Karl Max Einhäupl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Max Einhäupl (* 11. Januar 1947 in München) ist ein deutscher Neurologe und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Seit September 2008 ist er Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Karl Max Einhäupl absolvierte bis 1974 das Studium der Humanmedizin und promovierte 1975 an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. 1986 wurde er im Fachgebiet Neurologie habilitiert und 1988 folgte die Berufung zum Professor an die Neurologische Klinik der LMU München mit Schwerpunkt Neurologische Intensivmedizin.

1992 erfolgte der Ruf auf die Professur für Neurologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1993 bis 2008 war Einhäupl Direktor der Klinik für Neurologie der Charité Berlin. In dieser Zeit erfolgte u.a. die Zusammenführung der Klinikstandorte in Berlin Mitte, Wedding (Rudolf-Virchow-Krankenhaus) und Steglitz (Universitätsklinikum Benjamin Franklin). Am 2. September 2008 trat er die Nachfolge von Detlev Ganten als Vorstandsvorsitzender der Charité in Berlin an.[1]

Von 2001 bis 2006 war er Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Von 2003 bis 2009 war er Mitglied des Gesundheitsforschungsrates beim BMBF und seit 2007 Mitglied des Kuratoriums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Vorsitzender des Hochschulrates der TU München.

Einhäupl gehörte einem internationalen Ärzteteam an, welches im Februar 2012 die ehemalige ukrainische Regierungschefin Julija Tymoschenko in einem Gefängnis in der ostukrainischen Stadt Charkiw untersuchte. Die Untersuchungsergebnisse wurden in einem versiegelten Umschlag an die Behörden der Ukraine übergeben.[2]

Ehrungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 wurde Einhäupl das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Seit 2005 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einhäupl wird Vorstandsvorsitzender der Berliner Charité, abgerufen am 11. November 2008.
  2. Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab. In: Berliner Morgenpost. 15. Februar 2012
  3. Lebenslauf bei der Charité (PDF-Datei; 11 kB), abgerufen am 11. November 2008.