Ifrit

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Ifrit (arabisch ‏عفريت‎, DMG ʿIfrīt Plural: ‏عفاريت‎ / ʿAfārīt; abgeleitet von ʿafar / ‏عفر‎ / ‚Staub‘), auch Afrit, Afarit oder Efreet (alte Schreibweise), ist ein arabisches Geistwesen, das aus Feuer geschaffen wurde und angeblich das Leben der Menschen sowohl auf gute als auch auf böse Art und Weise beeinflussen kann. Die Afarit gehören zu den Dschinn und sind Dämonen, die überwiegend in der (analog zum Himmel) siebenstufigen Unterwelt leben. Sie sind ausgestattet unter anderem mit Hörnern, Löwenklauen oder Eselshufen.

Die Vorstellungen über die Erscheinungsformen der Afarit sind unterschiedlich, allgemein gelten sie als sehr stark, sie können sieben Köpfe besitzen oder als muskelbepackte junge Männer auftreten. Der Begriff Ifrit wird nach älteren Darstellungen auf Rachegeister angewendet, die Mörder und Verbrecher heimsuchen und sie bestrafen. Sie seien Geister von Ermordeten, die aus dem Totenreich zurückkehren, um sich an dem Mörder zu rächen. Sie würden als Rauchsäule am Ort des Mordes erscheinen.

Die zu den Dschinn gehörenden Afarit werden dagegen nicht mit Totengeistern in Verbindung gebracht, bedrohliche Totengeister haben keinen altarabischen Ursprung. Im Koran wird ein Ifrit in Sure 27:39 als mächtiger Dschinn eingeführt.[1]

Selten haben Dschinn und Afarit hinreichend ausformulierte Eigenschaften, um über eine Individualität und einen eigenen Namen zu verfügen. Zu den Ausnahmen zählt der in Marokko gefürchtete und verehrte weibliche Besessenheitsgeist Aisha Qandisha.

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In der Erzählungssammlung Tausendundeine Nacht wird berichtet, dass Suleymān (Salomo, Sohn von König David) diejenigen Ifrit bestrafte, die sich dem Dienst an Gott nicht unterwerfen wollten. Sie wurden deshalb in Krüge eingesperrt, die mit einem bleiernen Siegel verschlossen waren, auf denen der Name Gottes aufgedruckt war. Ähnliche Überlieferungen erscheinen in der Ars Goetia.

In Videospielen[Bearbeiten]

In modernen Videospielen erscheinen Ifrit vor allem in den verschiedenen Versionen der japanischen Serie Final Fantasy, oder auch bei Hexen (Computerspiel). Dort sind sie als Beschwörungswesen (engl. Summons) dem Element Feuer zugeordnet, neben anderen mythologischen Figuren wie Shiva dem Eis. Außerdem gibt es in einigen älteren Editionen des Sammelkartenspiels Magic the Gathering den Kreaturentyp Ifrit.

Ebenfalls kann man im 3. Teil der Reihe Heroes of Might and Magic die Ifrit (Efreet) und auch Efreet Sultans wiederfinden, die als rote Feuerdämonen mit Hörnern, bzw. Turban auf dem Kopf (Efreet Sultans), menschlichem Oberkörper und einem Feuerwirbel statt Beinen dargestellt werden, im Gegensatz zu ihren Erzfeinden, den Dschinns, die analog statt Beinen eine Art Eiswirbel haben.

Ebenfalls kommt das Wort Ifrit im Videospiel ArmA 3 vor, dort gibt es ein gepanzertes Militärfahrzeug mit dem Namen Ifrit.

In der Belletristik[Bearbeiten]

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In der Bartimäus-Trilogie von Jonathan Stroud sind Afriten (Ifriten) Teil einer Kategorisierung von „Wesenheiten” des „anderen Ortes”. Diese Wesen unterteilen sich in einer Rangfolge von vergleichsweise niederen Wesen wie Kobolden über Foliots und Dschinn bis zu den Afriten (Ifriten) und Mariden. Strouds Afriten (Ifriten) leben in einer Welt, die sich „der Andere Ort” nennt.

In Ralf Königs Comic Der Zauber des Schabbar (2005, Teil 1 von Dschinn Dschinn) ist der Ifrit Schabbar der Liebhaber des indischen Damenschuh-Designers Salmonella.

In der Trilogie Die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare sind Ifriten Hexenmeister, die keine Magie beherrschen.

In der Buchreihe Die Kinder des Dschinn von Philip Kerr sind die Ifrit der schlimmste Dschinnstamm.

In der Trilogie Die Sturmkönige beschreibt Kai Meyer die Ifrit als friedfertige Wunschdschinn, denen es großes Vergnügen bereitet, den Menschen alberne Streiche zu spielen. Je nach Laune sind die Ifrit in der Lage, den Menschen drei Wünsche zu gewähren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edward Westermarck: Ritual and Belief in Morocco. Band 1, Macmillan and Co., London 1926, S. 263f, 371, 387