Levantisches Meer

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Levantine Sea.jpg
Das Levantische Meer

Das Levantische Meer (auch: Levantinisches Meer) ist der östlichste Teil des Mittelmeeres. Im Norden wird es durch die türkische Küste begrenzt, im Osten durch Syrien, Libanon sowie Israel und im Süden durch Ägypten und Libyen. Im Nordwesten grenzt das Levantische Meer an das Ägäische Meer (speziell dessen südöstliches Teilmeer Karpathisches Meer), und im Westen an das Libysche Meer. Als westliche Grenze ist die Linie vom Kap Ra's al-Hilal an der libyschen Küste bis zur Insel Gavdos südlich von Kreta festgelegt. Größte Insel im Levantischen Meer ist Zypern. Die größte Tiefe erreicht die Levantische See mit 4384 Metern im Pliniusgraben, etwa 80 km südlich von Kreta. Die Levantische See hat eine Flächenausdehnung von rund 320.000 km².

Der nördliche Teil des Levantinischen Meeres zwischen Zypern und der Türkei ist auch als Kilikisches Meer bekannt. Ebenfalls im nördlichen Bereich des Levantinischen Meeres sind die drei großen Buchten Golf von İskenderun, Golf von Mersin (Nordosten) und Golf von Antalya (Nordwesten).

In der Antike wurde das Meeresgebiet vom Karpathischen Meer bis zur ägyptischen Küste Mare Aegyptum (Ägyptisches Meer) genannt.[1] Das Meeresgebiet entlang der Küste des damaligen Phönizien bzw. der heutigen Staaten Syrien, Libanon und Israel wurde als Phönizisches Meer[2] bzw. Lateinisch Mare Phoenicium bezeichnet.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handbuch der alten Geographie, Leipzig 1844, Seite 21
  2. Carte de la Méditerranée du VIIe au Ve siècle av. J.-C.: Mer de Phénicie
  3. William Smith, LLD, Ed.: Dictionary of Greek and Roman Geography (1854), PHOENI´CIA