Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

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Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern ist ein deutsches Rundfunkorchester. Das Orchester wurde im September 2007 als Zusammenschluss des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

1951 wurde von Emmerich Smola das Rundfunkorchester Kaiserslautern für den Südwestfunk gegründet. Es bestand neben einem Sinfonieorchester des Senders und war für niveauvolle Unterhaltungsmusik und leichte Klassik bekannt. Nachdem der SWR die Nachfolge von Südwestfunk und SDR angetreten hatte, ergaben sich für die Gesamtheit seiner nun 3 Orchester (plus Big Band) ebenso ungünstige Finanzierungs-Perspektiven wie es beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken wegen der geringen Größe seines Senders schon länger der Fall war. Die Fusion von 2007 führte in der Folge zu einer Situation mit 152 Planstellen, davon 45 aus Kaiserslautern und 107 aus Saarbrücken; aber innerhalb weniger Jahre wurden diese bis auf 87 Planstellen (Stand 2012) sozialverträglich abgebaut.[1]

Das Orchester wird gemeinsam von SR und SWR getragen, wobei die Federführung dem SR obliegt. Sitz des Orchesters ist Saarbrücken und Kaiserslautern. Chefdirigent war seit 2007 Christoph Poppen, dessen Vertrag im Sommer 2011 auslief.[2] Ihm folgte ab der Spielzeit 2011/2012 der gibraltarische Dirigent Karel Mark Chichon.

Spielorte[Bearbeiten]

Regelmäßige Spielstätten sind die Congresshalle in Saarbrücken, die Fruchthalle in Kaiserslautern und die Sendesäle des SR in Saarbrücken und des SWR in Kaiserslautern. Pläne für einen Konzertsaal Saarphilharmonie im alten E-Werk in Saarbrücken-Burbach wurden von Christoph Poppen mit initiiert, die Finanzierung ist jedoch bislang ungeklärt.[3]

Auch überregional hat sich das Orchester bereits etabliert; es ist regelmäßig zu Gast in Karlsruhe, Mainz, Essen, der Alten Oper in Frankfurt, der Philharmonie Luxembourg. Die ersten Tourneen des Orchesters führten 2008 in die Schweiz, 2009 nach China und 2010 nach Paris. Im Herbst 2011 folgte die dritte Reise nach Japan mit Stanisław Skrowaczewski, mit diesem Dirigenten die erste als Deutsche Radio Philharmonie. Die vierte Tournee führte im November 2012 nach Südkorea.[4]

Zu Gast sind international renommierte Solisten wie die Sängerinnen Elīna Garanča, Angelika Kirchschlager und Juliane Banse, Pianisten wie Tzimon Barto und Francesco Piemontesi, und u.a. die Dirigenten Emilio Pomarico, Jukka-Pekka Saraste und die „Altmeister“ Stanislaw Skrowaczewski, Günther Herbig, Gennadi Nikolajewitsch Roschdestwenski.

Die Konzerte der Deutschen Radio Philharmonie werden – über die deutsch-französische Rundfunk-Kooperation europaweit – auf SR 2 Kulturradio und auf SWR2 übertragen. Fernsehaufzeichnungen auf ARTE und in der ARD machen das Orchester einem größeren Publikum bekannt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Nach der Gesamteinspielung der Mendelssohn-Sinfonien schloss sich die Gesamtaufnahme der Tschaikowsky-Sinfonien (Christoph Poppen) und der Sinfonien des Brahms-Zeitgenossen Théodore Gouvy (Jacques Mercier) an. Unter der Leitung des ersten Gastdirigenten Stanisław Skrowaczewski sind nach der Gesamteinspielung aller elf Bruckner-Symphonien sämtliche Schumann-Symphonien und eine CD mit eigenen Werken erschienen (alle bei Oehms Classics), sämtliche Brahms-Symphonien folgen.[5]

Varia[Bearbeiten]

Unterstützt wird die Deutsche Radio Philharmonie ideell und finanziell vom Verein Freunde der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

Chefdirigenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken[Bearbeiten]

Chefdirigenten der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

Musikchefs[Bearbeiten]

  • Rudolf Michl
  • Otto Sertl
  • Ulf Thomsen
  • Christof Bitter
  • Gideon Rosengarten
  • Peter Rocholl
  • Sabine Tomek
  • Benedikt Fohr

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Musikinformationszentrum
  2. Dirigent Poppen verlängert Vertrag bei Radiophilharmonie nicht in der Saarbrücker Zeitung vom 19. März 2010
  3. Was noch fehlt? Ein Konzertsaal in der Saarbrücker Zeitung vom 3. April 2010
  4. Südkorea-Tournee bei drp-orchester.de
  5. CD-Neuheiten bei drp-orchester.de

Weblinks[Bearbeiten]