La Balance – Der Verrat

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Filmdaten
Deutscher Titel La Balance – Der Verrat
Originaltitel La Balance
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1982
Länge 102 Minuten
Stab
Regie Bob Swaim
Drehbuch Bob Swaim
Mathieu Fabiani
Produktion Georges Dancigers
Alexandre Mnouchkine
für Les Films Ariane
Musik Boris Bergman
Roland Bocquet
Luc Laffite
Jean-François Leroi
Kamera Bernard Zitzermann
Schnitt Françoise Javet
Besetzung

La Balance – Der Verrat ist ein französischer Polizeifilm von Bob Swaim aus dem Jahr 1982.

Handlung[Bearbeiten]

Inspektor Palouzi ist entschlossen, den Gangsterboss Massina zur Strecke zu bringen. Als sein Spitzel ermordet wird, setzt er Dédé, einen solide gewordenen ehemaligen Gangster und seine Freundin Nicole, eine Prostituierte, massiv unter Druck, um die beiden als neue Spitzel auf Massina anzusetzen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film stellt auf eine zum Zeitpunkt des Erscheinens neue Art die Arbeit der Polizei und manche ihrer Ermittlungsmethoden am Rande der Legalität dar. Er hat einer Generation junger französischer Schauspieler den Weg zum Erfolg geebnet: Nathalie Baye, Philippe Léotard und Richard Berry.

Kritik[Bearbeiten]

Für das Lexikon des Internationalen Films war La Balance – Der Verrat ein „[t]emporeicher Polizeifilm, der sich weder formal noch inhaltlich um Distanz zum Dargestellten bemüht und damit den Eindruck erweckt, er akzeptiere Gewalt als legitime Form der Rechtsdurchsetzung.“[1]

Das Berliner Stadtmagazin Tip beurteilte den Film bei seinem Erscheinen sehr negativ, unter anderem mit der Begründung, er sei rassistisch und klischeehaft. Der Schriftsteller Jörg Fauser, damals Kolumnist bei Tip, wollte dem eine positive Besprechung entgegensetzen. Als der Herausgeber des Magazins dies verhinderte, nahm Fauser das zum Anlass, die Mitarbeit bei Tip zu beenden.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1983 mit drei Césars in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Philippe Léotard) und Beste Hauptdarstellerin (Nathalie Baye) ausgezeichnet. Weitere Nominierungen für den französischen Filmpreis gab es in den Kategorien Beste Regie, Bestes Original-Drehbuch und Bester Nachwuchsdarsteller (Jean-Paul Comart und Tchéky Karyo).

Literatur[Bearbeiten]

  • René Ruppert: La Balance – Der Verrat. In: Norbert Groh: Filmgenres: Film noir. Reclam, Ditzingen 2008, ISBN 978-3-15-018552-0, S. 303–306.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. La Balance – Der Verrat im Lexikon des Internationalen Films
  2. Matthias Penzel/Ambros Waibel: Rebell im Cola-Hinterland – Jörg Fauser. Die Biografie. Edition TIAMAT, Berlin 2004, ISBN 3-89320-076-2.