Joseph Moog

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Joseph Moog

Joseph Moog (* 26. Dezember 1987 in Ludwigshafen) ist ein deutscher Pianist und Komponist und zweifacher Preisträger des International Classical Music Award (ICMA).

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Joseph Moog ist der Sohn zweier Orchestermusiker und wurde 1987 in Ludwigshafen geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren begann er in musikalischem Umfeld mit dem Klavierspiel und dem Komponieren und wurde im Alter von zehn Jahren als Jungstudent an der Hochschule für Musik Karlsruhe aufgenommen. Mit zwölf Jahren debütierte der junge Pianist in Rio de Janeiro und startete damit seine internationale Karriere. Er studierte bei Bernd Glemser an der Hochschule für Musik Würzburg und bei Arie Vardi an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Joseph Moog tritt international zum einen mit dem gängigen klassischen, romantischen und modernen Klavierrepertoire auf, hat sich zum anderen aber auch mit zahlreichen Raritäten einen Namen gemacht (Leopold Godowsky, Ferruccio Busoni, Anton G. Rubinstein, Moritz Moszkowski, Ignaz Friedman und viele andere.). Seine Konzerte führen ihn in die Metropolen Europas, wie unter anderem London, Paris, Prag, Rotterdam, Rom, Berlin, Zürich und Hamburg, sowie nach Asien, in die USA und nach Südamerika.

Joseph Moog arbeitet mit zahlreichen Orchestern (Colorado Symphony Orchestra, Bournemouth Symphony Orchestra, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, Slowenische Philharmonie, Tschaikowsky Sinfonieorchester des Moskauer Rundfunks, Sinfonia Varsovia, Orchestre du Pays de la Loire, Flanders Symphony Orchestra, Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz, Brno Philharmonic Orchestra) und Dirigenten zusammen, wie beispielsweise Andrey Boreyko, Juanjo Mena, Gilbert Varga, Christoph Poppen, Pablo Gonzalez, Nicholas Milton, Ari Rasilainen, Marcus Bosch, Toshiyuko Kamioka, John Axelrod, Fabrice Bollon, Karl-Heinz Steffens, Theodor Guschlbauer, Petr Altrichter, Patrick Lange, Othmar Maga, Philippe Entremont, Markus Poschner oder Michael Sanderling.

Aufnahmen[Bearbeiten]

2007 veröffentlichte er mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Ari Rasilainen die beiden Klavierkonzerte und den Totentanz von Franz Liszt. Weitere CDs: „Metamorphose(n)“ (2009) mit Transkriptionen von Liszt, Busoni, Godowsky, Moszkowski und Friedman. Im Jahre 2010 erschien die CD „Divergences“ mit Solowerken von Joseph Jongen, Max Reger und Alexander Skrjabin. Beide Aufnahmen erhielten unter anderem den SuperSonic Award des Luxemburger Magazins Pizzicato. Zum Jubiläum des Komponisten Franz Liszt in 2011 erschien ein Liszt-Recital mit Originalwerken und Bearbeitungen nach Kompositionen von Bach, Beethoven und Schubert. Im Februar 2012 wurde Moog's Debütalbum bei Onyx Classics veröffentlicht. Es enthält die Klavierkonzerte N°4 von Anton G. Rubinstein und N°3 von Sergej Rachmaninoff. 2013 erschien Moogs Solo-CD "Scarlatti Illuminated" - ebenfalls bei Onyx Classics. Joseph Moog kann bereits auf eine umfangreiche Diskography verweisen, für die er neben Spitzenkritiken in der internationalen Presse auch zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekam. Seine achte CD, auf der er die „Grande Sonate“ von Tschaikowski mit der zweiten Sonate von Xaver Scharwenka kombiniert, erschien im Juno 2014. Zusammen mit der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Nicholas Milton hat Joseph Moog die Klavierkonzerte von Grieg und Moszkowski für Onyx Classics eingespielt. Diese CD ist ab Januar 2015 erhältlich.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Joseph Moog wurde im Rahmen des International Classical Music Award 2014 mit einem Preis in der Kategorie "Solo Instrumentalist des Jahres 2014" für seine CD "Scarlatti Illuminated" ausgezeichnet und 2012 als "Nachwuchskünstler des Jahres 2012" (Young Artist of the Year) gekürt. Weiterhin erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie den Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen 2006, den „Prix Groupe Edmond de Rothschild“ 2006, den Förderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2006, den Förderpreis für Nachwuchskünstler Rheinland-Pfalz 2008 und den „Rhein-Mosel Musikpreis“ 2008. Des Weiteren ist Moog Preisträger der „Internationalen Orpheum Stiftung Zürich“ und wurde 2009 in den Kreis der „Young Steinway Artist“ aufgenommen.

In seinen Recitals führt Joseph Moog immer wieder seine eigenen Kompositionen auf. Peter Cossé schrieb im April 2010 in der Zeitschrift Klassik Heute, dass Moog „zu den interessantesten Interpreten seiner Generation und zu den auffälligsten Erscheinungen des gegenwärtigen Musiklebens“ zähle.[1]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2007 Franz Liszt: Klavierkonzerte 1 und 2, Totentanz Claves-50-2707
  • 2009 Metamorphose(n) Claves-50-2905, Werke von Liszt, Moszkowski, Busoni, Friedmann und Godowsky
  • 2010 Divergences Claves-50-1005, Werke von Joseph Jongen, Max Reger und Alexander Skrjabin
  • 2011 Recital Franz Liszt Claves-50-1108
  • 2012 Rubinstein & Rachmaninov: Piano Concertos Onyx 4089
  • 2013 Scarlatti Illuminated Onyx 4106
  • 2014 Tchaikovsky & Scharwenka Piano Sonatas Onyx 4126

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klavierabend Joseph Moog: Ein Solo-Konzert des jungen Pianisten