Lametta

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Eine handelsübliche Packung Stanniollametta aus dem Jahr 2012
Lametta an einem Weihnachtsbaum der 1970er Jahre
Eiszapfen als Vorbild für Lametta

Lametta (Verkleinerungsform von italienisch lama „Metallblatt“) besteht aus schmalen, dünnen, glitzernden Metallstreifen und ist ebenso wie Rauschgold ein traditioneller Weihnachtsschmuck für den Christbaum. Lametta symbolisiert am Weihnachtsbaum Eiszapfen.

Material[Bearbeiten]

Als Grundstoff wird traditionell Stanniol verwendet, das geschmolzen, gegossen, gewalzt und in sehr schmale Streifen geschnitten wird. Die Bezeichnung Stanniollametta geht auf die lateinische Bezeichnung stannum für Zinn zurück. Stanniollametta kann einen Anteil Blei als Kern enthalten, um das Gewicht des Lamettas zu erhöhen und damit dessen Fall zu verbessern. Da Blei die Umwelt belastet, ist die Verwendung von Stanniollametta stark zurückgegangen. Stattdessen besteht Lametta heute meist aus metallisiertem Kunststoff (Mylar).

Ein bedeutender Hersteller war in Deutschland Eppstein Foils, vormals die Eppsteiner Stanniolfabrik. Die Lamettaproduktion wurde Ende 2013 eingestellt.[1]

Lamettabrust[Bearbeiten]

Im Volksmund wird der schöne Schein und auch die glitzernd dekorierte Ordensbrust der Militärs ironisch mit dem Ausdruck „Lametta“ in Verbindung gebracht. Zielscheibe war unter anderen Hermann Göring, z. B. in einem Chanson von Claire Waldoff:

„Rechts Lametta, links Lametta,
Und der Bauch wird imma fetta,
Und in Preußen ist er Meester –
Hermann heeßt er!“[2].

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Lametta – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beendigung Lamettaproduktion. Meldung von Eppstein Foils, abgerufen am 6. November 2014
  2. Preußischer Ministerpräsident seit dem 11. April 1933, nationalsozialistischer Politiker und Hauptkriegsverbrecher. Siehe: Liste geflügelter Worte: Hermann heeßt er!