Nathalie Baye

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Nathalie Baye in Paris, April 2008

Nathalie Baye (* 6. Juli 1948 in Mainneville, Haute-Normandie) ist eine französische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Nathalie Baye stammt aus einer weniger gut situierten Malerfamilie. Sie war Legasthenikerin, brach mit vierzehn Jahren die Schule ab und nahm in Monaco Ballettunterricht. Drei Jahre später ging sie in die USA, um ihren Horizont zu erweitern. Nach ihrer Rückkehr besuchte sie neben neuerlichem Tanzunterricht den Cours Simon, den sie 1972 abschloss. Bereits 1973 hatte sie ihren Durchbruch mit dem Film Die amerikanische Nacht von François Truffaut.

Nathalie Baye wurde viermal mit dem César ausgezeichnet: als Beste Nebendarstellerin 1981 in Rette sich, wer kann (das Leben) und 1982 in Eine unglaubliche Karriere sowie als Beste Hauptdarstellerin 1983 in La Balance – Der Verrat und 2006 in Eine fatale Entscheidung. Bei den Filmfestspielen von Venedig erhielt sie 1999 die Auszeichnung als Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Eine pornografische Beziehung. Weitere Filmerfolge hatte sie u.a. mit Ferien für eine Woche und Die Verweigerung.

Nathalie Baye hat eine Tochter, Laura Smet, die ihrer Mutter folgend ins Schauspielfach wechselte. Smet stammt aus ihrer Beziehung mit Johnny Hallyday, der mit ihr zusammen in dem Film Détective (1984) spielte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Baye im Jahr 1994
  • 1973: Die amerikanische Nacht (La Nuit américaine)
  • 1974: Die Qual vor dem Ende (La Gueule ouverte)
  • 1974: Die Ohrfeige (La Gifle)
  • 1975: Die letzte Frau (La Dernière femme)
  • 1977: Der Mann, der die Frauen liebte (L’Homme qui aimait les femmes)
  • 1977: Monsieur Papa
  • 1978: Das grüne Zimmer (La Chambre verte)
  • 1978: Meine erste Liebe (Mon premier amour)
  • 1979: Das Vergessen (La Mémoire courte)
  • 1980: Ferien für eine Woche (Une semaine de vacances)
  • 1980: Rette sich, wer kann (das Leben) (Sauve qui peut (la vie))
  • 1980: Die Verweigerung (La Provinciale)
  • 1981: Geheimaktion Marseille (L’Ombre rouge)
  • 1981: Ausgerechnet ihr Stiefvater (Beau-Père)
  • 1981: Eine merkwürdige Karriere (Une étrange affaire)
  • 1982: Die Wiederkehr des Martin Guerre (Le Retour de Martin Guerre)
  • 1982: La Balance – Der Verrat (La Balance)
  • 1983: Verheiratet mit einem Toten (J’ai épousé une ombre)
  • 1984: Beethoven (Le Neveu de Beethoven)
  • 1984: Geschichte eines Lächelns (Notre histoire)
  • 1984: Die Enthüllung (Rive droite, rive gauche)
  • 1985: Détective
  • 1985: Honeymoon (Lune de miel)
  • 1987: Brennender Sommer (De guerre lasse)
  • 1988: Mord-Skizzen (En toute innonce)
  • 1989: The Man Inside: Tödliche Nachrichten (The Man Inside)
  • 1989: Ein Sommer an der See (La Baule – Les Pins)
  • 1989: Spiel mit dem Tod (Gioco al massacro)
  • 1990: Weekend für zwei (Un week-end sur deux)
  • 1991: Bittere Wahrheit (Mensonge)
  • 1993: … und das Leben geht weiter (And the Band Played On) (TV-Film)
  • 1994: Die Maschine (La Machine)
  • 1996: Kinder des Scheusals (Enfants de salaud)
  • 1999: Schöne Venus (Vénus Beauté (Institut))
  • 1998: Paparazzi: Fotos um jeden Preis (Paparazzi)
  • 1999: Eine pornografische Beziehung (Une liaison pornographique)
  • 2000: Die Frau des Chefs (Selon Matthieu)
  • 2002: Catch Me If You Can
  • 2002: France boutique
  • 2002: Ein langer Weg in die Freiheit (L’Enfant des lumières)
  • 2003: Die Blume des Bösen (La Fleur du mal)
  • 2003: Gefühlsverwirrungen (Les Sentiments)
  • 2003: Une vie à t’attendre
  • 2005: Eine fatale Entscheidung (Le Petit lieutenant)
  • 2006: Kein Sterbenswort (Ne le dis à personne)
  • 2006: La Californie
  • 2007: Michou d’Auber
  • 2007: Mon fils à moi
  • 2007: Le Prix à payer
  • 2008: Das Büro Gottes (Les Bureaux de Dieu)
  • 2009: Visage
  • 2010: Small World (Je n’ai rien oublié)
  • 2010: Bezaubernde Lügen (De vrais mensonges)
  • 2012: Laurence Anyways
  • 2013: Diven im Ring (Les Reines du ring)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

César

Gewonnen:

  • 1981: Beste Nebendarstellerin für Rette sich, wer kann
  • 1982: Beste Nebendarstellerin für Eine unglaubliche Karriere
  • 1983: Beste Hauptdarstellerin für La Balance – Der Verrat
  • 2006: Beste Hauptdarstellerin für Le Petit Lieutenant – Eine fatale Entscheidung

Nominiert:

  • 1981: Beste Hauptdarstellerin für Ferien für eine Woche
  • 1984: Beste Hauptdarstellerin für Verheiratet mit einem Toten
  • 1991: Beste Hauptdarstellerin für Weekend für zwei
  • 2000: Beste Hauptdarstellerin für Schöne Venus
  • 2004: Beste Hauptdarstellerin für Gefühlsverwirrungen
Internationale Filmfestspiele von Venedig 1999
  • 1999: Beste Schauspielerin für Eine pornografische Beziehung
Seattle International Film Festival
  • 2000: Beste Darstellerin für Eine pornografische Beziehung
  • 2000: Beste Darstellerin für Schöne Venus
Europäischer Filmpreis

Nominiert:

  • 1999: Beste Darstellerin für Eine pornografische Beziehung
  • 2006: Beste Darstellerin für Eine fatale Entscheidung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nathalie Baye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien