Josef Bugl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Josef Bugl (* 24. Dezember 1932 in Weiden in der Oberpfalz) ist ein deutscher Wissenschaftler und Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten]

In der Oberpfalz geboren, war der promovierte Atomforscher für die Europäischen Atomgemeinschaft von 1960 bis 1965 als Gastwissenschaftler in den USA und anschließend am Europäischen Kernforschungszentrum in Petten. 1972 ging Bugl zur BBC in Mannheim. Für die CDU, der er 1975 beigetreten war, wurde er 1976 in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt. Dort vertrat er den Wahlkreis Mannheim I und war bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Von 1980 bis 1987 war er Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Dort gehörte er dem Vorstand der CDU-Fraktion an und war Vorsitzender der Enquête-Kommission „Technikfolgen-Abschätzung“. Für die Bundestagswahl 1987 wurde er von seiner Partei auf einen hinteren Listenplatz gesetzt. Da er auch das Direktmandat im traditionell von der SPD dominierten Wahlkreis Mannheim I gegen Werner Nagel nicht gewinnen konnte, schied er aus dem Bundestag aus und arbeitete wieder bei der BBC.[1][2]

1992 wurde Bugl Professor an der Universität Chemnitz und war Mitbegründer der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Stuttgart. 1996 wurde er als Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen.[3] An der Technischen Universität München leitete er das Institut „Fortgeschrittene Systeme der Nachhaltigkeit“.[4]

Ehrenamtlich engagierte sich Bugl als Vorsitzender des Lions-Club Mannheim–Rhein-Neckar und Kuratoriumssprecher des Museumsvereins des Landesmuseums für Technik und Arbeit. Der CDU-Kreisverband Mannheim ernannte Bugl zum Ehrenvorsitzenden.[5] 1980 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Bugl lebt in Mannheim.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl-Christian Kaiser: Kleine Dramen bei der Rollenvergabe. Die Zeit 25. Juli 1986
  2. Eva Witte, Martin Dürrn: Wer fährt den Bulli?. Die Zeit 23. Januar 1987
  3. Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste
  4. Peter W. Ragge: Früher Visionär der Politik. Mannheimer Morgen 24. Dezember 2012, S. 19
  5. Peter W. Ragge: Früher Mahner der Politik. Mannheimer Morgen 24. Dezember 2007, S. 21

Weblinks[Bearbeiten]