Schwedische Krone

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Dieser Artikel behandelt die Währung Schwedens. Zur schwedischen Monarchie siehe König von Schweden.
Krone
Staat: SchwedenSchweden Schweden
Unterteilung: 100 Öre
ISO-4217-Code: SEK
Abkürzung: Skr
Wechselkurs:
(19. Dezember 2014)

EUR = 9,4624 SEK
1 SEK = 0,10568 EUR

CHF = 7,8598 SEK
1 SEK = 0,12723 CHF

Die Krone (schwedisch krona, Plural kronor) ist die Währung Schwedens. Sie ist frei konvertierbar. Die Münzen und Banknoten werden von der Schwedischen Reichsbank (Sveriges Riksbank) ausgegeben. Münzen sind derzeit folgende im Umlauf: 1, 2, 5 und 10 Kronen (die 50-Öre-Münzen sind seit dem 30. September 2010 ungültig). Banknoten gibt es in den Werten 20, 50, 100, 500 und 1000 Kronen.

1873 wurde die Krone in ihrer Urform eingeführt und war damals sowohl in Schweden als auch Dänemark, Norwegen und dem heutigen Island gültig. Die selbstständige schwedische Variante gibt es seit 1924. Im Laufe der Geschichte und abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage wurde die schwedische Währung sowohl an den Gold-, Silber- und Papierstandard als auch an das britische Pfund und den US-Dollar angebunden, um ein stabiles Preisniveau zu schaffen. Aktuell wird ein Papierstandard angewandt, bei dem Münzen und Banknoten nicht in Gold- oder Silbereinheiten umgetauscht werden können.

Geschichte[Bearbeiten]

Einführung der schwedischen Krone[Bearbeiten]

Seit 1534 galt in Schweden der Taler (daler) als Landeswährung, der 1604 in Reichstaler (riksdaler) umbenannt wurde.[1]

1873 wurde dann im Zuge der Skandinavischen Währungsunion die Krone in ihrer Urform in Dänemark und Schweden eingeführt. Norwegen schloss sich der Vereinigung vier Jahre später mit einer Zusatzkonvention an. Dies sollte die zunehmende Unabhängigkeit gegenüber Schweden verdeutlichen. Die beiden Länder waren seit 1814 in einer Union vereint und sollten erst 1905 endgültig selbstständige Wege gehen. Geprägt wurde die Krone aber auch in Norwegen schon seit 1874, damals allerdings mit einer doppelten Wertangabe, sowohl in Kronen als auch in der alten Währung speciestaler.

Die krona, wie sie in Schweden genannt wird, war während der Währungsunion in Dänemark, Schweden und Norwegen gültig. Bis 1918 war Island noch ein Teil Dänemarks und führte folglich dasselbe Zahlungsmittel: Die Krone. Nach Islands Autonomisierung behielt es diese bei.

Während des Ersten Weltkrieges kam es zu immer größeren Wechselkursunterschieden zwischen den Kronen der Mitgliedsländer. Die schwedische Variante hatte einen höheren Wert als die der anderen beiden Länder, was zu Arbitragegeschäften führte.[2]

Aufgrund dessen wurde die Skandinavische Währungsunion 1924 aufgelöst. Trotzdem entschieden sich Dänemark, Schweden und Norwegen den Namen „Krone“ für ihre jeweiligen (nun unabhängigen) Währungen beizubehalten.

Die Krone im Lauf der Geschichte[Bearbeiten]

Die folgende zeitliche Einteilung erfolgt bezüglich der Anbindung der Krone an verschiedene Rohstoffwerte (z.B. Gold, Silber) oder Währungen

1873–1914

Bei Einführung der Krone 1873 wurde der Silberstandard vom Goldstandard abgelöst, der bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 gehalten wurde.[3] Damals waren 2480 Kronen 1 Kilogramm Gold wert. Der Umtausch gegen Gold zu einem festen Wechselkurs wurde von der schwedischen Verfassung geschützt, was sich jedoch als nicht sehr zuverlässig erweisen sollte.

