Weiden in der Oberpfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weiden i.d.OPf.
Weiden in der Oberpfalz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Weiden i.d.OPf. hervorgehoben
49.66666666666712.15397Koordinaten: 49° 40′ N, 12° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 70,5 km²
Einwohner: 41.684 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 591 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92637
Vorwahl: 0961
Kfz-Kennzeichen: WEN
Gemeindeschlüssel: 09 3 63 000
Stadtgliederung: 15 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Dr.-Pfleger-Straße 15

92637 Weiden

Webpräsenz: www.weiden.de
Oberbürgermeister: Kurt Seggewiß (SPD)
Lage der Stadt Weiden i.d.OPf. in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Oberer Markt mit dem Alten Rathaus

Weiden in der Oberpfalz (amtlich Weiden i.d.OPf.) ist eine kreisfreie Stadt im ostbayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz, liegt 100 km östlich von Nürnberg und 35 km westlich der Grenze zu Tschechien, ist Oberzentrum der nördlichen Oberpfalz und Mitglied der Metropolregion Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Naturraum und Landschaft[Bearbeiten]

Wegkreuz bei Weiden

Weiden in der Oberpfalz liegt an der Schnittstelle der Naturräume Oberpfälzer Hügelland und Vorderer Oberpfälzer Wald. Im Stadtgebiet sind diese überregionalen Natureinheiten durch die weitläufigen, von Wanderwegen gut erschlossenen Waldgebiete Manteler Forst/Altenstädter Wald und Fischerberg vertreten. Das Landschaftsbild ist durch die Tallandschaft der Waldnaab, eingebettet zwischen die welligen, kiefernbestandenen Hügelketten des Oberpfälzer Bruchschollenlandes (des so genannten Deckgebirges) im Westen und die schroffe Formenvielfalt des uralten kristallinen Grundgebirges im Osten geprägt. Der Auenbereich der Waldnaab erstreckt sich als natürlicher Grünzug von Nord nach Süd durch das gesamte Stadtgebiet. Insgesamt befindet sich das Stadtgebiet im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald und ist Ausgangspunkt vieler Wandermöglichkeiten in einer abwechslungsreichen Landschaft.

Stadtteile Weidens

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die kreisfreie Stadt Weiden umgibt der Landkreis Neustadt an der Waldnaab mit der gleichnamigen Kreisstadt im Norden. In unmittelbarer Nähe der Stadtgrenze liegen die Gemeinden Altenstadt an der Waldnaab, Störnstein, Schirmitz, Theisseil, Pirk, Bechtsrieth, Luhe-Wildenau, Etzenricht, Weiherhammer, Mantel und Parkstein.

Landesplanung[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich in der Planungsregion Oberpfalz-Nord (6).

Stadtgliederung und Flächennutzung[Bearbeiten]

Die Stadt Weiden in der Oberpfalz gliedert sich in die 15 Stadtteile, die in je drei bis acht, insgesamt 83, statistische Bezirke weiter untergliedert sind.[2]

Nr. Stadtteil Fläche
km²
Bevölkerung
Haupt- und
Nebenwohnsitz
31.12.2013
Bemerkungen
01 Altstadt 0,98 3.957 Südliche Altstadt mit historischem Stadtkern
02 Scheibe 0,86 2.221 Nördliche Altstadt
03 Hammerweg 4,32 5.718
04 Weiden-Ost II 10,45 2.952 mit Tröglersricht, Zollhaus
05 Weiden-Ost I 3,14 2.311
06 Bahnhof-Moosbürg 2,55 1.446
07 Fichtenbühl 1,27 1.245 mit Ermersricht
08 Stockerhut 1,80 3.670
09 Lerchenfeld 1,45 4.296
10 Weiden-West 5,03 2.064 mit Brandweiher
11 Rehbühl 1,53 6.734
12 Mooslohe 5,50 3.556
13 Neunkirchen 11,50 1.841 mit Frauenricht, Latsch, Halmesricht, Wiesendorf
14 Rothenstadt 11,73 3.280 mit Ullersricht, Neubau, Maierhof, Mallersricht, M.-Ziegelhütte
15 Weiden-Land 8,43 246 Muglhof, Matzlesrieth, Unterhöll, Mitterhöll, Trauschendorf, Oedenthal
  Weiden 70,54 45.537  
Fläche und Flächennutzung
Fläche in ha 7054
Siedlungs- und Verkehrsfläche in % 28,6
Landwirtschaftsfläche in % 37,2
Waldfläche in % 31,1
Wasserfläche in % 1,4
Fläche anderer Nutzung in % 1,7

Das Stadtgebiet Weidens besteht aus der eigentlichen Kernstadt und mehreren Eingemeindungen. Das Oberzentrum setzt sich aus neun Gemarkungen zusammen.

Gemarkung Fläche in Hektar
Weiden i. d. OPf. 3450
Frauenricht 817
Rothenstadt 686
Gemarkung Fläche in Hektar
Neunkirchen b.Weiden 528
Muglhof 519
Mallersricht 450
Gemarkung Fläche in Hektar
Matzlesrieth 325
Schwarzenbach 201
Manteler Forst 77

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name der Stadt leitet sich entweder von dem Vorkommen des Weidenbaumes (Weiden (Botanik)) (althochdeutsch wida, mittelniederdeutsch wide) oder von einem „Ort zum Weiden, Futter suchen“ (althochdeutsch weida, mittelhochdeutsch weitha) ab und bedeutet Platz bei den Weiden oder Platz zum Weiden. (Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 19. Auflage. Walter de Gruyter Verlag, Berlin 1963, S. 848). Im örtlichen Dialekt heißt die Stadt heute noch nicht Weiden, sondern d’ Wei’n. Man kommt also aus der Wei’n oder fährt in d’ Wei’n und nicht nach Weiden.

