampus Koblenz-Karthause[Bearbeiten]

Am Standort RheinMoselCampus Koblenz-Karthause 50° 20′ 10″ N, 7° 34′ 10″ O50.3360388888897.5695694444444 sind neben der Hochschulleitung und -verwaltung die folgenden Fachbereiche untergebracht:

  • Ingenieurwesen mit den Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Wirtschaftswissenschaften (ehemals Betriebswirtschaft)
  • Bauwesen mit den Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Architektur
  • Sozialwissenschaften (ehemals Sozialwesen)

Zum Campus gehören ein Studentenwohnheim und eine Kindertagesstätte. In Kooperation mit der Universität Koblenz bietet die Hochschule einen Studiengang Lehramt an Berufsbildenden Schulen (FB Ingenieurwesen bzw. FB Bauwesen) an, der mit einem Master of Education abgeschlossen wird.

Fachbereich Ingenieurwesen[Bearbeiten]

Im Fachbereich Ingenieurwesen - Fachrichtung Elektrotechnik und Informationstechnik - werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: Dezember 2013):

  • Elektrotechnik (B.Eng.),
  • Dualer Studiengang Elektrotechnik (B.Eng.),
  • Informationstechnik (B.Eng.),
  • Dualer Studiengang Informationstechnik (B.Eng.),
  • Mechatronik (B.Eng.),
  • Dualer Studiengang Mechatronik (B.Eng.),
  • Wirtschaftsingenieur Elektrotechnik (B.Sc.),
  • Lehramt an berufsbildenden Schulen - Berufliche Fachrichtung Elektrotechnik (B.Ed./M.Ed.) sowie
  • Systemtechnik (M.Eng.).


Im Fachbereich Ingenieurwesen - Fachrichtung Maschinenbau - werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: Dezember 2013):

  • Maschinenbau (B.Eng.),
  • Dualer Studiengang Maschinenbau (B.Eng.),
  • Entwicklung und Konstruktion (B.Eng.),
  • Wirtschaftsingenieur Maschinenbau (B.Sc.),
  • Mechanical Engineering (M.Eng.) sowie
  • Lehramt an berufsbildenden Schulen - Berufliche Fachrichtung Metalltechnik (B.Ed./M.Ed.)

Fachbereich Wirtschaftswissenschaften[Bearbeiten]

Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: Dezember 2013):

  • Betriebswirtschaftslehre/Business Administration (B.Sc.),
  • dualer Studiengang Betriebswirtschaftslehre/Business Administration (B.Sc.),
  • Marketing and International Business (B.Sc.),
  • Mittelstandsmanagement (B.Sc.),
  • Wirtschaftsingenieur (B.Sc.),
  • Bauwirtschaftsingenieur (B.Sc.) sowie
  • Business Management (M.Sc.).

Fachbereich Bauwesen[Bearbeiten]

Im Fachbereich Bauwesen - Fachrichtung Bauingenieurwesen - werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: Dezember 2013):

  • Bauingenieurwesen (B.Eng.),
  • dualer Studiengang Bauingenieurwesen (B.Eng.),
  • Bauwirtschaftsingenieurwesen (B.Sc.),
  • Wasser- und Infrastrukturmanagement (B.Eng.),
  • Bauingenieurwesen (M.Eng.) sowie
  • Lehramt an berufsbildenden Schulen - Berufliche Fachrichtung Bautechnik und Holztechnik (B.Ed./M.Ed.)


Im Fachbereich Bauwesen - Fachrichtung Architektur - werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: Dezember 2013):

  • Architektur (B.A.) sowie
  • Architektur (M.A.)

Fachbereich Sozialwissenschaften[Bearbeiten]

Im Fachbereich Sozialwissenschaften werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: März 2012):

  • Soziale Arbeit (B.A.),
  • Soziale Arbeit - berufsbegleitender Online-Studiengang (B.A.),
  • Pädagogik der Frühen Kindheit - berufsbegleitender Fernstudiengang (B.A.),
  • Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt Frühe Kindheit - berufsbegleitender Fernstudiengang (B.A.),
  • Bildung und Erziehung - dualer Fernstudiengang (B.A.),
  • Advanced Professional Studies - internetgestützter Fernstudiengang (M.A.) sowie
  • Betriebliche Altersversorgung (Zertifikatsstudium)


RheinAhrCampus in Remagen
RheinAhrCampus von oben - zu sehen sind auch Wohnheim, Kita, Beachvolleyballfeld, Tennisanlage sowie Teile von Freibad und Sportplatz
Mensa Außenbereich und Recreation Area
Bibliotheksgebäude bei Nacht

RheinAhrCampus Remagen[Bearbeiten]

Der RheinAhrCampus 50° 34′ 22″ N, 7° 15′ 12″ O50.5726694444447.2534388888889 mit zurzeit 2.700 Studierenden (Stand: Wintersemester 2013/2014) wurde 1998 im Rahmen des Berlin/Bonn-Gesetz als neuer Standort der Hochschule Koblenz in Remagen gegründet und umfasst zwei Fachbereiche. Der Campus liegt unmittelbar am Rhein und in der Nähe der Ahr (Google Maps), zum Campusgelände gehört ein Studentenwohnheim, das Platz für 102 Studierende bietet und zu dem eine Kindertagesstätte für die Kinder der Studierenden gehört. Ausgleichssport ermöglicht eine auf dem Campus befindliche Beach-Volleyball-Anlage; außerdem befinden sich in unmittelbarer Nähe eine Tennis-Anlage, ein Fußballplatz, ein Freibad und eine Reitschule.

Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften[Bearbeiten]

Der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bietet die B.A.-Studiengänge

  • Logistik und E-Business,
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft und
  • Sportmanagement

sowie den M.A.-Studiengang

  • Betriebswirtschaftslehre mit den Vertiefungsrichtungen Logistik und E-Business, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Sportmanagement

sowie ein berufsbegleitendes MBA-Fernstudienprogramm mit neun wählbaren Schwerpunkten und ein Zertifikatsstudium an.

Fachbereich Mathematik und Technik[Bearbeiten]

Der Fachbereich Mathematik und Technik bietet die B.Sc-Studiengänge

  • Biomathematik,
  • Wirtschaftsmathematik
  • Optik und Lasertechnik,
  • Medizintechnik,
  • Sportmedizinische Technik,
  • Technomathematik,


sowie die M.Sc-Studiengänge

  • Applied Physics und
  • Applied Mathematics

an (als Vollzeitstudium).

Fernstudium[Bearbeiten]

Seit 2003 bietet die Hochschule Koblenz am RheinAhrCampus ein berufsbegleitendes MBA-Fernstudienprogramm mit den neun Schwerpunkten

  • Marketing
  • Produktionsmanagement
  • Logistikmanagement
  • Sanierungsmanagement
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • Tourismusmanagement
  • Unternehmensführung/Finanzmanagement
  • Leadership und
  • Sportmanagement

an.

WesterwaldCampus Höhr-Grenzhausen
Ingenieurwesen: Werkstofftechnik Glas und Keramik
Institut für Künstlerische Keramik und Glas
Institut für Künstlerische Keramik und Glas

WesterwaldCampus Höhr-Grenzhausen[Bearbeiten]

Die Wurzeln der keramischen Ausbildung der Fachhochschule Koblenz am Standort Höhr-Grenzhausen 50° 25′ 57″ N, 7° 39′ 56″ O50.4324166666677.6654972222222 reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Heute sind dort die Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik und das Institut für Künstlerische Keramik und Glas angesiedelt. Durch Kooperationen mit keramischen Einrichtungen in der unmittelbaren Nachbarschaft (z. B. dem Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe Glas/Keramik GmbH/Feurfestinstitut ab 2010) ergeben sich für Studierende weitere Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. An diesem Standort sind eine Fachrichtung des Fachbereichs Ingenieurwesen und ein Institut beheimatet:

  • Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik
  • Institut für Künstlerische Keramik und Glas

Fachbereich Ingenieurwesen[Bearbeiten]

Im Fachbereich Ingenieurwesen - Fachrichtung Werkstofftechnik Glas und Keramik - werden folgende Studiengänge angeboten (Stand: März 2012):

  • Werkstofftechnik Glas und Keramik (B.Eng.) sowie
  • Ceramic Science and Engineering (M. Eng.).

IKKG (Institut für Künstlerische Keramik und Glas)[Bearbeiten]

Das Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) ist eine zentrale künstlerische und wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschule Koblenz. Es werden folgende künstlerische Studiengänge angeboten (Stand: März 2012):

  • Freie Kunst Keramik / Glas (B.F.A.) sowie
  • Freie Kunst Keramik / Glas (M.F.A.).

Geschichte der Hochschule[Bearbeiten]

Mit Ausnahme des Studienganges „Werkstofftechnik Glas und Keramik“, dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, liegen die Anfänge der Hochschule Koblenz in der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Viele Wohnungen und Industriebetriebe waren damals zerstört, der Bedarf an Gebrauchsgütern aller Art sehr groß. Für den Wiederaufbau mangelte es an ausgebildeten Technikern und Ingenieuren.

Um den Mangel an Bauingenieuren und Architekten zu beheben, gründete die Stadt Koblenz im Herbst 1948 eine Bauschule. Zwei behelfsmäßig hergerichtete Räume im ehemaligen Antonius-Kolleg des Kapuzinerklosters in Ehrenbreitstein dienten als erste Ausbildungsstätte. Mit Wirkung vom 15. September 1949 wurden die „Technischen Fachkurse Andernach“ und die Bauschule zusammengeführt und die sog. „Vereinigten Technischen Lehranstalten Koblenz“ nahmen zum Wintersemester 1949/50 den Lehrbetrieb auf. Elf hauptamtliche und sechs nebenamtliche Lehrkräfte unterrichteten in den drei Abteilungen Hochbau, Tiefbau und Maschinenbau insgesamt rund 300 Studenten. Zum Wintersemester 1951/52 kam die Fachrichtung Elektrotechnik hinzu.

