Lens VS

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VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Lensf zu vermeiden.
Lens
Wappen von Lens
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Sidersw
BFS-Nr.: 6240i1f3f4
Postleitzahl: 1978
Koordinaten: 600660 / 12549146.2808357.4472131128Koordinaten: 46° 16′ 51″ N, 7° 26′ 50″ O; CH1903: 600660 / 125491
Höhe: 1'128 m ü. M.
Fläche: 13.9 km²
Einwohner: 3909 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 281 Einw. pro km²
Website: www.lens.ch
Chelin, Gemeinde Lens

Chelin, Gemeinde Lens

Karte
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Lens (dt. Leis) ist eine politische Gemeinde des Bezirks Siders im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die zwischen Sion und Sierre/Siders liegende Gemeinde Lens erstreckt sich vom Rhonetal (560 m.ü.M.) bis hinauf zur Bergspitze des Bella-Lui (2'543 m) und umfasst die Ortschaften Flanthey (mit den Ortsteilen St-Clément, Vaas, Valençon und Chelin), Lens und Crans-sur-Sierre (= Teilgebiet des Weltkurortes Crans-Montana).

Die Ortschaften Flanthey, Lens und Crans-sur-Sierre sind selbständig gewachsene Gebilde und deshalb so verschieden, dass sie auf eigenen Seiten behandelt werden. Diese Seite behandelt nur das eigentliche Dorf Lens, welches der Gemeinde den Namen gab.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um den Mont de Lens war ab 1226 im Besitz des Bischofs von Sitten. Ab dem 14. Jahrhundert war Lens eine autonome Dorfgemeinschaft, zu der lose auch die sogenannten Viertel Icogne, Chermignon und Montana gehörten. 1851 wurde durch den Walliser Grossrat die Zusammenlegung der Viertel zu einer Grossgemeinde beschlossen, was zu Abspaltungsversuchen der einzelnen Orte führte. 1905 wurden Lens, Icogne, Chermignon und Montana eigenständige Gemeinden. Ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann der Tourismus zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt durch die Entwicklung des Kurortes Crans-Montana.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St-Pierre ist ein monumentaler Bau aus dem Jahre 1843. Vom spätgotischen Vorgängerbau, der 1535 bis 1537 von Ulrich Ruffiner errichtet wurde, sind der Glockenturm und der Chor erhalten. Der letztere dient heute als Sakristei.

Neben der Kirche ist das Prioratsgebäude der Mönche vom Grossen St.Bernhard gelegen. Dieses wurde in den Jahren 1835 bis 1837 neu erbaut. Westlich der Kirche steht ein Manoir, ein Steinhaus aus dem 16. Jahrhundert.

Lens wird überragt vom 1250 m hohen Mont Châtelard mit seiner 15 Meter hohen Christusstatue aus dem Jahre 1935. Für schwindelfreie Wanderer leicht zu begehen ist der Fussweg neben oder auf der Suone oder Wasserfuhre von Lens, genannt "Le Grand Bisse de Lens", welche ihren Anfang in Icogne nimmt, hauptsächlich um den Mont Châtelard angelegt ist und nahe Chermignon endet. Unbedingt besichtigen sollte man auch den Lac des Miriouges, welcher von einer Suone gespeist wird und von einer ganz besonderen Pflanzenwelt umgeben wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Lens war Aufenthaltsort des Schriftstellers Charles Ferdinand Ramuz (1878-1947), welcher sich an diesem Ort zu seinem Roman "Jean-Luc persécuté" inspirieren liess, sowie des Kunstmalers Albert Muret (1874 1955), welcher in Lens vom berühmten Komponisten Igor Strawinsky (1882-1971) besucht wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lens VS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)