Ulrich Maly
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Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Oberbürgermeister von Nürnberg.
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[Bearbeiten] Leben
Maly besuchte die Grundschule Ambergerstraße und das Johannes-Scharrer-Gymnasium in Nürnberg. Er engagierte sich seit 1967 ehrenamtlich bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken und war als deren Delegierter in den 1980er Jahren Vorsitzender des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Seit Januar 1984 ist Maly Mitglied der SPD. Nach dem Zivildienst im Mimberger Altenheim studierte er bis 1987 Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit den Hauptfächern Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht.
1990 folgte die Promotion zum Dr. rer. pol. (magna cum laude) mit der Dissertation „Wirtschaft und Umwelt in der Stadtentwicklungspolitik“. Im selben Jahr wurde er Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion, von 1996 bis 2002 war er Kämmerer der Stadt Nürnberg. Seit 1. Mai 2002 ist Maly Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg. Im November 2005 wurde er als Beisitzer in den Bundesparteivorstand der SPD gewählt.
Maly ist seit 1991 verheiratet und Vater von zwei Kindern.
[Bearbeiten] Amtszeit
In der Zeit als Kämmerer führte Maly ein Konzept der Budgetierung als Bestandteil einer Verwaltungsreform ein. Er entwickelte Finanzierungsmodelle beispielsweise für das Eisstadion sowie für den Ausbau des Frankenstadions anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.
Als Oberbürgermeister stieß er verschiedene Integrations-Maßnahmen an, so das Projekt „Spielend lernen in Familie und Stadtteil“, durch das sozial benachteiligte Familien in bestimmten Stadtteilen gezielt gefördert wurden. Maly führte „mobile Bürgerversammlungen“ ein, bei denen er zusammen mit Vertretern der Verwaltung in den Stadtteilen Probleme mit Bürgern vor Ort diskutiert. Er schloss in seiner Funktion als OB für die Stadt eine Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG und ihren Immobilientöchtern ab, die die einvernehmliche städtebaulichen Entwicklung der von der Bahn AG nicht mehr benötigten Flächen regelt. Insgesamt sollen in Nürnberg rund 280 Hektar umgestaltet werden. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung eines neuen Stadtteils an der Brunecker Straße im Nürnberger Süden.
Maly ist gegenwärtig deren Erster Ratsvorsitzender.
[Bearbeiten] Aufgaben und Funktionen
Maly nimmt, zum Teil als Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, folgende Aufgaben und Funktionen wahr:
- Vorsitzender im Aufsichtsrat verschiedener städtischer Töchter, wie den Städtischen Werken Nürnberg, der N-ERGIE, der Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg mbH und der NürnbergMesse.
- Mitglied im Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg und des Flughafen Nürnberg.
- Mitglied im Vorstand des Bayerischen Städtetags und im Präsidium des Deutschen Städtetag
- Mitglied des Landesvorstandes und des Bundesvorstandes der SPD
- Vorsitzender der Jury „Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis“
- Stiftungsratsvorsitzender der „Stiftung Staatstheater Nürnberg“
- Vorsitzender in verschiedenen Stiftungen, darunter der „Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg“
- Vorstand der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg und des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) sowie anderen Vereinen.
[Bearbeiten] Werke
Wirtschaft und Umwelt in der Stadtentwicklungspolitik, Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden, 1991, ISBN 3824400871
[Bearbeiten] Weblinks
Christian Gottfried Lorsch (1818–1821) | Jakob Friedrich Binder (1821–1853) | Maximilian von Wächter (1854–1867) | Otto Stromer von Reichenbach (1867–1891) | Georg Ritter von Schuh (1892–1913) | Otto Geßler (1913–1919) | Hermann Luppe (1920–1933) | Willy Liebel (1933–1945) | Julius Rühm (1945) | Martin Treu (1945) | Hans Ziegler (1945–1948) | Otto Ziebill (1948–1951) | Otto Bärnreuther (1952–1957) | Andreas Urschlechter (1957–1987) | Peter Schönlein (1987–1996) | Ludwig Scholz (1996–2002) | Ulrich Maly (seit 2002)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Maly, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg |
| GEBURTSDATUM | 8. August 1960 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |