Jean-Baptiste Nompère de Champagny

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Jean-Baptiste de Nompère de Champagny, 1º duc de Cadore

Jean-Baptiste Nompère de Champagny, 1. duc de Cadore, (* 4. August 1756 in Roanne; † 3. Juli 1834 in Paris), war ein französischer Staatsmann.

Biografie[Bearbeiten]

Nompère de Champagny wurde an der École de Cadets in La Flèche und der École militaire in Paris ausgebildet, und trat 1774 in die französische Marine ein, dort zeichnete er sich im Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg auf Seiten der Kontinentalarmee aus und wurde schon 1782 Linienschiffskapitän. 1787 heiratete er Victoire Blandine Hue de Grosbois (1770–1821). 1789 wurde er vom Adel von Forez zum Deputierten der Generalstände gewählt, und schloss sich dem dritten Stand an.

Während der Terrorherrschaft zog er sich in das Privatleben zurück, wurde aber bis zum 9. Thermidor ins Gefängnis geworfen. Nach dem 18. Brumaire ernannte ihn der Napoléon Bonaparte, der damals Erster Konsul war, zum Staatsrat im Conseil d’État. Im Juli 1801 ging er als Gesandter nach Wien. 1804 wurde er zum Innenminister, 1807 zum Außenminister ernannt.

Als Außenminister wirkte er besonders am Vertrag von Fontainebleau mit, welcher die Abdankung König Karls IV. von Spanien und Ferdinands VII. und die französische Invasion in Spanien zur Folge hatte. (siehe auch Koalitionskriege). 1808 wurde er von Napoleon zum Herzog von Cadore erhoben und hielt sich 1809 in Deutschland, besonders bei Jérôme Bonaparte in Kassel, auf. Champagny führte auch die Verhandlungen über den Frieden von Schönbrunn und die Vermählung mit Marie-Louise von Österreich.

1811 verlor er das Amt des Außenministers, als die Verhandlungen, Russland zur Teilnahme an der Kontinentalsperre gegen Großbritannien zu bewegen, nicht zum gewünschten Erfolg führten. Er erhielt aber bald die Intendantur der Krondomänen und wurde Senator. Während des Russlandfeldzugs fungierte er als Staatssekretär bei der Kaiserin Marie Luise, und 1814 beim Herannahen der Alliierten im Befreiungskrieg folgte er ihr nach Blois.

Nach Napoleons Rückkehr von Elba, wurde er zum Pair von Frankreich ernannt, und zog sich in der zweiten Restauration ins Privatleben zurück, bis ihn eine Ordonnanz von 1819 wieder in die Pairskammer berief.

Nachkommen[Bearbeiten]

De Champagny hinterließ vier Söhne:

Vorgänger Amt Nachfolger
Jean-Antoine Chaptal Innenminister von Frankreich
7. August 1804-9. August 1807
Emmanuel Crétet, comte de Champmol
Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord Außenminister von Frankreich
9. August 1807-17. April 1811
Hugues-Bernard Maret
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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