Kurt Gribl

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Oberbürgermeister Kurt Gribl, 2010 beim Neubürgerempfang

Kurt Gribl (* 29. August 1964 in Augsburg) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (CSU). Er ist seit dem 1. Mai 2008 Oberbürgermeister der Stadt Augsburg.

Werdegang[Bearbeiten]

Gribl wurde als Sohn des Ehepaars Kurt und Rosina Gribl geboren, die gemeinsam einen landwirtschaftlichen und kaufmännischen Betrieb führten. Nach dem Besuch der Grundschule im Augsburger Stadtteil Kriegshaber wechselte er 1975 auf das Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß. Zwischen 1986 und 1990 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg. Noch während des Referendariats promovierte er am Lehrstuhl von Professor Jörg Tenckhoff zum Doktor der Rechte. Von 1986 bis 1995 war er 1. Kommandant und Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Augsburg-Kriegshaber.

Nach einer dreijährigen Referendarausbildung im Bezirk des Oberlandesgerichtes München mit Stationen bei der Regierung von Schwaben, im Landratsamt Augsburg, bei der Stadt Augsburg und im Landgericht Augsburg trat er 1993 in eine Augsburger Rechtsanwaltskanzlei ein, deren Sozius er seit 1996 ist. 2005 erhielt er seine Zulassung zum Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Zwischen 2004 und 2007 übernahm er Lehraufträge an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und der Hochschule Mittweida (FH).

Privates[Bearbeiten]

Kurt Gribl ist seit 1988 verheiratet mit der Diplom-Betriebswirtin Susanne Gribl, geborene Off, mit der er 3 Kinder hat. Wenige Monate nach seiner Wahl zum Augsburger Oberbürgermeister gab er im August 2008 die vorläufige Trennung nach 20 Jahren Ehe bekannt[1]. Im Januar 2010 trat er erstmals öffentlich mit seiner neuen Partnerin Sigrid Einfalt auf, die während des Wahlkampfs als Angestellte der beauftragten Werbeagentur seine persönliche Betreuerin gewesen war und kündigte die Scheidung von seiner Frau an. Gerüchte über ein Verhältnis zu seiner Wahlkampfhelferin vor der Wahl ließ er gerichtlich verbieten. Dazu brachte er auch Arno Loeb, den Herausgeber der Augsburger Skandal-Zeitung wegen angeblicher Verleumdung vors Gericht.[2] In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen sagten Gribl und Einfalt, dass egal ob sie bald heiraten würden oder nicht die Kritiker immer etwas daran auszusetzen hätten.[3]

Politik[Bearbeiten]

Im September 2006 wurde der damals parteilose Gribl von der Augsburger CSU als „Mister X“ als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im März 2008 nominiert. Im ersten Wahlgang am 2. März 2008 erzielte er für viele überraschend mit einem Anteil von 44,3 % die meisten Stimmen. Amtsinhaber Paul Wengert (SPD) erhielt 40,6 %. Die Wahlbeteiligung betrug 47,6 %. In der Stadtratswahl wurde Gribl mit 65.581 Stimmen zum so genannten „Stimmenkönig“. In der Stichwahl am 16. März 2008 setzte er sich bei nochmals gesunkener Beteiligung (ca. 45 %) mit 55,9 % gegen Wengert durch. Seine Amtseinführung wurde am 2. Mai 2008 vollzogen. Im Stadtrat regiert er in einer Koalition mit der erstmals angetretenen Bürgergruppierung „Pro Augsburg“ sowie den Freien Wählern Bayern. Seit Ende 2012 hat er keine Regierungsmehrheit mehr. Personalstreitigkeiten innerhalb der CSU, die Gribl nicht in den Griff bekam, führten zu reihenweisen Austritten aus der Koalition.

Bereits vor der Wahl hatte er angekündigt, nach einem Wahlsieg in die CSU eintreten zu wollen. Der Eintritt wurde am 24. Mai 2008 im Rahmen eines CSU-Bürgerempfangs in Augsburg im Beisein des CSU-Vorsitzenden Erwin Huber und des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein vollzogen. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. März 2014 wurde Gribl im ersten Wahlgang mit 51,9 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt. [4]

Quellen[Bearbeiten]

  1. OB Gribl und seine Frau trennen sich
  2. Augsburger Allgemeine: OB Gribl hat eine neue Partnerin
  3. Augsburger Allgemeine: Gribl und seine Lebensgefährtin sprechen über sich
  4. [1]