Im Jahr 1241 wurde der Ortsname „bei den Weiden“ das erste Mal in einer Erbauseinandersetzung des Königs Konrad IV. (HRR) mit den Vohburgern, Markgrafen des Nordgau (Bayern), als „apud Weithaa“ erwähnt; es wird aber davon ausgegangen, dass bereits um das Jahr 1000 eine Ansiedlung bestand. Am Schnittpunkt zweier bedeutender Handelsstraßen gelegen, der Goldenen Straße in Ost-West-Richtung und der Magdeburger Straße von Süden nach Norden, entwickelte sich Weiden in der Oberpfalz schon bald als Handels- und Umschlagplatz. Die Stadt war seit dem 15. Jahrhundert Sitz eines der sieben Gerichte des Gemeinschaftsamts Parkstein-Weiden, in denen der Parksteiner Landrichter zusammen mit zwölf Geschworenen in Fällen der hohen und niederen Gerichtsbarkeit urteilte. Im Jahr 1531 hatte Weiden in der Oberpfalz bereits 2200 Einwohner. Zwei Stadtbrände, der Dreißigjährige Krieg und die Pest brachten der Stadt Rückschläge, von denen sie sich erst am Ende des 18. Jahrhunderts erholte. Ab 1714 gehörte der Ort vollständig zum Herzogtum Pfalz-Sulzbach, 1777 kam der Ort zu Kurbayern. Der eigentliche Aufschwung der Stadt begann 1863, als Weiden an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Mit der Ansiedlung bedeutender Glas- und Porzellanbetriebe wuchs die Einwohnerzahl, und um die Jahrhundertwende waren es bereits knapp 10.000 Einwohner.

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich neben einer Kaserne der Wehrmacht im Westen der Stadt das Kriegsgefangenen- und Straflager Stalag XIIIB. Die zwischen 1940 und 1945 ums Leben gekommenen französischen und sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter wurden in eine Grabanlage auf dem Stadtfriedhof an der Gabelsbergerstraße umgebettet.[3]

Zwischen 1945 und 1955 stieg die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen auf über 40.000. Weiden hat diesen Zuwachs gehalten, die Wirtschaftskraft und Infrastruktur ausgebaut. Seit den späten 1980er Jahren profitiert Weiden von der Deutschen Wiedervereinigung und der Öffnung der Grenze zu Tschechien, durch die es aus seiner Randlage befreit wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1914 wurde die Gemeinde Moosbürg mit den Gemeindeteilen Moosbürg, Ermersricht, Fichtenbühl und Leihstadtmühle eingemeindet.[4] Am 1. Februar 1915 folgten die Gemeindeteile Tröglersricht und Zollhaus der ehemaligen Gemeinde Edeldorf.

Wappen der Gemeinde Rothenstadt

Am 1. Juli 1972 erfolgten die folgenden Eingemeindungen:

  • Gemeinde Frauenricht[4] mit den Gemeindeteilen Frauenricht, Halmesricht, Latsch und Spitalöd
  • Gemeinde Muglhof[4] mit den Gemeindeteilen Muglhof, Matzlesrieth (im Jahr 1938 eingegliedert), Mitterhöll, Unterhöll, Oedenthal und Trauschendorf
  • Gemeinde Neunkirchen b.Weiden[4] mit den Gemeindeteilen Neunkirchen, Brandweiher und Wiesendorf

Am 1. Mai 1978 kamen die Gemeinde Rothenstadt mit den Gemeindeteilen Rothenstadt, Maierhof, Mallersricht (am 1. Juli 1972 eingegliedert), Neubau, Ullersricht und der Gemeindeteil Moosöd der Gemeinde Altenstadt a.d.Waldnaab hinzu.[5] Am 1. November 2006 erfolgte die Eingemeindung von 202 ha aus dem gemeindefreien Gebiet „Manteler Forst“ wegen des Neubaus eines Logistikzentrums.

Bevölkerung[Bearbeiten]

        Jahr           Einwohner  
1531        2.220
1900        9.959
1910, 1. Dezember   (Volkszählung)       14.921
1939, 17. Mai    (Volkszählung)       28.477
1950, 13. September     (Volkszählung)        37.715
1961, 6. Juni     (Volkszählung)        41.711
1970, 27. Mai     (Volkszählung)        42.302
1987, 25. Mai     (Volkszählung)        42.100
2001, 9. Mai     (Zensus 2011)        41.746
Jahr Einwohner
2001, 31. Dezember        43.071
2002, 31. Dezember        42.821
2003, 31. Dezember        42.684
2004, 31. Dezember        42.775
2005, 31. Dezember        42.672
2006, 31. Dezember        42.496
2007, 31. Dezember        42.445
2008, 31. Dezember        42.219
2009, 31. Dezember        42.058
2010, 31. Dezember        41.961
2011, 31. Dezember        41.734
2012, 31. Dezember        41.684

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Bild der ehemaligen Kirche St. Augustin und des angeschlossenen und ebenfalls aufgelösten Klosters mit Studienseminar[6][7]
  • Evangelische Kirche
    • Pfarrstelle Kreuz Christi
    • Pfarrstelle Martin-Schalling-Haus
    • Pfarrei Neunkirchen
    • Pfarrei St. Markus
    • Pfarrei St. Michael
    • Pfarrei St. Bartholomäus Rothenstadt
    • Pfarrstelle Weiden-Ost
  • Freikirchen

Kirchliche Jugendarbeit findet in der Evangelischen Jugend Weiden, der Katholischen Jugendstelle Weiden und in der Neuapostolischen Kirche Weiden statt.

