John Simm

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John Simm (2008)

John Ronald Simm (* 10. Juli 1970 in Leeds, West Yorkshire) ist ein britischer Schauspieler und Musiker.

Leben[Bearbeiten]

Simm wurde 1970 als Sohn von Brenda und Ronald Simm in Leeds geboren, verbrachte aber seine Kindheit in Nelson, Lancashire, wohin seine Familie zog, als er fünf Jahre alt war. Sein Vater, ein Musiker, begeisterte ihn schon früh für die Musik und erteilte ihm Gitarrenunterricht. Gemeinsam traten sie später als Us2 auf, wo Simm als Sänger und Gitarrist den Elvis-Presley-Song Wooden Heart sang, der zugleich auch seine Debütsingle war.[1]

Schauspielerische Karriere[Bearbeiten]

Während seiner Schulzeit an der Edge End School in Nelson entdeckte Simm seine Leidenschaft für das Schauspiel, als er an diversen Schulaufführungen teilnahm. 1986 besuchte er zunächst für drei Jahre das Drama College in Blackpool und später für weitere drei Jahre das Drama Centre London, wo er nach Konstantin Stanislawskis Method Acting die Schauspielerei erlernte. 1992 absolvierte er die Schauspielschule und debütierte noch im gleichen Jahr in kleineren Rollen in diversen Fernsehserien und -filmen. 1995 konnte er seine erste Hauptrolle in einem Film, dem Drama Boston Kickout, verbuchen, die ihm eine Auszeichnung beim Filmfestival in Valencia in der Kategorie Bester Schauspieler einbrachte.

Es folgten weitere Rollenangebote, wie die Rolle des Danny Kavanagh in Jimmy McGoverns BBC-Drama The Lakes, oder den Kinofilmen Human Traffic und Wonderland (1995). Seitdem gilt Simm als ein gefragter Darsteller für vorwiegend nationale Film- und Fernsehproduktionen.

In 24 Hour Party People spielte er 2002 Bernard Sumner, den Gitarristen von Joy Division und charismatischen Frontman von New Order.

Am bekanntesten ist Simm wahrscheinlich für seine Darstellung des Polizeiinspektors Sam Tyler in der Serie Life on Mars – Gefangen in den 70ern. Kurz darauf übernahm er in der britischen Science-Fiction Kultserie Doctor Who die Rolle des Erzbösewichtes The Master für fünf Folgen.

2007 kehrte Simm zum Theater zurück als der Titelcharakter in der Bühnenversion von Elling, einer Komödie über zwei Männer, die gerade aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wurden und sich ans normale Leben gewöhnen. Nach positiven Presseberichten und ausverkauften Vorstellungen wurde Simm in der Rolle für einen Olivier Award nominiert.[2][3]

Außerdem war Simm in der Fernsehserie Mad Dogs im Jahr 2011 ein weiteres mal neben Life on Mars-Co-Star Philip Glenister zu sehen. In Exile (2011), einer dreiteiligen BBC-Miniserie, spielte er einen erfolglosen Journalisten und den Sohn von Jim Broadbents Charakter, einem Journalisten mit Alzheimer.[4]

Persönliches[Bearbeiten]

Simm ist mit Schauspielkollegin Kate Magowan verheiratet, die mit ihm gemeinsam in 24 Hour Party People vor der Kamera stand. Das Paar hat zwei Kinder.[5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992: Rumpole of the Bailey (Fernsehserie, Gastauftritt)
  • 1993: Heartbeat (Fernsehserie, Gastauftritt)
  • 1995: Here Comes the Mirror Man (Fernsehfilm)
  • 1994: A Pinch of Snuff (Fernsehfilm)
  • 1994: Meat (Fernsehfilm)
  • 1995: Boston Kickout
  • 1995: Für alle Fälle Fitz (Cracker)
  • 1997: Diana & ich (Diana & Me)
  • 1997: The Locksmith (Fernsehserie)
  • 1997: The Lakes (Fernsehfilm)
  • 1998: Understanding Jane
  • 1999: Human Traffic
  • 1999: Wonderland
  • 1999: The Lakes (Fernsehserie)
  • 2000: Never Never (Fernsehfilm)
  • 2000: Forgive and Forget (Fernsehfilm)
  • 2002: White Teeth (Fernsehfilm)
  • 2002: 24 Hour Party People
  • 2002: Crime and Punishment (Fernsehfilm)
  • 2002: Miranda
  • 2002: Magic Hour (Fernsehfilm)
  • 2003: Mord auf Seite eins (State of Play, Fernsehserie)
  • 2004: Sex Traffic (Fernsehfilm)
  • 2004: Nero – Die dunkle Seite der Macht (Imperium: Nerone, Fernsehserie)
  • 2004: London (Fernsehfilm)
  • 2004: The All Star Comedy Show (Fernsehfilm)
  • 2004: Ten Minute Movie
  • 2005: Brothers of the Head
  • 2005: Blue/Orange (Fernsehfilm)
  • 2006: Life on Mars – Gefangen in den 70ern (Life on Mars, Fernsehserie)
  • 2006: Devilwood
  • 2007–2010: Doctor Who (Fernsehserie, 5 Episoden)
  • 2008: The Devil’s Whore (Miniserie)
  • 2011: Mad Dogs (Miniserie)
  • 2011: Exile (Miniserie)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJohn Simm UnOfficial WebSite. In: johnsimm.tripod.com. Abgerufen am 1. Mai 2011 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTheatre review: Elling. In: The Guardian. 1. Mai 2007, abgerufen am 6. Mai 2011 (englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBBC One Programmes: Exile. In: BBC. 2011, abgerufen am 6. Mai 2011 (englisch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format"Exile": Press PAck. In: BBC Press Office. 2011, abgerufen am 1. Mai 2011 (englisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCharlotte Williamson: The man who fell to earth. In: The Daily Telegraph. 5. August 2007, abgerufen am 1. Mai 2011 (englisch).