Immer Ärger mit Bernie

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Filmdaten
Deutscher Titel Immer Ärger mit Bernie
Originaltitel Weekend at Bernie’s
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1989
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ted Kotcheff
Drehbuch Robert Klane
Produktion Victor Drai
Musik Andy Summers
Kamera François Protat
Schnitt Joan E. Chapman
Besetzung

Immer Ärger mit Bernie (Originaltitel Weekend at Bernie’s) ist eine schwarze Komödie des US-amerikanischen Regisseurs Ted Kotcheff aus dem Jahr 1989.

Handlung[Bearbeiten]

Larry Wilson und Richard Parker, beide Angestellte einer großen amerikanischen Versicherungsgesellschaft, finden nach einer Bilanzprüfung Ungereimtheiten in der Buchhaltung der Firma. Als sie dies ihrem Boss Bernie Lomax mitteilen, ist dieser scheinbar begeistert von dem Engagement der beiden Mitarbeiter und lädt sie darauf hin zu einem Wochenende in seinem Strandhaus ein. Die beiden wissen allerdings nicht, dass Bernie selbst hinter diesen Ungereimtheiten steckt und sich durch sie bereichert hat. Aus Angst vor Entdeckung verlangt Bernie von dem ebenfalls in die Sache verwickelten Mafia-Boss Vito die Ermordung der beiden Männer. Der Mafioso beschließt jedoch stattdessen, Bernie vom Killer Paulie umbringen zu lassen, da auch dies ihn selbst vor Entdeckung schützt und Bernie eine Affäre mit seiner Frau Tina hat.

Als Larry und Richard in dem Strandhaus ankommen, wurde Bernie bereits von Paulie vergiftet. Letzterer hat die Leiche so hergerichtet, dass es wie ein Selbstmord aussieht. Durch Zufall finden Larry und Richard nicht nur die Leiche, sondern auch ein auf dem Anrufbeantworter gespeichertes Gespräch, in dem Bernie dem Killer Anweisungen zu ihrer Tötung gibt. Da Bernie in dem gespeicherten Gespräch vom Killer verlangte, erst loszuschlagen, wenn er selbst abgereist ist, schleppen die beiden von nun an den toten Bernie mit sich umher und versuchen, dessen Tod zu verbergen. Dabei werden sie in haarsträubende Abenteuer sowohl mit den eintreffenden weiteren Gästen, darunter der jungen Gwen, verwickelt. Zudem versucht Paulie immer wieder, den scheinbar noch lebenden Bernie endlich umzubringen. Am Ende gelingt es Larry und Richard jedoch, Paulie zu überwältigen.

Als sie nach dem Eintreffen der Polizei zusammen mit Gwen erleichtert am Strand sitzen, rollt die Bahre mit Bernies Leichnam durch ein Versehen den Steg hinab, Bernie kullert herunter und landet in sitzender Haltung hinter den dreien, die schreiend aufspringen und davonlaufen.

Kritik[Bearbeiten]

Makabrer Ulk; in seiner Machart anspruchsloser und wesentlich derber als die Hitchcock-Variation 'Immer Ärger mit Harry'.

Lexikon des internationalen Films [1]

So hat diese flügellahme Komödie außer der vielversprechenden Grundidee (…) wenig zu bieten. Einzig Terry Kiser, der je töter, desto besser, mit unglaublicher Körperbeherrschung die haltlose Leiche mit dem süffisanten Lächeln spielt, vermag dem Film noch ein wenig Leben einzuhauchen.

epd Film: [2]

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Film ist eine Variation der Hitchcock-Komödie Immer Ärger mit Harry aus dem Jahre 1955.
  • Der Film kostete 15 Millionen US-Dollar und spielte 30 Millionen US-Dollar wieder ein[3].
  • Ursprünglich sollte Andrew McCarthy die Rolle des Richard spielen, aber als er das Drehbuch las, verliebte er sich in die Rolle des Larry, die er schließlich auch bekam.
  • Regisseur Ted Kotcheff hat einen Cameo-Auftritt als Richards Vater Jack, der seinen Sohn nachts mit Gwen erwischt, als er sich (nur mit Shorts bekleidet) ein Bier aus dem Kühlschrank holt.
  • Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in und nahe der Hafenstadt Wilmington in North Carolina statt. Bernies Haus wurde lediglich als Kulisse am Strand des nahen Fort Fisher State Recreation Area errichtet und nach dem Ende des Drehs wieder entfernt. Als Hampton Island fungierte im Film die südlich von Wilmington gelegene Insel Bald Head Island (auch als Smith Island bekannt), die ein beliebter Ort für Ruheständler ist und deren kleiner Fährhafen die ideale Kulisse bot. Wahrzeichen des Hafens ist der Old Baldy genannte, außer Dienst gestellte Leuchtturm aus dem Jahre 1817, den Richard und Gwen bei ihrem nächtlichen Strandspaziergang besteigen. Der Bootssteg, an dem Larry und Richard mit Bernies Boot starten, ist der Steg des Bridge Tender Restaurant am Wrightsville Beach von Bald Head Island.
  • In Bernies Wochenendhaus bestaunt Richard ein großformatiges Bild von Roy Lichtenstein („Großer Gott! Das ist ein Lichtenstein!“). Hierbei handelt es sich um das Werk Reclining Bather aus dem Jahre 1977. Im November 2002 wechselte das Original bei einer Sotheby’s-Auktion in Los Angeles für 2.099.500 US-Dollar den Besitzer.[4]
  • Die Simpsons-Folge Weekend at Burnsie’s (13x16) nimmt im Titel Bezug auf den englischen Originaltitel des Films. In einer Episode von Friends wird Immer Ärger mit Bernie als Rachels (Jennifer Aniston) Lieblingsfilm erwähnt. Darüber hinaus listet die Internet Movie Database mittlerweile über 30 verschiedene Filme bzw. Serienfolgen auf, die vom Titel oder Inhalt her mehr oder minder deutlich auf Immer Ärger mit Bernie anspielen. Außerdem wird der Film in mehreren Folgen von How I Met Your Mother, vor allem von der Figur des Barney, angesprochen.
  • Das Musikvideo zu dem Lied Danke der Band Die Fantastischen Vier lehnt sich ebenfalls an den Film an.
  • Im Musikvideo des Songs Aiii Shot The DJ der deutschen Band Scooter erschießen die als Putztrupp in einer Diskothek arbeitenden Bandmitglieder versehentlich den Resident-DJ DJ Helge (gespielt von Helge Schneider) mit einem Sektkorken. Um seinen Tod zu vertuschen, binden sie sich mit Seilen jeweils links und rechts an seine Beine und Arme und lassen ihn dann weiterhin in der Disco „auflegen“. Die weitere Handlung des Videos erinnert stark an Larry und Richards Vorgehensweise im Film.[5]

Fortsetzung[Bearbeiten]

Im Jahr 1993 erschien die Fortsetzung Wieder Ärger mit Bernie (Weekend at Bernie’s II).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.film-lexikon.de
  2. epd Film 1/1990
  3. http://powergrid.thewrap.com/project/weekend-bernies
  4. http://www.thecityreview.com/f02sco1.html
  5. http://www.youtube.com/watch?v=dIDDkmxv0tA