Judentum[Bearbeiten]

  • Jüdische Gemeinde Weiden

Politik[Bearbeiten]

Neues Rathaus

Am 1. September 2007 übernahm Kurt Seggewiß (SPD) das Amt des Oberbürgermeisters von Hans Schröpf (CSU). Nach zwei Verurteilungen wegen Untreue und Steuerhinterziehung zum Vorteil[8] der Stadtverwaltung trat Hans Schröpf aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück, so dass es zu einer vorgezogenen Oberbürgermeisterwahl kam. Hier setzte sich Kurt Seggewiß in der Stichwahl gegen den amtierenden Bürgermeister Lothar Höher (CSU) mit 58,37 % der Stimmen durch.

Oberbürgermeister seit 1933[Bearbeiten]

Die Sitzverteilung im Stadtrat seit 1946[Bearbeiten]

Stadtratswahl 16. März 2014 2. März 2008 3. März 2002 10. März 1996 18. März 1990 18. März 1984 5. März 1978 11. Juni 1972 13. März 1966 27. März 1960 18. März 1956 30. März 1952 30. Mai 1948 26. Mai 1946
SPD 15 17 13 14 13 14 15 19 14 14 11 11 8 10
CSU 14 13 24 22 24 23 24 21 15 14 15 12 11 16
Bürgerliste Weiden e. V. 5 4
Grüne 3 3 1 2 2 2
Freie Wähler Weiden 2 2 2 2
FDP 1 1 1 1 1 1 2
REP 1
BHE *) 2 3 3 4
Bayernpartei 1 2 7
KPD 2 1
Sonstige 3 4 1
Sitze gesamt 40 40 40 40 40 40 40 40 32 32 32 32 32 28
Wahlbeteiligung in Prozent (%) 51,9 52,8 60,0 64,5 74,5 73,3 79,7 74,1 78,3 81,4 81,4 81,4 83,1 92,4

*) Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten und Parteifreie

Wappen[Bearbeiten]

Der Pfälzer Löwe und die bayerischen Rauten erinnern an die frühere Herrschaft der Wittelsbacher. Der Weidenbaum auf einem grünen Dreiberg ist das namengebende Wappensymbol der Stadt.

Städtepartnerschaften und Patenschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (m.) und Colonel Brian Boyle (l.), US-Kommandeur der Garnison Grafenwöhr bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft im Mai 2008

Patenschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Städte wie Weiden, die kein eigenes Theater unterhielten, von Städtebund- und Landestheatern mit Bühnenaufführungen versorgt. Weiden wurde ab den 50er Jahren vom Städtebundtheater Hof bespielt. In den 60er Jahren liefen die immer bedeutender werdenden Tourneetheater diesen Theaterunternehmen den Rang ab.

In Weiden hat die Buch- und Kunsthandlung Hubert Schlegl zwischen 1968 und 1970 erste Tourneetheateraufführungen organisiert. Neu war, dass damit ständig wechselnde Ensembles mit zwei bis vier Stars an der Spitze in die Stadt kamen. 1970/71 wurde unter dem Veranstalternamen Kleine Bühne erstmals eine ganze Spielzeit mit fünf Theateraufführungen angeboten. Bis 1991 diente das Josefshaus und seine mit Mitteln der Kleinen Bühne laufend verbesserte Bühne als Spielort. Seither steht der Kleinen Bühne die Bühnenanlage der Max-Reger-Halle für ihre Veranstaltungen zur Verfügung.

Mit der Spielzeit 2010/2011 ist das Landestheater Oberpfalz mit Gastspielen und Eigenproduktionen in der Max-Reger-Halle und auf der Kammerbühne der Regionalbibliothek zu sehen.

Museen[Bearbeiten]

Altes Schulhaus, beherbergt heute das Stadtmuseum
Die traditionelle Bezeichnung Altes Schulhaus rührt daher, dass seit dem 16. Jahrhundert sowohl die Deutsche Schule, als auch die Lateinschule dort untergebracht waren. Heute ist neben dem Stadtmuseum und der Max-Reger-Sammlung die Galerie im Alten Schulhaus mit Wechselausstellungen einheimischer Künstler in dem Gebäude untergebracht. Auch das Stadtarchiv befindet sich in diesem Haus.
  • Tachauer Heimatmuseum in Weiden im Kulturzentrum
  • Eisenbahnmuseum des Modelleisenbahnclub Weiden e. V.
  • Galerie Hammer-Herzer

Bibliothek[Bearbeiten]

Regionalbibliothek Weiden
  • Regionalbibliothek im Waldsassener Kasten
Das Verwaltungsgebäude mit Getreidespeicher des Zisterzienserordens des Klosters Waldsassen aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute in einem 2260 m² großen lichtdurchfluteten Lesesaal die Bibliothek. Als weiteres Verwaltungsgebäude wird der benachbarte, über 400 Jahre alte Flurerturm, ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, genutzt.
Im Einzugsgebiet der grenzübergreifenden Regionalbibliothek leben etwa 300.000 Menschen, darunter auch zahlreiche Leser aus Tschechien. Der Medienbestand umfasst derzeit über 120.000 Bücher, Kassetten, CDs, Videos, DVDs, CD-ROMs, Zeitungen und Zeitschriften.

Musik[Bearbeiten]

  • Max-Reger-Tage

Veranstaltungen, Meisterkurse und Wettbewerb: Förderpreis der Weidener Max-Reger-Tage

  • Weidener Musiktage

Die Weidener Musiktage finden im dreijährigen Turnus statt. An diesen Tagen wird die Musik Max Regers jeweils unter einem bestimmten Thema zu der Musik seiner Zeit oder anderer Epochen in Beziehung gesetzt.

