Konz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Trier-Saarburg | |
| Verbandsgemeinde: | Konz | |
| Höhe: | 130 m ü. NN | |
| Fläche: | 44,54 km² | |
| Einwohner: |
17.855 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 401 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54329 | |
| Vorwahl: | 06501 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TR, SAB | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 35 068 | |
| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Karl-Heinz Frieden (CDU) | |
| Lage der Stadt Konz im Landkreis Trier-Saarburg | ||
Konz (von lateinisch Contionacum) ist eine Stadt im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Konz, der sie auch angehört. Konz ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Konz liegt an der Mündung der Saar in die Mosel, etwa acht Kilometer von Trier entfernt.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
| Stadtteil | Stand 31. Dez. 2007 | Stand 31. Dez. 2010 |
|---|---|---|
| Konz mit Karthaus | 12.193 | 12.315 |
| Filzen | 370 | 333 |
| Hamm | 106 | 108 |
| Kommlingen | 393 | 409 |
| Könen | 2.304 | 2.295 |
| Krettnach | 494 | 494 |
| Niedermennig | 858 | 863 |
| Oberemmel | 1.627 | 1.630 |
| Obermennig | 277 | 294 |
Die Einwohnerzahlen wurden der Einwohner-Bestandsstatistik entnommen.[3]
Klima [Bearbeiten]
Der Jahresniederschlag beträgt 764 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 55 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November. Im November fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Geschichte [Bearbeiten]
Contionacum war der Name einer spätrömischen Kaiservilla (die Kaiservilla von Konz), deren Reste ergraben und die auch in antiken Quellen genannt wird. Besondere geschichtliche Bedeutung erlangte die am 11. August 1675 bei Konz ausgefochtene „Schlacht an der Konzer Brücke“, in der kaiserliche Truppen unter Führung des Generals Grana ein Heer Ludwig XIV. unter Marschall François de Bonne de Créqui vernichtend schlugen. Zur Erinnerung an diese Schlacht errichtete man im Jahre 1892 auf der Granahöhe, einer niedrigen Felsterrasse am Rande des Schlachtfeldes unweit der Konzer Brücke, das Granadenkmal.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Konz durch die verkehrsgünstige Lage zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Die Linien von Saarbrücken, Metz, Luxemburg und aus dem Sauertal treffen sich hier mit der Verbindung nach Trier, Eisenbahnbrücken überspannen seitdem Mosel und Saar.
Am 24. November 1937 wurde der Gemeindename Karthaus-Konz in Konz geändert.[4]
Am 20. Juli 1946 wurde Konz gemeinsam mit weiteren 60 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem am 16. Februar 1946 an Frankreich abgetretenen Saarland angegliedert. Am 8. Juni 1947 wurde diese französische Gebietserweiterung bis auf 20 Gemeinden wieder zurückgenommen und damit kam Konz zum 1946 neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.
Im Jahre 1959 wurde Konz zur Stadt erhoben. 2009 wurde das 50-jährige Stadtjubiläum gefeiert.
Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kommlingen eingemeindet. Am 7. November 1970 erfolgte die Eingemeindung von Filzen, Könen, Mennig und Oberemmel. Die Gemeinde Filzen war zuvor am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Filzen und Hamm bei Filzen neu gebildet worden, die Gemeinde Mennig entstand am selben Tag aus den Gemeinden Krettnach und Niedermennig.[5]
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Konz bezogen auf das heutige Stadtgebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
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Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat Konz besteht aus 32 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:[6]
| Wahl | SPD | CDU | FDP | GRÜNE | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 7 | 12 | 2 | 3 | 8 | 32 Sitze |
| 2004 | 7 | 14 | 2 | 3 | 6 | 32 Sitze |
Partnerstädte [Bearbeiten]
- Brienon (Frankreich), seit 1966
- Charny (Yonne) (Frankreich), seit 1970
- Koksijde (Belgien), seit 1973
- Puck (Polen), seit 2003
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Freilichtmuseum Roscheider Hof
- Kloster Karthaus
- Saarmündung
- Skulpturenweg „Steine am Fluss“
- Historische Ölmühle im Ortsteil Niedermennig
- Konzer Doktorbrunnen
- Ruinen der Kaiservilla
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Konz
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Die im sogenannten "Konzer Tälchen" liegenden Stadtteile sind erheblich geprägt vom Weinbau und führen dazu, dass Konz mit 256 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport, Zell und Leiwen viertgrößte Weinbaugemeinde an der Mosel ist. Es wird traditionell überwiegend Riesling vor allem am Steilhang angebaut.