1914–1924

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges entschied die Schwedische Reichsbank ohne Einwilligung des Parlaments zum Schutz der Goldreserven gegen einen Goldstandard und für einen Papierstandard, das heißt, Kronen konnten von da an nicht mehr in Gold umgetauscht werden.[4] Es herrschte ein flexibler Wechselkurs zu ausländischen Währungen, was in Kriegszeiten vorteilhafter als ein starrer Wechselkurs war. Die politischen Behörden wollten nach dem Ende des Krieges eine Rückkehr zum Goldstandard. Doch dazu musste die zur Finanzierung von Kriegsmitteln angestiegene Geldmenge zunächst gesenkt werden. Durch diese drastische Senkung des zur Verfügung stehenden Geldes sank das Preisniveau extrem stark,[3] was Schweden 1920/22 eine schwere Deflationskrise bescherte.[5] Der im Rahmen des Goldstandards festgelegte Wechselkurs[6] gegenüber der Mark betrug 1912[7] 1,12 M und 1932[8] 1,25 RM.

1924–1931

Nachdem die Depression sich abgeschwächt hatte, wurde mit der Einführung der ersten unabhängigen schwedischen Variante der Krone 1924 in Schweden der Goldstandard wieder eingeführt. In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre erlebte Schweden ein wirtschaftliches Hoch, was auf der starken Nachfrage nach schwedischen Exportgütern beruhte.[5] Dieser wirtschaftliche Erfolg wurde jedoch schon bald durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 und die darauf folgende Depression gebremst.

1931–1933

Als erstes Land setzte Schweden 1931 der Geldpolitik ein stabiles Preisniveau als Ziel.[9] Für das „managed money“[3] wurde der Papierstandard als geeignete Basis gewählt. Im Zuge dieses Experimentes erhob die Zentralbank einen Verbraucherpreisindex, der als Leitfaden für die Geldpolitik diente.

1933–1939

Mit dem Gedanken der Preisstabilisierung erfolgte 1933 eine Anbindung der Krone an das britische Pfund, das als sehr stabil galt.[9] Schweden war allerdings nicht das erste Land, das dies erkannte. Bereits 1931 hatte sich der sogenannte Sterling Block gebildet.[10]

1939–1951

Aufgrund einer hohen Inflation im Vereinigten Königreich wurde die Krone 1939 an den stärkeren US Dollar angebunden (1 USD = 4,20 SEK).[11]

1951–1973

1951 trat Schweden dem Bretton-Woods-System, einem internationalen Währungssystem nach dem Zweiten Weltkrieg, bei. Basis bildete dabei der amerikanische Dollar, der wiederum an einen bestimmten Goldwert geknüpft war.[12] Insgesamt gab es 45 Mitglieder weltweit in diesem System. Im Laufe der Zeit erwies sich das Währungssystem jedoch als mangelhaft. Unter anderem hatte sich die Zentralbank der USA verpflichtet jederzeit den Dollar in Gold einzulösen, was sich als problematisch erwies. Zum Aufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg gaben die USA großzügig Kredite aus, womit die Menge an Dollars enorm anstieg, jedoch nicht die amerikanischen Goldreserven. So fürchteten viele Länder um ihr Tauschrecht und wechselten große Mengen an Dollars in Gold, bis schließlich 1971 die Golddeckungspflicht aufgehoben wurde. Deshalb trat Schweden im März 1973 aus dem Bretton-Woods-System aus.[13]

1973–1977

Ebenfalls im März 1973 trat Schweden dem nächsten Währungssystem bei: Dem Europäischen Wechselkursverbund (EKV).[11] Dieser wurde schon 1972 von den Mitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (heute: Europäische Gemeinschaft) gegründet. 1977 verließ Schweden den EKV schon wieder, da dieser aufgrund einer hohen Mitgliederfluktuation keine Stabilität gewährleisten konnte.

1977–1991

In der Zeitspanne von 1977 bis 1991 verknüpfte man die Krone mit einem „trade-weighted basket index“, das heißt, man orientierte sich an den 15 größten Handelspartnern und ihren jeweiligen Währungen. Dabei wurde der U.S.-Dollar aufgrund seiner Wichtigkeit doppelt gewertet.[14]

1991–1992

Im Mai 1991 wurde die Krone an das System der Europäischen Währungseinheit geknüpft, ohne dass Schweden ein Mitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft war.

1992–1995

Ein Jahr nach der Anbindung der Krone an die Währungseinheit kam es im europäischen Raum zu finanziellen Turbulenzen, z.B. die Pfundkrise vom 16. September 1992, und man beschloss, den Wechselkurs der Krone nicht mehr fest zu binden.

1995–heute

Am 1. Januar 1995 trat Schweden der Europäischen Union bei. Mit der damit verbundenen Unterzeichnung des Maastrichter Vertrages hat sich Schweden auch verpflichtet, den Euro als Währung einzuführen, sobald die Konvergenzkriterien erfüllt sind. Zum Start des Euro 1999 war dies noch nicht der Fall. Bei einer Volksabstimmung im Jahr 2003 stimmten 56 Prozent gegen die Einführung des Euro. Obwohl Schweden mittlerweile (Stand 2013) die wirtschaftlichen Bedingungen für eine Euro-Einführung mit deutlichem Abstand erfüllt, werden die Konvergenzkriterien in einem Punkt absichtlich nicht erfüllt, um den Euro vorerst nicht einführen zu müssen: Schweden tritt nicht dem Wechselkursmechanismus II bei, der eine enge Bindung der Krone an den Euro bedingen würde. Eine Volksabstimmung sollte frühestens 2013, also zehn Jahre nach dem ersten Referendum, erneut stattfinden. Da laut Meinungsumfragen die Zustimmung zu einer Einführung infolge der Eurokrise massiv gefallen ist, gibt es derzeit keine Bestrebungen, eine neuerliche Abstimmung anzusetzen.

Ausgabeformen[Bearbeiten]

Münzen[Bearbeiten]

Über das Design und Aussehen der Münzen entscheidet die Nationalbank, doch eine Gemeinsamkeit haben alle Münzen: zwei kleine Buchstaben auf der Rückseite. Der erste Buchstabe ist entweder ein „E“ oder ein „S“. Bis Ende 2007 wurde ein „E“ verwendet. Es steht für Eskilstuna, den Namen der Stadt, in der die Münzen geprägt wurden. Seit 2008 steht an derselben Stelle ein „S“, was für Stockholm steht – den Hauptsitz der Nationalbank. Der zweite Buchstabe steht für den Anfangsbuchstaben des Nachnamens einer Persönlichkeit. Bei allen Münzen, die vor 1987 geprägt wurden, war es der Manager der Münzanstalt und bei Prägungen von 1987 bis 2005 wurde der Gouverneur der Riksbank damit geehrt. Seit dem 11. Oktober 2005 ist Stefan Ingves Gouverneur der schwedischen Nationalbank und die Münzen tragen die Buchstaben S und I.[15]

Traditionell trägt die schwedische Ein-Kronen-Münze das Bild des amtierenden schwedischen Monarchen auf der einen Seite und ein Bild des Staatswappens (oder einer Krone) auf der anderen. Außerdem ist das königliche Motto des Monarchen in die Münze geprägt.

Vorläufer waren der Reichstaler (riksdaler) = 48 skilling banco und ab 1858 der riksdaler = 100 Öre.

Zurzeit gültige Münzen
Nennwert Bild Entwurf Material Gewicht Durchmesser Dicke Umlaufzeit
1 Krone Ernst Nordin (Vorderseite) und Annie Winblad Jakubowski (Rückseite). Legierung: 75 % Cu, 25 % Ni 7 g 25 mm 1,88 mm 2009 bis heute
2 Kronen 2 Kronen unbekannt 1952–1966: 40 % Ag, 50 % Cu, 5 % Ni, 5 % Zn
1968–1971: 75 % Cu, 25 % Ni
14 g 31 mm  ? 1876 bis 1971
5 Kronen 5 Kronen unbekannt Magnimat (zwei Schichten 75 % Cu, 25 % Ni, dazwischen eine Schicht 100 % Ni) 9,5 g 28,5 mm 2 mm 1976 bis heute
10 Kronen Ernst Nordin und Marita Norin 89 % Cu, 5 % Al, 5 % Zn, 1 % Sn 6,6 g 20,5 mm 2,9 mm 1991 bis heute

Die kupferfarbene 50-Öre-Münze (siehe Tabelle) ist am 30. September 2010 ungültig geworden (Beschluss des Reichstages vom 25. März 2009).[16] Die Prägung der 2-Kronen-Münze wurde bereits 1971 eingestellt. Sie sind seither aus dem Zahlungsverkehr praktisch verschwunden. Trotzdem werden alle Münzen mit diesem Wert noch bis 30. Juni 2017 als offizielles Zahlungsmittel anerkannt, sofern sie nach 1876 produziert wurden.[17]