  • Jazz-Zirkel Weiden
Marktplatz

Bauwerke[Bearbeiten]

Marktplatz[Bearbeiten]

Der Marktplatz erstreckt sich zwischen dem Oberen und dem Unteren Tor. Dazwischen liegt das Alte Rathaus. Der Obere Markt mit seinen Giebelhäusern aus der Zeit nach 1540 erstreckt sich zwischen dem Oberen Tor und dem Alten Rathaus. Zwischen dem Alten Rathaus und dem Unteren Tor befindet sich der Untere Markt, der als Standort der vier großen Jahrmärkte, die schon seit 1396 überliefert sind, und des Mittwoch und Samstag stattfindenden Wochenmarkts dient. Viele Bürgerhäuser tragen Stilmerkmale der Renaissance.
Altes Rathaus / Oberer Markt

Altes Rathaus[Bearbeiten]

Das Alte Rathaus wurde von dem Baumeister Hans Nopl, dem Zimmermeister Hans Stieber und dem Steinmetz Andreas Falk von 1539 bis 1545 erbaut. 1914 bis 1917 wurde es umgebaut. Das Glockenspiel wurde der Stadt im Jahr 1983 geschenkt. Im Erdgeschoss des Rathauses wurden seit 1981 wie in früheren Zeiten wieder Ladengeschäfte eingerichtet. Die Balkendecke im großen Sitzungssaal ist eine gute handwerkliche Arbeit des 16. Jahrhunderts. Das Alte Rathaus war früher nicht nur Verwaltungsgebäude, sondern auch Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Dort fanden viele Theater- und Tanzveranstaltungen statt. Heute wird dort einmal jährlich eine Stadtratssitzung abgehalten. Auch Trauungen sowie besondere Empfänge finden in diesem historischen Gebäude statt.
Das Obere Tor, der westliche Eingang zur Altstadt

Oberes Tor[Bearbeiten]

Durch den neugestalteten Anker-Komplex und das Obere Tor betritt man die Altstadt. Dieses Tor besaß bis 1840 eine halbkreisförmige Vormauer, das Rondell, mit zwei Rundtürmen. Zur Straßenerweiterung wurde das Tor mit Doppelwalmdach 1911 abgerissen und vereinfachter Form wiedererrichtet. Links vom Tor beginnt der mächtige Bau des Vesten Hauses, Amtssitz der Herrschaft des Gemeinschaftsamtes Parkstein-Weiden. Pfalzgraf Friedrich von Parkstein bewohnte das Veste Haus von 1585 bis 1593 als Residenz; seine beiden Schwägerinnen, die Fürstinnen von Liegnitz, sind in der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Michael begraben.
Ev. Kirche St. Michael

St. Michael[Bearbeiten]

Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Michael erscheint heute als Barockkirche. Als im Jahr 1396 die um 1280 erbaute frühgotische Vorgängerkirche einem Stadtbrand zum Opfer fiel und abgerissen werden musste, errichtete man bis zum Jahr 1448 eine dreischiffige gotische Kirche, deren Seitenschiffe inmitten des bisherigen Friedhofes erbaut wurden. Nach den Stadtbränden 1536 und 1540 wurde die Kirche 1561 wieder eingewölbt und wohl bei der Rekatholisierung 1627 barockisiert. Zwischen 1653 und 1900 wurde die Michaelskirche von beiden Konfessionen simultan genutzt. Der Turm wurde 1761 nach dem Einsturz von 1759 neu gebaut. Die Kanzel wurde 1787 geschaffen und trägt den Erzengel Michael auf dem Schalldeckel. Die Kirchenstühle sind mit reichen Rokokoschnitzereien versehen. Eine Anzahl bemerkenswerter Grabsteine erinnert an bedeutende Weidener. Das Altarblatt Christi Geburt ist ein Werk des Sulzbacher Hofmalers Johann Karl. Max Regers große Orgelwerke hatten um die Jahrhundertwende Uraufführung in der Michaelskirche. Im Jahr 2000 entschloss sich die Kirchengemeinde, die Walcker-Orgel aus dem Jahr 1967 (41 Register) durch einen Neubau zu ersetzen. Die neue deutsch-romantische Orgel mit 53 Registern, von der Firma Weimbs in Hellenthal gebaut, wurde am 4. März 2007 im Rahmen eines Festgottesdienstes ihrer Bestimmung übergeben.

Altes Schulhaus[Bearbeiten]

Das Kulturzentrum Hans Bauer im alten Schulhaus beherbergt das Stadtmuseum, das Stadtarchiv, die Max-Reger-Zimmer, die Städtische Galerie und das Tachauer Heimatmuseum mit Erinnerungsstücken des Patenkreises und der Stadt Tachau in Böhmen. Das Gebäude wurde 1529 als Getreidekasten von den Weidener Tuchmachern erbaut. Der Stadtbrand zerstörte 1536 das Haus bis auf die Grundmauern. Nach dem Neubau 1565 wurden die Lateinschule und die Deutsche Schule dort untergebracht. Daher rührt auch die traditionelle Bezeichnung Altes Schulhaus. Das Gebäude wurde von 1975 bis 1979 grundlegend restauriert.
Unteres Tor

Unteres Tor[Bearbeiten]

Durch das Untere Tor und das Vortor - nach dem Beschuss des Jahres 1635 in der heutigen Form entstanden - gelangt man zum Schlörplatz. Der Fußgängerdurchgang wurde 1955 nach der Beschädigung des Tores durch amerikanische Panzer geschaffen. Zurzeit ist das Untere Tor Sitz des lokalen Jugendverbandes Marianische Kongregation (MC), eines Unterverbandes der J-GCL.