Industriell als auch städtebaulich entwickelte sich die Stadt in ihrem Ursprung durch die Eisenbahn, auch wenn seit den 1950er Jahren durch die Bahn bei den Bahnhöfen in Konz die meisten Arbeitsplätze abgebaut wurden. Die Eisenbahnanlagen waren für Konz dominant, wozu auch Bahnbrücken über die Mosel (Konzer Moselbrücke) und die Saar gehörten. Die im Volksmund als „Hindenburgbrücke“ bezeichnete zweite Eisenbahnbrücke (1912 in Betrieb genommen) führte über die Mosel, wurde jedoch Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. In Konz treffen sich die Eisenbahnlinien Luxemburg - Trier, Perl - Trier und Saarbrücken - Trier, so ist auch die Anzahl von vier innerstädtischen Bahnhöfen zu erklären.
Im Jahre 1897 wurde durch Hubert Zettelmeyer das Straßenbau- und Maschinenbauunternehmen Zettelmeyer gegründet. Dieser Betrieb war neben der Eisenbahn ein weiterer Garant für die industrielle Entwicklung der Stadt. 1981 wurde der Traditionsbetrieb vom Stadtzentrum in das Industriegebiet Konz-Könen verlagert.
Die Arbeitsplatzverluste bei der Eisenbahn wurden durch die Ansiedlung zweier weiterer Betriebe der Kunststoff- bzw. Textilverarbeitungsindustrie (Pegulan-Werke und KUAG) Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre zumindest mittelfristig etwas kompensiert.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Volvo Construction Equipment (ehemals Zettelmeyer)
- Tarkett (ehemals Pegulan)
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Schulen [Bearbeiten]
- Grundschule St.Johann Konz-Karthaus
- Grundschule St. Nikolaus
- Grundschule Konz-Könen
- Grundschule Konz-Oberemmel
- Realschule plus Konz
- Gymnasium Konz
Feuerwehr [Bearbeiten]
Die Freiwillige Feuerwehr in der Stadt Konz ist für die Stadt und als Stützpunktfeuerwehr für die Verbandsgemeinde zuständig. Die Feuerwehr wurde 1925 gegründet. Im selben Jahr wurde im heutigen Stadtteil Karthaus die Feuerwehr Merzlich gegründet. Die Feuerwehren fusionierten 1929. 1991 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Die Feuerwehr besitzt 11 Fahrzeuge, darunter ein Wechselladerfahrzeug auf MAN TGA 26.390-Fahrgestell, welches 2007 aufgrund eines schweren Zugunglückes durch das Land Luxemburg und den Kreis Trier-Saarburg beschafft wurde. Als Beladung stehen ein Abrollbehälter AB-Rüst schwer und ein AB-Logistik zur Verfügung.[7]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Valentinian I. (321–375), Römischer Kaiser des Westreichs
- Georg Canaris (1740–1819), Pfarrer und kurfürstlicher erzbischöflicher Schulvisitator des Bistums Trier.
- Nikolaus Valdenaire (1772–1849), Französischer Soldat, Fabrikant, Abgeordneter im Rheinischen Provinziallandtag, Gutsbesitzer des Roscheider Hofs und Revolutionär 1848/49
- Viktor Valdenaire (1812–1881), Fabrikant, Abgeordneter der Preußischen Nationalversammlung, Besitzer des Roscheider Hofs und Revolutionär 1848/49
- Hansjörg Kohlbecher (1895–1981), deutscher Unternehmer und Politiker
- Otto van Volxem (1913–1994), Weingutsbesitzer und Politiker
- Max Günther Piedmont (1916–1989), Politiker
- Karl-Hans Riehm (* 1951), Hammerwerfer
- Alfons Berg (* 1955), Fußball-Schiedsrichter
- Karl-Heinz Frieden (* 1957), Bürgermeister
- Reimund Dietzen (* 1959), Radrennfahrer
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistische Daten Stadt Konz
- ↑ Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 268
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 183 (PDF; 2,6 MB)
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
- ↑ Internetangebot der Freiwilligen Feuerwehr Konz. Abgerufen am 26. Juni 2009.
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