Ion Lăpușneanu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Ion Lăpușneanu
Spielerinformationen
Voller Name Ion Lăpușneanu
Geburtstag 8. Dezember 1908
Geburtsort BukarestRumänien
Sterbedatum 25. Februar 1994
Position Torwart
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1926–1928
1928–1929
1929–1931
1931–1935
1935–1937
1937–1938
Venus Bukarest
Banatul Timișoara
Sportul Studențesc
Venus Bukarest
CFR / Rapid Bukarest
Gloria CFR Galați
0
0
0
32 (0)
12 (0)
0
Nationalmannschaft
1929 – 1932 Rumänien 10 (0)
Stationen als Trainer
1942–1943
1946–1947
1947–1948
1948
1948–1949
1950
1952
?
?
Rumänien
Sporting Club Piteşti
Țesătoria Română Pitești
Politehnica Timișoara
CSU Timișoara
Flamura Roșie Pitești
Flacăra Ploiești
Jiul Petroșani
Dinamo Pitești
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ion „Jean“ Lăpușneanu (* 8. Dezember 1908 in Bukarest; † 25. Februar 1994) war ein rumänischer Fußballspieler und -trainer. Er spielte in der Divizia A und nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1930 teil.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Ion Lăpușneanu begann seine Karriere bei Venus Bukarest, für den er ab 1926 in der ersten Mannschaft eingesetzt wurde. 1928 wechselte er zu Banatul Timișoara, mit dem ihm die Qualifikation für das Halbfinale der rumänischen Fußballmeisterschaft 1928/29 gelang und für den er am 15. September 1929 gegen Bulgarien sein Debüt in der rumänischen Nationalmannschaft gab. Lăpușneanu wechselte anschließend zu dem damals zweitklassigen Bukarester Verein Sportul Studențesc, was ihm dennoch die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay ermöglichte. Er bestritt dort beide Spiele seines Landes. Zur Rückrunde der Saison 1931/32 kehrte Lăpușneanu zu seinem Heimatklub Venus Bukarest zurück, mit dem er 1932 und 1934 jeweils den rumänischen Meistertitel erringen konnte. Nachdem er in der Saison 1934/35 nur zweimal zum Einsatz kam, wechselte er zu CFR Bukarest, der sich ein Jahr später in Rapid Bukarest umbenannte. 1937 verließ er den Verein, um in der Divizia B bei Gloria CFR Galați zu spielen.

Zwischen 1929 und 1932 stand Lăpușneanu insgesamt 10 Mal im Tor der rumänischen Nationalmannschaft. Nach einer 0:5-Niederlage gegen Polen am 2. Oktober 1932 wurde er nicht mehr berücksichtigt.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Lăpușneanu betreute von 1942 bis 1943 in drei Spielen die rumänische Nationalmannschaft, ehe er von Emerich Vogl abgelöst wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte er seine Tätigkeit in der Divizia B bei Sporting Club Piteşti fort, der sich in der Saison 1947/48 für kurze Zeit in Țesătoria Română Pitești umbenannte. In der Folgesaison 1948/49 trainierte er den Aufsteiger Politehnica Timișoara in der Divizia A und führte den Klub, der sich im Laufe der der Vorrunde in CSU Timișoara umbenannt hatte, zum Klassenerhalt. 1950 kehrte er nach Pitești zurück und übernahm seinen ehemaligen Verein, der nach einer Saison unter der Bezeichnung I.T. Pitești inzwischen den Namen Flamura Roșie Pitești trug. In der Saison 1952 war er Cheftrainer von Flacăra Ploiești, stieg am Saisonende aber ab. Später betreute er noch die Erstligisten Jiul Petroșani und Dinamo Pitești, bevor er von 1965 bis 1966 bei der Federația Română de Fotbal, deren Ehrenmitglied er später wurde, als Trainer tätig war.

Sonstiges[Bearbeiten]

Nebenher war Lăpușneanu als Autor aktiv und veröffentlichte 1968 in der Editura Consiliului Național pentru Educație Fizică și Sport das erste rumänische Fachbuch für Fußballtorhüter unter dem Titel Jocul și antrenamentul portarului de fotbal. Außerdem war er 1974 einer der Co-Autoren des in der Editura Stadion erschienenen Buchs Fotbal – Jocul colectiv.[1] Lăpușneanu war gelernter Jurist und widmete sich nach 1970 seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Erfolge[Bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten]

  • WM-Teilnehmer: 1930
  • Balkan-Cup-Sieger 1929/31
  • Europapokalsieger der Fußball-Nationalmannschaften (Amateure): 1931/34
  • Rumänischer Meister: 1932, 1934

Literatur[Bearbeiten]

  •  Mihai Ionescu/Răzvan Toma/Mircea Tudoran: Fotbal de la A la Z. Mondocart Pres, Bukarest 2001, ISBN 973-8332-00-1, S. 267.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biblioteca Universității „Ștefan cel Mare” Suceava, abgerufen am 5. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]