Alte Stadtmauer[Bearbeiten]

Beim Blick über den Stadtbach von der Kurt-Schumacher-Allee und vom Neuen Rathaus erkennt man die südwestliche Ecke der alten Stadtbefestigung mit Hauptmauer, Zwingermauer, Eckbastion und Schalenturm. Es lässt sich nicht ermitteln, wann Weiden erstmals befestigt wurde. Eine Urkunde aus dem Jahr 1347 überliefert die Anweisung Kaiser Karls IV., dass die Burggrafen von Nürnberg die Festen Floß und Parkstein sowie den Markt Weiden bessern, bauen und befestigen sollten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erhielt Weiden seine erste Mauer, möglicherweise wurde aber auch eine bereits bestehende Stadtmauer erhöht und durch den Ausbau von Türmen verstärkt.
St. Sebastian

St. Sebastian[Bearbeiten]

In der Sebastianstraße wurde 1486 die Neustiftkapelle erbaut. Durch Blitzschlag und Krieg zerstört, wurde die Kirche 1692 neugebaut und 1697 wieder St. Sebastian geweiht. Am westlichen Chorbogen ist der Renaissance-Grabstein der in Weiden 1590 gestorbenen Zwillingskinder des Pfalzgrafen Friedrich von Parkstein angebracht. Neben dem kunstvollen Eisengitter unter der Empore befindet sich die Kopie des 1792 gestifteten Marienbildes der Kapelle zur Heiligen Staude im Originalrahmen.

Max-Reger-Haus[Bearbeiten]

In der Bürgermeister-Prechtl-Straße befindet sich das letzte Wohnhaus der Familie Reger in Weiden vor ihrem Wegzug nach München im Jahr 1901. Der Komponist Max Reger (1873–1916) verlebte seine Jugendjahre in Weiden und schuf dort seine berühmtesten Orgelwerke. Neben vielem anderen in der Stadt erinnert eine Gedenktafel am Haus an Weidens großen Sohn.
Gustav von Schlör-Denkmal

Gustav-von-Schlör-Denkmal[Bearbeiten]

Das Gustav-von-Schlör-Denkmal steht zwischen der Jubiläumseiche vom Jahr 1824, die zum 25-jährigen Regierungsjubiläum des Königs Max I. gepflanzt wurde, und der Friedenseiche vom Jahr 1871. Es erinnert an den letzten bayerischen Handelsminister Gustav von Schlör (1820–1883), der 1863 den Eisenbahnanschluss Weidens erreichte und damit den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt begründete. Der Entwurf des Denkmals stammt von Architekt Carl Hocheder, München, die Marmorbüste von Bildhauer Theodor Haf.
Waldsassener Kasten

Waldsassener Kasten[Bearbeiten]

In dem 1739 bis 1742 von dem Barockbaumeister Frater Philipp Muttone erbauten Waldsassener Kasten befindet sich seit 1990 das Internationale Keramikmuseum. Dort befinden sich eine ständige Ausstellung der Staatlichen Bayerischen Museen und Exponate aus der heimischen Porzellanindustrie. Auch die Regionalbibliothek ist in diesem Gebäude untergebracht.

St. Josef[Bearbeiten]

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Josef wurde in den Jahren 1900/1901 in nur 18 Monaten Bauzeit errichtet und ist der größte Kirchenbau des Bistums Regensburg seit dem Mittelalter.

→ Hauptartikel: St. Josef (Weiden in der Oberpfalz)

Flurerturm[Bearbeiten]

Der Flurerturm ist der letzte Rest der alten Vorstadtmauer, die als äußere Stadtmauer 1575 die Stadterweiterungen in den Mauerring einschloss. Einst hatte diese Stadtmauer vier Tortürme und zwei Rundtürme (Rossturm und Flurerturm). Der Baumeister der Vorstadtmauer war Meister Reicholt. Als im Jahr 1634 die Stadt belagert wurde und man freies Schussfeld brauchte, wurde die Vorstadtmauer abgerissen. Der Flurerturm wurde als einziger Bestandteil 1694 wieder aufgebaut und hieß seitdem so, weil er die Dienstwohnung des städtischen Flurers war. Vorher hieß er Karlsturm. Heute beherbergt der Flurerturm die Präventionseinrichtungen der Weidener Polizei.
Max-Reger-Park

Max-Reger-Park[Bearbeiten]

Am Eingang zum Max-Reger-Park steht die Nepomuk-Kapelle. Die Brückenkapelle St. Johannes Nepomuk wurde 1738/1756 aufgrund eines Gelöbnisses durch Feldmarschall Fellner von Feldeck errichtet. Die Sandsteinstatue des Heiligen Johann Nepomuk wurde vom Bildhauer Johann Franz Dult aus Nabburg geschaffen. Im Max-Reger-Park steht das 1957 von dem Weidener Bildhauer Josef Gollwitzer geschaffene Max-Reger-Denkmal, ein mächtiger Granitblock, Orgelpfeifen nachempfunden; der Komponist lebte mit seinen Eltern 1874 bis 1901 in Weiden. Dort befindet sich auch der Triton-Springbrunnen, 1953 von dem gleichen Künstler geschaffen. In den Sommermonaten finden im Max-Reger-Park die Weidener Sommerserenaden statt.
Max-Reger-Halle

Max-Reger-Halle[Bearbeiten]

Als Hommage an den Komponisten und Organisten Max Reger entstand zwischen 1989 und 1991 das Kultur- und Kongresszentrum Max-Reger-Halle. Der Gustl-Lang-Saal wurde nach dem ehemaligen bayerischen Wirtschaftsminister August Lang benannt, der Gustav von Schlör-Saal trägt den Namen des letzten bayerischen Handelsministers, dem Weiden den Anschluss an das Eisenbahnnetz verdankt. Diese Halle ist das kulturelle Zentrum der Stadt.
  • Eine Gedenktafel am Haus Frauenrichterstraße 50
erinnert an den Weidener Eduard Krohner, der 1942 im KZ Dachau der NS-Gewaltherrschaft zum Opfer fiel.

→ Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Weiden in der Oberpfalz

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Weidener Bürgerfest (seit 1973) (letztes Wochenende im Juni)
  • Weidener Kinderbürgerfest (seit 1993) (immer am 3. Sonntag im Juli von 11:00–18:00)[9]
  • Weidener Literaturtage
  • Weidener Max-Reger-Tage
  • Weidener Jazzseminar
  • Weidener Night Run
  • Weidener Frühlingsfest (seit 1935) (um den 1. Mai)
  • Weidener Volksfest (seit 1897) (um den 15. August)
  • Weidener Kunstgenuss bis Mitternacht
  • Weidener Adventsmarkt
  • Weidener KinderKunstAkademie im Rahmen des städtischen Ferienprogramms
  • INJOY Triathlon Weiden im Schätzlerbad Weiden
  • Bayerisch-Böhmische Kultur- und Wirtschaftstage

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Heute leben im Oberzentrum Weiden in der Oberpfalz rund 42.000 Menschen auf einer Fläche von 70,5 km². Weiden in der Oberpfalz war nie eine typische Industriestadt: So war im vergangenen Jahr von den 30.000 Beschäftigten lediglich ein Drittel im produzierenden Bereich tätig, während zwei Drittel im Dienstleistungssektor registriert waren. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich Industrie und Gewerbe stark gewandelt. So wurde die Monostruktur von Glas und Porzellan abgebaut und durch Unternehmen des Fahrzeugbaus, der Kunststoffbe- und -verarbeitung und der Mikroelektronik ergänzt. Unternehmen wie Bauscher, Seltmann und Nachtmann bilden auch heute noch einen Schwerpunkt im produzierenden Sektor.

Innerhalb der Region Oberpfalz-Nord nimmt die Stadt Weiden eine Vorrangstellung auf wirtschaftlichem Gebiet ein. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner zu Marktpreisen betrug 1990 30.673 Euro, im Jahr 2008 48.397 Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von über 57,8 %. Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, alle Schultypen und gute Einkaufsmöglichkeiten wirken sich auch auf das Einzugsgebiet von mehr als 300.000 Menschen aus. Weiden ist der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt der nördlichen Oberpfalz.

Weiden ist nach dem Landesentwicklungsprogramm Bayern Oberzentrum das Handels- und Dienstleistungszentrum der Region Oberpfalz-Nord. Bekannt sind das Versandhaus Witt Weiden, die Firma Hotelporzellan Bauscher Weiden sowie der Porzellanhersteller Seltmann Weiden. Weiden ist auch Sitz der Firma Auto-Teile-Unger sowie zweier überregionaler Großbäckereien.

Ein Strukturwandel spiegelt sich im massiven Stellenabbau der ansässigen Bleikristall- und Porzellanindustrie wider, sodass Weiden unter einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit leidet.

Medien[Bearbeiten]

Bürgermeisterhaus am Unteren Markt, im I. Stock befindet sich der Lokalradiosender Ramasuri

Der lokale Fernsehsender O-TV (Oberpfalz TV) mit Sitz in Amberg kann im Kabelnetz von Kabel Deutschland empfangen werden. Auch auf der Satellitenposition ASTRA 19,2 Ost wird dieser Sender unter dem Sendenamen TVA-OTV abwechselnd mit Programminhalten des Regensburger Senders TVA ausgestrahlt.

In der Altstadt am Unteren Markt befindet sich der Lokalradiosender Radio Ramasuri, der sein Programm auf UKW 99,9 MHz und auf weiteren Frequenzen für die gesamte nördliche Oberpfalz sendet. Speziell für das junge Publikum sendet Radio Galaxy (UKW 89,8 MHz).

Die Regionalzeitung Der neue Tag ist mit einer Auflage von zirka 100.000 Exemplaren täglich (außer sonntags) die größte Zeitung der Nordoberpfalz und zugleich einzige Tageszeitung der Region. Erreicht werden 240.000 Leser.

Zwei Anzeigenzeitungen Rundschau und OWZ (Oberpfälzer WochenZeitung) teilen sich den Werbemarkt. Als Kulturmagazin erscheint Expuls.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungsstätten[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

  • Albert-Schweitzer-Schule
  • Clausnitzerschule
  • Gerhardingerschule
  • Hammerwegschule
  • Hans-Sauer-Schule
  • Hans-Schelter-Schule
  • Montessori-Schule
  • Rehbühlschule

Sonderpädagogisches Förderzentrum[Bearbeiten]

  • Stötznerschule
Die Förderschule erzieht, unterrichtet, berät und fördert Kinder und Jugendliche, die behindert oder von Behinderung bedroht, krank oder vorübergehend in ähnlicher Weise in ihrem Leistungsvermögen beeinträchtigt sind und deshalb sonderpädagogischer Förderung bedürfen.
Für den Eingangsbereich (1. und 2. Klasse) sind sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen eingerichtet, die in kleinen Klassen mit eigens ausgebildetem Personal die Inhalte der allgemeinen Grundschule vermitteln. Die Kinder haben hier in der Regel drei Jahre Zeit für die Inhalte, die in der allgemeinen Grundschule innerhalb von zwei Jahren vermittelt werden. Ab dem dritten Schülerjahrgang unterrichtet die Schule in kleinen Klassen nach eigenem Lehrplan mit dem Auftrag einer individuellen Lernförderung. Für den präventiven Bereich ist die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in der Asylstraße angesiedelt. Diese Förderung kann bereits drei Jahre vor der Schulpflicht beginnen.

