Juan Goytisolo

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Juan Goytisolo [xu̯an gɔi̯tiˈsɔlɔ] (* 6. Januar 1931 in Barcelona) ist ein spanischer Journalist und Schriftsteller. Er ist der Bruder der Schriftsteller José Agustín und Luis Goytisolo.

[Bearbeiten] Leben

Geboren in Barcelona, besuchte Juan Goytisolo ein Jesuitengymnasium und begann ein Jurastudium, das er jedoch abbrach. Später distanzierte er sich vom großbürgerlichen Milieu der Familie; 1956 ging er ins selbst gewählte Exil nach Paris, wo er Vertreter des Nouveau Roman und der Gruppe Tel quel kennenlernte. Er lebt heute (2006) abwechselnd in Frankreich, Spanien und Marokko. Während des Jugoslawienkriegs hat er den Überlebenskampf der bosnischen Moslems von Sarajevo aus schreibend unterstützt. 1993 wurde ihm der Nelly-Sachs-Preis verliehen.

J. Goytisolo, I-Cervantes Berlin 2008
J. Goytisolo, I-Cervantes Berlin 2008

[Bearbeiten] Werk

Goytisolos Hauptwerk ist eine von Américo Castros (Spanien: Vision und Wirklichkeit, 1948/1953) Geschichtsbild beeinflusste Romantrilogie, bestehend aus den Romanen Señas de Identidad (dt. Identitätszeichen, Suhrkamp 1978, ISBN 3-518-02942-8), Reivindicación del Conde don Julián (dt. Rückforderung des Conde don Julián, Suhrkamp 1976, ISBN 3-518-02941-X) und Juan sin Tierra (dt. Johann ohne Land, Suhrkamp 1981, ISBN 3-518-02943-6). Goytisolo übt scharfe Kritik am traditionellen Spanienbild.

Zur Zeit lebt Juan Goytisolo in Marrakesch, direkt am Djemaa el Fna, einem weltbekannten Marktplatz, dessen orientalisches Treiben in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Goytisolo setzte sich maßgeblich für diese Entscheidung ein.

[Bearbeiten] Weblinks

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