Karl Raupp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Raupp (* 2. März 1837 in Darmstadt; † 14. Juni 1918 in München) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Der neugierige Dackel, Sonnenstrahlen im Wald

Raupp bildete sich anfangs bei August Lucas zum Landschaftsmaler und von 1856 bis 1858 unter Jakob Becker am Städelschen Institut zu Frankfurt für das Genre aus. Als Schüler der Münchener Akademie schloss er sich 1860 bis 1865 eng an Karl Piloty an. Darauf gründete er sich ein eigenes Atelier und bildete bald auch eine kleine Privatmalschule.

1868 wurde er als Professor der Malerei an die Kunstgewerbeschule Nürnberg berufen und war in dieser Stellung bis 1879 tätig, als er nach München zurückkehrte und eine Professur an der dortigen Akademie übernahm. Dort unterrichtete er zahlreiche Schüler, die später als Maler und Zeichner oder anderweitig bekannt wurden, wie unter anderem Karl Arnold, Fritz und Erich Kuithan, Hans Brand, Kristoffer Holst, Walter Queck, Andrea Robbi, Karl Gross-Sattelmair, Wilhelm Stumpf, Alois Kolb, Joseph Henfling und Joseph Ehrismann. Raupp malte mit Vorliebe stimmungsvolle Bilder, in welchen Landschaft und Staffage sich das Gleichgewicht halten, und vorzugsweise Motive aus dem Leben der Fischer und Landleute am Chiemsee, den er 1869 kennenlernte. Er wurde wegen dieser Thematik auch der "Chiemsee-Raupp" genannt, gründete eine Malerkolonie auf der Fraueninsel, verfasste ein Handbuch der Malerei (4. Aufl. 1904) und war Mitherausgeber der 1918 veröffentlichten Künstlerchronik vom Frauenchiemsee.

Er hatte einen feinen Sinn für die Farbe; sein Vortrag war breit und kräftig.

Werkauswahl[Bearbeiten]

  • Im Schutz der Mutter
  • Kahnfahrt auf dem Chiemsee
  • Junges Volk
  • Verschiedene Passagiere
  • Heimkehr vor dem Wetter
  • Auf stiller Flut
  • Glücklich gelandet in den Wellen
  • Gebetläuten am Mittag während der Ernte
  • Ave Maria
  • Amalie Nister als Braut des Künstlers (München, Neue Pinakothek)
  • Aufziehendes Gewitter am Chiemsee, um 1885 (München, Neue Pinakothek)
  • Ernste Begegnung, 1889 (Münster, Westfälisches Landesmuseum)

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.