Anfang der 70er Jahre entstand die Fachhochschule Rheinland-Pfalz, in welche die zwischenzeitlich verstaatlichte Koblenzer Ingenieurschule als eine von insgesamt sieben Abteilungen integriert wurde.

Im Zuge der Umstrukturierung erweiterte man 1971 das bisher rein technisch orientierte Lehrangebot um die Fachbereiche Betriebswirtschaft I und II sowie Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Außerdem wurde die bisher selbständige Keramikausbildung in Höhr-Grenzhausen (seit 1879 „Keramische Fachschule“, 1953 „Höhere Fachschule“, 1957 „Ingenieur- und Werkschule“) 1971 als Fachbereich „Keramik“ der Abteilung Koblenz angegliedert. 1987 wurde das des Instituts für Künstlerische Keramik in Höhr-Grenzhausen gegründet. Seit dem 1. September 1996 existiert die Fachhochschule Rheinland-Pfalz nicht mehr. Sie wurde in sieben eigenständige Fachhochschulen in Bingen, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Trier und Worms umgewandelt.[5]

Aufgrund einer Bürgerinitiative Ende 1987/Anfang 1988 wurde auf die zunächst beabsichtigte Erweiterung am Standort Alt-Karthause verzichtet und im Januar 1996 schließlich der Grundstein für den ersten Bauabschnitt des dringend notwendigen Neubaus gelegt. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit fanden die Fachbereiche „Maschinenbau“, „Elektrotechnik und Informationstechnik“ in dem neuen Gebäude an der Konrad-Zuse-Straße eine neue Heimat.

Ebenfalls zum Wintersemester 1998/99 nahm die Fachhochschule Koblenz an ihrem neuen Standort in Remagen den Lehrbetrieb auf. Der RheinAhrCampus, der mit Mitteln des Bonn/Berlin-Ausgleichs finanziert wurde, ging mit den Studiengängen Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Sportmanagement und Physikalische Technik an den Start. Im Wintersemester 1999/2000 folgten dort die Studiengänge Technische Betriebswirtschaft und Angewandte Mathematik.

Mit dem ersten Spatenstich wurde am 6. September 2005 der Startschuss für den rund 48 Millionen Euro teuren zweiten Bauabschnitt in Koblenz gegeben. Am 25. November 2009 wurde mit der Einweihung dieses zweiten Bauabschnitts auf der Karthause ein weiterer Meilenstein erreicht. Damit sind alle vier Koblenzer Fachbereiche und die Verwaltung in einem Gebäudekomplex vereint.

Am 17. Juli 2012 wurde die Fachhochschule Koblenz in Hochschule Koblenz umbenannt, behält aber weiterhin der Status einer Fachhochschule.

Hochschulleitung[Bearbeiten]

  • Walter Mischke (1947 bis Juli 1971: Direktor der Staatlichen Ingenieurschule Koblenz und ihrer Vorgängereinrichtungen, bis ca. Juli 1972: Beauftragter in der Funktion des Präsidenten für die Fachhochschule des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz)
  • Alfons Fabry (Juli 1972 bis November 1983: Erster Abteilungsdekan der Abteilung Koblenz der Fachhochschule Rheinland-Pfalz)
  • Hans-Dieter Kirschbaum (15. November 1983 bis 14. November 1991: Abteilungsdekan der Abteilung Koblenz der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, 1. August 1997 bis 31. Juli 2001: Erster gewählter Präsident der Fachhochschule Koblenz)
  • Helmut Schäfer (15. November 1991 bis 31. August 1996: Abteilungsdekan der Abteilung Koblenz der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, 1. September 1996 bis 31. Juli 1997: Gründungsbeauftragter in der Funktion des Präsidenten für die selbstständige Fachhochschule Koblenz. Des Weiteren Gründungsbeauftragter für den neuen Fachhochschulstandort Kreis Ahrweiler (RheinAhrCampus).)
  • Peter Frings (1. August 2001 - 7. April 2002: „Vorläufiger Präsident“ der Fachhochschule Koblenz, 8. April 2002 - 7. April 2008: Präsident der Fachhochschule Koblenz)
  • Ingeborg Henzler (8. April 2008 - 31. August 2011: Präsidentin der Fachhochschule Koblenz)
  • Kristian Bosselmann-Cyran (Seit 1. September 2011: Präsident der Fachhochschule Koblenz)

[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage der Hochschule Koblenz/Kurzportrait (abgerufen am 16. April 2014)
  2. Auskunft der Personalabteilung der Hochschule vom 27. Januar 2014
  3. Hochschule Koblenz: Chronik. Homepage der HS Koblenz, 13. Dezember 2013.
  4. Presse / Allgemeine Informationen / Studienangebot. Homepage der HS Koblenz, 16. Dezember 2013.
  5. Fritz Cron: Von den Anfängen bis zur Gründung der FH. - Die Entwicklung der technischen Fachbereiche der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung Koblenz -, Herausgeber: Förderkreis der Abteilung Koblenz der Fachhochschule Rheinland-Pfalz (FHK) 1991.
  6. FH Koblenz: Junge Hochschule mit Tradition. - Zur Geschichte der Fachhochschule Koblenz -.