Mittelschulen[Bearbeiten]

  • Max-Reger Mittelschule Weiden
  • Pestalozzi-Mittelschule

Realschulen[Bearbeiten]

  • Hans-Scholl-Realschule, Staatliche Realschule für Knaben
  • Sophie-Scholl-Realschule, Staatliche Realschule für Mädchen
  • Staatliche Wirtschaftsschule für Knaben und Mädchen

Gymnasien[Bearbeiten]

Elly-Heuss-Gymnasium
  • Augustinus-Gymnasium, Sprachliches Gymnasium (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Alt-Griechisch), einschließlich des humanistischen Zweiges und Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit Wirtschaftsinformatik.
  • Elly-Heuss-Gymnasium, Sprachliches Gymnasium und Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium (Sozialwissenschaftliche Ausrichtung [WSG-S]) für Mädchen (Sprachen: Englisch, Französisch, Latein, Spanisch).
  • Kepler-Gymnasium, Naturwissenschaftlich-Technologisches Gymnasium und Sprachliches Gymnasium (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Italienisch).

Berufsschule[Bearbeiten]

  • Europa-Berufsschule - Staatliche Berufsschule Weiden
Es werden verschiedene Fachrichtungen ausgebildet, es gibt die gewerblichen Abteilungen Bau-, Holz-, Farbtechnik, Elektrotechnik, Automation und Mechatronik, Metalltechnik, Nahrung, Körperpflege und die kaufmännischen Abteilungen (Beratungsberufe: Bankkaufleute und Steuerfachangestellte, Handels- und Industrieberufe, Büroberufe, Gesundheitsberufe).
Die Europa-Berufsschule besuchen derzeit ca. 3500 Schüler, unterrichtet von etwa 150 Lehrkräften (davon ca. 80 in Vollzeit).
Die Berufsschule war Teilnehmer im Modellversuch Modus 21 und ist als berufliche Schule seit 2006 auch im Modellversuch Profil 21 vertreten.
An der Schule befinden sich die Studienseminare für die Fachrichtungen Metalltechnik, Sozialkunde und Wirtschaft.

Berufsfachschulen und Fachschulen[Bearbeiten]

  • Die Berufsfachschule Fremdsprachen ermöglicht eine qualifizierte Ausbildung in zwei Jahren. Dazu gehören die Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch, das Wahlfach Tschechisch sowie allgemeinbildende und wirtschaftswissenschaftliche Fächer.[10]
  • Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Weiden in der Oberpfalz
  • Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege am Klinikum Weiden in der Oberpfalz
  • BRK-Fachschule für Altenpflege
  • Landwirtschaftsschule
  • Gustl-Lang-Schule (Staatliche Wirtschaftsschule für Knaben und Mädchen)
  • Kirchliche Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Staatliche Höhere Landbauschule Almesbach für landwirtschaftliche Berufe

Fachoberschule, Berufsoberschule[Bearbeiten]

  • Die Gustav-von-Schlör-Schule ist eine Staatliche Fachoberschule (FOS) und bietet die Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft, Sozialwesen und Gestaltung an. In der 11. Jahrgangsstufe finden Unterricht und fachpraktische Ausbildung statt. Die 12. Jahrgangsstufe hat Vollzeitunterricht und schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab.
  • Die Gustav-von-Schlör-Schule ist auch Berufsoberschule (BOS) mit den Ausbildungsrichtungen Technik und Wirtschaft. Die Zuordnung ist vom erlernten Beruf abhängig. Schüler, die den mittleren Schulabschluss über die Berufsschule, einer Berufsfachschule oder den Quabi erhalten haben, wird geraten, die Vorklasse zu besuchen. Im Vollzeitunterricht werden sie auf den für die 12. Klasse erforderlichen Kenntnisstand gebracht. Über den erfolgreichen Besuch der Vorstufe kann auch der mittlere Schulabschluss nachgeholt werden. Wer die Vorklasse auslässt, steigt – vorausgesetzt, er hat einen mittleren Bildungsabschluss – gleich in die 12. Klasse der BOS ein. Am Ende steht die Fachhochschulreifeprüfung.
  • Die 13. Jahrgangsstufe BOS wurde im Schuljahr 2005/06 erstmals in Weiden angeboten, und zwar mit den Fachrichtungen Wirtschaft und Technik. In der 13. Klasse kann die fachgebundene, mit einer zweiten Fremdsprache die allgemeine Hochschulreife erworben werden.
  • Gemeinsame Zugangsvoraussetzung für die FOS und BOS ist ein mittlerer Bildungsabschluss sowie der Nachweis der Eignung.

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg – Weiden[Bearbeiten]

OTH Amberg – Weiden, Abt. Weiden

Die Abteilung Weiden der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg – Weiden umfasst folgende Bereiche:

  • Betriebswirtschaft (Bachelor)
  • Handels- und Dienstleistungsmanagement (Bachelor)
  • Sprachen, Management und Technologie (Bachelor)
  • Medizintechnik (Bachelor)
  • Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor)
  • Human Resource Management (Master)
  • Intercultural Business and Technology Management (Master)
  • Marketing Management (Master)
  • Wirtschaft und Recht (Master)

Sonstige Schulen[Bearbeiten]

Die Bundeswehr bildet in der Ostmark-Kaserne (Lehrgruppe D, Betreuungsstelle ZAW) in der Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW) Soldaten aus, u. a. als IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker und Berufskraftfahrer.

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Fernstraßen[Bearbeiten]

Vor dem Bau der Autobahn und der Abstufung zur Kreisstraße im Streckenabschnitt zwischen Altenstadt und Schwandorf war die Bundesstraße 15 (HofSchwandorfRegensburgRosenheim) die Hauptverbindung nach Regensburg, die in Nord-Süd-Richtung durch Weiden verlief.

