Johnny Rebel

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Johnny Rebel ist das Pseudonym des Rockabilly-/Swamp-Pop-/Country-Musikers Clifford Joseph „Pee Wee“ Trahan (* 3. Oktober 1938 in Moss Bluff, Louisiana, USA). Trahan verwendete dieses Pseudonym für Musik mit rassistischen Texten, die er vor allem während der 1960er Jahre auf J. D. „Jay“ Millers Label „Reb Rebel“ veröffentlichte.

Trahan verwendet in seinen Texten häufig das Wort Nigger und sympathisiert mit der Rassentrennung der Jim-Crow-Ära und dem Ku-Klux-Klan. Nahezu alle seine Lieder verunglimpfen Afroamerikaner und die Bürgerrechtsbewegung.

Die Aufnahmen zu den ersten zwölf Liedern unter dem Namen Johnny Rebel entstanden zwischen 1966 und 1969, als die Bürgerrechtsbewegung und die Black-Power-Bewegung auf ihrem Höhepunkt waren. Auf seiner ersten Single waren die Titel Looking for a Handout und Kajun Klu [sic!] Klux Klan . Neben offen rassistischen Liedern wie Nigger, Nigger oder Who Likes a Nigger erschienen auch zwei Titel, die sich anderen Themen widmen: Keep a Workin’ Big Jim beschreibt die Untersuchungen des Bezirksstaatsanwalts Jim Garrison zum Attentat auf John F. Kennedy und (Federal Aid Hell!) The Money Belongs to Us prangert die Subventionspolitik der USA an.

Zwei seiner Stücke wurden 1971 von Reb Rebel auf einer LP mit dem Titel For Segregationists Only veröffentlicht.

Nach 30 Jahren ohne Veröffentlichung erschien 2001 die CD Single Infidel Anthem (Fuck You, Osama Bin Laden!) als Reaktion auf die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA. Die bisher letzte Veröffentlichung war die CD It’s the Attitude, Stupid! im Jahr 2003.

Seine Lieder wurden von verschiedenen Rechtsrockbands nachgespielt, so diente zum Beispiel Coon Town als Vorlage für Kreuzberg von Landser.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Nick Pittman: Johnny Rebel Speaks; Artikel auf der Internetseite Gambit New Orleans News and Entertainment vom 10. Januar 2013; abgerufen am 10. Januar 2013 (englisch)