Karl Vorländer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Vorländer (* 2. Januar 1860 in Marburg; † 6. Dezember 1928 in Münster) war Gymnasialprofessor in Solingen und Philosoph.

Vorländer verbindet mit dem Entwicklungsgedanken und einem idealistisch-ethischen Sozialismus den Kantschen Kritizismus (im Sinne von Hermann Cohen, Paul Natorp u.a.). Der kategorische Imperativ ist in seiner sozialen Fassung zu betonen (Behandlung des Menschen als Zweck). Die Ethik ist sozialethisch zu behandeln; ihre oberste Idee ist (wie nach Stammler) die Gemeinschaft freiwollender Menschen. Bekannt wurde Vorländer besonders durch seine „Geschichte der Philosophie“ (1903, 2 Bde.) und durch seine Kantbiographie.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ausgaben von Werken Kants (Kritik der reinen Vernunft, mit Register, 1899, u.a.)
  • Die Kantsche Begründung des Moralprinzips, 1889
  • Der Formalismus der Kantschen Ethik in seiner Notwendigkeit und Fruchtbarkeit, Diss. phil. Marburg 1893
  • Goethes Verhältnis zu Kant (Kantstudien I ff.)
  • Kant und der Sozialismus, 1900
  • Die neukantische Bewegung im Sozialismus, 1902
  • Geschichte der Philosophie, 1. A. 1903 (Online bei textlog.de); 3. A. 1911; 5. A. 1919 (Online bei zeno.org)
  • Kant, Schiller, Goethe, 1907
  • Marx und Kant, 1904; 1911
  • Kant und Marx: ein Beitrag zur Philosophie des Sozialismus, 1911; 1926
  • Immanuel Kant. Der Mann und das Werk, Hamburg: Meiner, 1924, 3. erw. Aufl. 1992

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Eisler (1876-1927): Philosophen-Lexikon. Leben, Werke und Lehren der Denker, 1912

Weblinks[Bearbeiten]