Ferienstraßen[Bearbeiten]

Durch die Stadt führen vier touristische Straßen:

  • Die Goldene Straße war eine Handelsstraße zwischen Nürnberg und Prag. Sie brachte den an der Straße gelegenen Dörfern und Städten Wohlstand. Durch die Grenzöffnung in Bärnau können zumindest Wanderer und Radfahrer dem Verlauf der mittelalterlichen Straße folgen.
  • Die Bayerische Porzellanstraße führt von Bamberg über Coburg, Hof, Selb und Weiden nach Bayreuth. Sie versinnbildlicht die große Tradition des „Weißen Goldes“ in der Region. Die Fabriken Bauscher (Gastronomie-Porzellan) und Seltmann (Haushaltsporzellan) produzieren bis heute in der Stadt.
  • Die 300 km lange Glasstraße führt von Waldsassen über Weiden entlang der Bundesstraße 22 bis nach Passau und verbindet die teilweise noch heute Glas produzierenden Orte des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes. Ab dem Jahr 1891 wurde Flachglas in der Stadt erzeugt. Die heutige Floatglasanlage ist in der benachbarten Gemeinde Weiherhammer angesiedelt. In Weiden werden heute Bleikristallgläser im Zweigwerk der Firma Nachtmann gefertigt.
  • Die Europäische Goethe-Straße führt vom tschechischen Karlsbad über Weiden, Regensburg und Innsbruck bis nach Venedig.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Weiden (Oberpf) ist an die Strecken Regensburg–Schwandorf–Weiden–Hof, Weiden–Bayreuth und (Nürnberg–)Neukirchen (b. Sulzbach-Rosenberg)–Weiden, die ein Teilstück der Zugverbindung NürnbergNeustadt (Waldnaab) darstellt, angeschlossen.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet wird im Normalverkehr von sieben Buslinien (Linie 1–7) und im Schwachverkehr von sechs Buslinien (Linie 91–95, 98) erschlossen, die sich alle am ZOB gegenüber dem Neuen Rathaus treffen. Der Normalverkehr, bei dem die Busse im 15- bzw. 30-Minutentakt fahren, gilt von Montag bis Freitag ab ca. 06:00 Uhr bis ca. 18:15 Uhr. Vor 06:00 Uhr und ab 18:15 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen gilt das Schwachverkehrsnetz mit einem 40-Minutentakt.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Luftlandeplatz Weiden-Latsch EDQW

Der Verkehrslandeplatz Weiden-Latsch hat eine 600×60 m große Landebahn, davon sind 580×10,5 m Betonpiste.

Seit April 2011 ist dort der Rettungshubschrauber Christoph 80 vom Typ EC 135 stationiert, der von der DRF Luftrettung betrieben wird .[11]

Fernradwege[Bearbeiten]

Weiden liegt am Waldnaabtal-/Naabtal-Radweg von Bärnau nach Regensburg. Von ihm zweigt im ca. 5 km nördlich gelegenen Neustadt der Bocklradweg ab, mit über 50 km Länge der längste Bahntrassen-Radweg Bayerns. Auf diesem gelangt man über Floß, Vohenstrauß, Pleystein und den Grenzübergang Tillyschanz bei Eslarn bis ins tschechische Pilsen.

Fernwanderweg[Bearbeiten]

Der 660 km lange Goldsteig führt durch den Oberpfälzer Wald nahe an der Stadt vorbei.

Zuwege zum Goldsteig:

  • Nr. 6A: Weiden – Wilchenreuth (Nord), Länge: 6,4 km
  • Nr. 6B: Weiden – Muglhof (Süd), Länge 7,2 km

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Max Reger (1873–1916), Komponist und Organist, wuchs in Weiden auf
  • Franz Joachim Behnisch (1920–1983), Pädagoge und Schriftsteller
  • Dieter Hildebrandt (1927–2013), Kabarettist, machte 1947 an der „Oberrealschule“ (dem heutigen Kepler-Gymnasium) Abitur
  • Sandra Paretti (bürgerlicher Name: Irmgard Schneeberger; 1935–1994), Schriftstellerin, verbrachte die Jugendjahre in Weiden
  • Bernhard M. Baron (* 1947), Kulturmanager, Initiator und Organisator der „Weidener Literaturtage“ (1985–2007)
  • Florian Hinterberger (* 1958), Fußballspieler und Trainer, wuchs in Weiden auf
  • Michal Bartosch (* 1985), deutscher Eishockeyspieler, wuchs in Weiden auf

Ehrenbürger[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Weiden in der Oberpfalz

Literatur[Bearbeiten]

  • Curt Schuster: Weiden um 1900. Entdeckungsreise in die jungen Jahre der Stadt. Erinnerungen mit historischen Aufnahmen. Buch & Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 2007, ISBN 978-3-935719-44-5.
  • Karl Bayer / Bernhard M. Baron, Weiden 1933 – Eine Stadt wird braun, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Eberhard Dünninger (Generaldirektor der Bayer. Staatl. Bibliotheken), Weiden 1993 (4. unveränderte Auflage 2002).
  • Bernhard M. Baron: Weiden in der Literaturgeographie: Eine Literaturgeschichte. 4. ergänzte und aktualisierte Auflage. Weiden 2007, ISBN 978-3-937117-54-6. (= Weidner Heimatkundliche Arbeiten Nr. 21)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weiden in der Oberpfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.weiden.info/Stadtteile/index.php
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0. Bd. 1, S. 198.
  4. a b c d  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 538.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 636.
  6. „Wir schaffen es nicht mehr“ (PDF; 447 kB) ein Artikel in der SZ zum Weggang des Augustinerordens aus Weiden
  7. Rede am Ende des Abschiedsgottesdienstes am 18. Juli 2010 von Seminardirektor Karlheinz Binner (PDF; 283 kB)
  8. www.welt.de „CSU-Politiker Schröpf stirbt mit 74 Jahren“(...und 32.000 D-Mark Umsatzsteuer zum Vorteil der Stadtverwaltung nicht an den Fiskus abgeführt zu haben.)
  9. http://www.kinderbuergerfest.de/
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHomepage der Europa-Berufsschule Weiden. Abgerufen am 15. April 2009.
  11. http://www.drf-luftrettung.de/station-weiden.html
Weiden i. d.OPf. aus östlicher Richtung