Im Laufe der Zeit gab die Nationalbank zu verschiedenen Anlässen Gedenkmünzen aus, wie zum Beispiel zur Ehrung der schwedisch-finnischen Beziehung (2009), zum 150. Geburtstag von Selma Lagerlöf und Carl von Linné und zum Jubiläum der schwedischen Eisenbahn. Zwei weitere Gedenkmünzen wurden anlässlich der Hochzeit der schwedischen Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling am 19. Juni 2010 aufgelegt. Auch diese Münzen gelten als gesetzliches Zahlungsmittel.[18]

Die schwedischen Münzen werden mittlerweile nicht mehr in Schweden hergestellt. Die schwedische Münzprägeanstalt Myntverket in Eskilstuna wurde 2002 an die finnische Münze Rahapaja Oy verkauft. 2008 wurde die Produktion nach Finnland verlegt.[19] Mit der endgültigen Abwicklung des kleinen noch verbliebenen Betriebs von Myntverket im Jahr 2011 ist Schweden ohne eigenen Münzenhersteller.[20]

Banknoten[Bearbeiten]

Derzeit gedruckte Banknoten
Nennwert Bild Porträt Format Umlaufzeit
20 Kronen http://www.riksbank.se/templates/Page.aspx?id=10569 Selma Lagerlöf (Schriftstellerin) 67 mm × 120 mm 1997 bis heute
50 Kronen http://www.riksbank.se/templates/Page.aspx?id=10570 Jenny Lind (Sängerin) 77 mm × 120 mm 2006 bis heute
100 Kronen http://www.riksbank.se/templates/Page.aspx?id=10571 Carl von Linné (Naturwissenschaftler) 72 mm × 140 mm 2001 bis heute
500 Kronen http://www.riksbank.se/templates/Page.aspx?id=10572 Karl XI. (schwedischer König); Rückseite: Christopher Polhem (Wissenschaftler und Erfinder) 82 mm × 150 mm 2001 bis heute
1000 Kronen http://www.riksbank.se/templates/Page.aspx?id=10573 Gustav I. Wasa (schwedischer König) 82 mm × 160 mm 2006 bis heute
5 schwedische Kronen, 1878

Da Banknoten besonders anfällig für Fälschungsversuche sind, hat die schwedische Nationalbank einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Alle Banknoten haben folgende Sicherheitsmerkmale: Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Durchsichtsregister, UV-Fluoreszenz, Mikroschrift. Die neueren 50-, 100-, 500- und 1000-Kronen-Noten haben noch zwei weitere Sicherheitsmerkmale: einen Folienstreifen und die Verwendung einer Perlmutt-Tinte. Die 100- und 500-Kronen-Scheine ohne Folienstreifen wurden am 1. Januar 2006 ungültig, sind jedoch bei der schwedischen Nationalbank noch umtauschbar. Die aktuelle 1000-Kronen-Note hat gegenüber den anderen noch ein neuntes Sicherheitsmerkmal: eine Art Hologramm, das den Wert des Scheines und eine Krone zeigt, die sich beim Neigen der Banknote zu bewegen scheint.[21] Die 50- und 1000-Kronen-Noten ohne Folienstreifen wurden zum 1. Januar 2014 ungültig.[22]

Beschädigte oder verfärbte Banknoten können bei der Riksbank ersetzt werden. Wenn 2/3 des Scheines intakt sind, bekommt man den ganzen Betrag erstattet; ist nur 1/3 der Banknote erhalten, wird nur die Hälfte des Wertes ausgezahlt.

Weiterhin gab die schwedische Nationalbank im Jahre 2005 eine „Sonderbanknote“ zu 100 Kronen mit dem Thema „250 Jahre Tumba Bruk Papiermühle“ heraus. Die Auflage betrug 10.000 Stück. Die Verwendung der Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel ist möglich, jedoch liegt der Sammlerwert weit über dem aufgedruckten Nennwert.

