LKAB

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LKAB
LKAB wordmark.svg
Rechtsform Aktiebolag
Gründung 1890
Sitz Luleå
Leitung Lars-Eric Aaro[1]
Mitarbeiter 4.199 (Dezember 2012)[1]
Umsatz 326.971 Mio SEK (2012)[1]
Gewinn 11.023 Mio SEK (2012, vor Steuern)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Bergbau
Website http://www.lkab.com

LKAB, als Abkürzung für Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag, ist ein schwedisches Bergbauunternehmen mit Sitz in Luleå, das in Kiruna hauptsächlich Eisenerz fördert und sich zu 100 % im Besitz des schwedischen Staats befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwei Jahre vor der Gründung der LKAB fuhr der der erste Erzzug auf mit Eisen aus dem Malmbergetin Gällivare nach Luleå zum neu errichteten Erzhafen Svartön. 1899 wurde dann die Strecke von Gällivare nach Kiruna eröffnet und 1902 die gesamte Strecke bis ins norwegische Narvik, womit die LKAB das Eisenerz ganzjährig vom eisfreien Hafen in Narvik weltweit absetzen konnte.

1898 wurde Hjalmar Lundbohm Generaldirektor von LKAB. Der Geologe[2] gilt als Gründer der Stadt Kiruna und bis zu seiner Pensionierung 1920, als Schlüsselperson der positiven Entwicklung des Unternehmens und der Region.

1903 übernimmt das Unternehmen Trafikaktiebolaget Grängesberg-Oxelösund (TGO) die AB Gellivare Malmfält (AGM) gemeinsam mit deren Tochtergesellschaft LKAB. Vier Jahre später steigt der Staat in das Unternehmen ein, indem er alle Vorzugsaktien der LKAB kauft.

1954 baut das Unternehmen die erste Pelletsfabrik Europas in Malmberget. Drei Jahre später, 1957, übernimmt der Staat LKAB mit 96 %, die restlichen 4 % bleiben bei der TGO. Zu 100 % in staatlicher Hand ist das Unternehmen dann seit 1976[3].

1961 öffnete die LKAB den Tagebau in Leväniemi im Erzfeld von Svappavaara, welcher 1983 wegen schlechter Marktverhältnisse wieder geschlossen werden musste. Anschließend wurde das Bergwerk geflutet. Nach erlangen der Umweltgenehmigungen möchte die LKAB die Mine wieder entwässern und die Anlage wieder in Betrieb nehmen. 1968 öffnete die LKAB in Svappavaara ein Pelletswerk[4].

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

LKAB besitzt sieben schwedische Tochtergesellschaften:[5]

Bergwerke[Bearbeiten]

Der Erzberg Kiirunavaara mit Lüftungsschacht der Grube und LKAB-Verwaltungsgebäude im Vordergrund.

Das wichtigste und größte Bergwerk der LKAB ist die Eisenerzgrube Kiruna, sie gilt als weltgrößtes Eisenerz-Bergwerk[6].

Eine weitere Mine befindet sich in Malmberget, sie erschließt 20 Eisenkörper und ist das weltweit zweitgrößte Eisenerz-Bergwerk[7]. Dort wurde 2013 eine neue Hauptfördersohle bei 1250 Metern erschlossen und damit der Bergbau für 20 bis 30 Jahre an diesem Standort gesichert.

Die dritte große Mine ist die Gruvberget Mine im Erzfeld Svappavaara. Dort wird im Gegensatz zu den anderen beiden Minen im Tagebau Erz abgebaut. Die Produktion dieser Mine zusammen mit den sich in der Nähe befindlichen geplanten Minen Leväniemi und Mertainen wird 2015 etwa 25% der Gesamtproduktion von Eisen und Erz der LKAB sein[8].

In den Bergwerken der LKAB sind insgesamt 1000 Kilometer Straßen verbaut[7].

Literatur[Bearbeiten]

  • C. Quinteiro, M. Quinteiro, O. Hedstrom: Underground Iron Ore Mining at LKAB, Sweden
    in W. A. Hustrulid: Underground mining methods: engineering fundamentals and international case studies, Society for Mining Metallurgy & Exploration, 2001, ISBN 978-0873351935

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LKAB – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d 2012: ANNUAL AND SUSTAINABILITY REPORT. LKAB, 31. Dezember 2012, abgerufen am 13. Januar 2014 (PDF, schwedisch).
  2. Lundbohm, Johan Olof Hjalmar. In: Nordisk familjebok. Band 16. Zweite Auflage. Stockholm 1904–1926, S. 1387 f. (schwedisch)
  3. Faith in the Future since 1890. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  4. Svappavaara. LKAB, abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch).
  5. Subsidiaries. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  6. Home to the world’s largest underground iron ore mine. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).
  7. a b Short Facts. LKAB, abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch).
  8. Mines. LKAB, abgerufen am 17. Januar 2014 (englisch).