Außenwert der schwedischen Krone[Bearbeiten]

Wechselkurs zur DM[Bearbeiten]

Seit 1953 verlor die schwedische Krone gegenüber der Deutschen Mark (DM) stetig an Wert.[23] 1999 wurde die Deutsche Mark von dem Euro in Deutschland abgelöst. Die folgende Grafik und Tabelle zeigen die historischen Wechselkurse:

Wechselkurs 1 DM in SEK (Mengennotierung aus DM-Sicht)
Wechselkurs 100 SEK in DM (Preisnotierung aus DM-Sicht)
  Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK   Jahr 100 SEK
  1950   1960 80,709   1970 70,324   1980 42,943   1990 27,289   2000 (23,189)   2010 (21,156)
  1951   1961 77,848   1971 68,192   1981 44,747   1991 27,421   2001 (21,159)   2011
  1952   1962 77,557   1972 67,055   1982 38,894   1992 26,912   2002 (21,377)   2012
  1953 80,836   1963 76,837   1973 60,959   1983 33,294   1993 21,248   2003 (21,463)   2013
  1954 80,778   1964 77,171   1974 58,351   1984 34,386   1994 21,013   2004 (21,463)   2014
  1955 81,066   1965 77,442   1975 59,282   1985 34,160   1995 20,116   2005 (21,098)   2015
  1956 80,875   1966 77,402   1976 57,803   1986 30,449   1996 22,434   2006 (21,161)   2016
  1957 81,056   1967 77,237   1977 51,997   1987 28,341   1997 22,718   2007 (21,171)   2017
  1958 80,903   1968 77,260   1978 44,456   1988 28,650   1998 22,128   2008 (20,367)   2018
  1959 80,769   1969 75,911   1979 42,766   1989 29,169   1999 (22,235)   2009 (18,442)   2019

Wechselkurs zum Euro[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle und Grafik zeigen, wie viele Kronen für 1 Euro (Mengennotierung aus Euro-Sicht) im jeweiligen Jahr getauscht wurden:

Wechselkurs 1 Euro in SEK
Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro Jahr 1 Euro
1999 8,8075 2001 9,2551 2003 9,1242 2005 9,2822 2007 9,2501 2009 10,6191 2011 8,9099* 2013 8,8490* 2015
2000 8,4452 2002 9,1611 2004 9,1243 2006 9,2544 2008 9,6152 2010 8,9764* 2012 8,5818* 2014 2016

Wechselkurs zum US-Dollar[Bearbeiten]

Der US-Dollar spielt weltweit eine bedeutende Rolle als Reservewährung. Die folgende Tabelle und Grafik zeigen, wie viele Kronen für 1 US-Dollar (Mengennotierung aus Dollar-Sicht) im jeweiligen Jahr getauscht wurden:

Wechselkurs SEK / USD
Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD Jahr 1 USD
1993 7,7964 1996 6,7035 1999 8,2671 2002 9,7243 2005 7,4775 2008 6,5808 2011 6,9017* 2014
1994 7,7126 1997 7,6364 2000 9,1718 2003 8,0894 2006 7,3766 2009 7,6457 2012 6,4868* 2015
1995 7,1343 1998 7,9516 2001 10,326 2004 7,3496 2007 6,7607 2010 6,7109* 2013 6,5029* 2016


Banknotenumlauf[Bearbeiten]

Anfang 2010 belief sich der Gesamtwert der umlaufenden Banknoten auf 104,6 Milliarden Kronen. Diese Summe war auf insgesamt etwa 372 Millionen Banknoten verteilt. Dabei entfielen mit mehr als 119 Millionen Noten etwa 32 Prozent auf die Stückelung zu 500 Kronen, die somit am häufigsten anzutreffen war.[24]

Zukunft und Euro[Bearbeiten]

Die schwedische Krone ist nicht Teil des Wechselkursmechanismus (WKM) II, der auch als „Eurowarteraum“ bezeichnet wird. Am 14. September 2003 lehnte Schweden in einer Volksabstimmung mit 56,2 zu 41,8 Prozent[25] den Beitritt zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ab. Laut dem Beitrittsvertrag von Schweden zur EU muss das Land den Euro einführen und hat demnach keine Wahlmöglichkeit. Im Gegensatz dazu haben Großbritannien und Dänemark ein vertraglich vereinbartes Recht zum „Opt-Out“, also zum endgültigen Nichtbeitritt. Schweden verhindert derzeit die Einführung des Euro, indem das Land den Beitritt zum Wechselkursmechanismus (WKM) II nicht vollzieht und dadurch die Kriterien zum Einführen des Euro (absichtlich) nicht erfüllt.

2015 und 2016 werden in zwei Etappen neue Banknoten und Münzen eingeführt. Lediglich die aktuellen 10-Kronen-Münzen behalten ihre Gültigkeit. Im April 2011 hat die Schwedische Reichsbank die Motive der neuen Banknoten veröffentlicht, vorgesehen sind Porträts von Astrid Lindgren, Evert Taube, Greta Garbo, Ingmar Bergman, Birgit Nilsson und Dag Hammarskjöld. Dann wird es zum ersten Mal eine 200-Kronen-Banknote geben. Außerdem werden ab 2016 zum ersten Mal seit 1971 wieder Zwei-Kronen-Münzen ausgegeben.[26]

Trivia[Bearbeiten]

Im Frühsommer 2012 tauchten in Schweden gefälschte 1-Kronen-Münzen auf, in denen der Text „Carl XVI Gustaf • Sveriges Konung“ gegen „Vår Horkarl till Kung“ (übersetzt etwa „Unser Hurenbock von König“) ausgetauscht worden ist. Laut Angaben der Schwedischen Reichsbank ist die Fälschung so geschickt ausgeführt, dass sie nicht unmittelbar auffällt. Vermutlich wurde von echten 1-Kronen-Münzen ausgegangen.[27]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwedische Krone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The History of the Swedish Monetary System
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRené Frank: Die Skandinavische Münzunion – ein Münzbund, der unter erheblichem Druck entstand. In: money trend. 12/2005, S. 180–182, abgerufen am 2. Mai 2010 (PDF; 469 kB).
  3. a b c Lars Jonung: Money and Prices in Sweden 1732–1972. In: The Scandinavian Journal of Economics, Vol. 78, No. 1 (Mar., 1976), S. 40–58.
  4. Michael D. Bordo und Anna J. Schwartz: A Retrospective on the Classical Gold Standard, 1821–1931 (PDF-Datei; 586 kB), selection from an out-of-print volume from the National Bureau of Economic Research, 1984, S. 368.
  5. a b Arthur Montgomery: How Sweden Overcame the Depression, 1930–1933, 1938, S. 23.
  6. vgl.: Liste der Wechselkurse (Goldstandard)
  7. Carl Otto: Der Haussekretär. Berlin 1913, S. 485, 3. Umschlagseite.
  8. Von A–Z: Das Konversationslexikon. Berlin 1932, Sp. 417ff.
  9. a b Claes Berg und Lars Jonung: Pioneering Price Level Targeting: The Swedish Experience 1931–1937.
  10. Internetseit „wissen“, Abgerufen am 16. Mai 2010
  11. a b Lars Jonung: Från guldmyntfot till inflationsmål – svensk stabiliseringspolitik under det 20:e seklet (PDF-Datei; 121 kB). In: Ekonomisk Debatt 2000, årg. 28, nr. 1.
  12. History of the Riksbank, Important Dates, 19th century
  13. Vimentis Lexikon
  14. Internetseite International Economics, Abgerufen am 16. Mai 2010
  15. Riksbank, Notes&Coins, Coins
  16. Femtioöringen tas bort (FiU37)
  17. Riksbank, Notes&Coins, Coins, Valid Coins, 2-krona
  18. Riksbank, Notes&Coins, Jubilee and commemorative coins, 21st century (abgerufen am 25. Mai 2012)
  19. http://www.dn.se/ekonomi/finskt-myntverk-ska-satta-pragel-pa-svenska-kronan
  20. http://www.svd.se/nyheter/inrikes/nobelpriser-kan-tillverkas-utomlands_6213379.svd
  21. Sveriges Riksbank (abgerufen am 20. Dezember 2012)
  22. 50- und 1000-Kronen-Banknoten werden ungültig (schwedisch)
  23. Website der Deutschen Bundesbank, Statistiken, Zeitreihen, Historische DM-Devisenkurse der Frankfurter Börse, Abgerufen am 16. Mai 2010
  24. Angaben der Riksbank zum Notenumlauf
  25. Website „Münz-News“, Abgerufen am 16. Mai 2010
  26. Sveriges Riksbank (abgerufen am 20. Dezember 2012)
  27. Jonas Melzer: Kungen kallad horkarl på mynt. In: Affärs Världen. 14. Juni 2012, abgerufen am 5. Juli 2014 (schwedisch).