Mersin

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Dieser Artikel behandelt die türkische Großstadt; für weitere Bedeutungen siehe Mersin (Begriffsklärung).

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Mersin
Wappen fehlt
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Mersin (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Mersin
Koordinaten: 36° 49′ N, 34° 38′ O36.8134.629722222222100Koordinaten: 36° 48′ 36″ N, 34° 37′ 47″ O
Höhe: 100 m
Einwohner: 843.429[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 324
Postleitzahl: 33***
Kfz-Kennzeichen: 33
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Macit Özcan (CHP)
Webpräsenz:

Mersin (in der Antike Zephyrion) ist eine an der türkischen Mittelmeerküste gelegene Stadt mit 843.429 Einwohnern und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Mersin, die bis 2002 noch İçel hieß.

Sie ist Universitätsstadt, außerdem auch Sitz einer ozeanografischen Abteilung der Technischen Universität Ankara. Wirtschaftliche Bedeutung haben der Hafen (für die Çukurova), die Fischerei sowie die Erdöl-, Zement-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Die Stadt ist zudem Endstation einer Zweiglinie der Bagdadbahn. Sie ist aus Adana gut mit der S-Bahn (Banliyö Trenleri) zu erreichen. Im Westen der Stadt finden sich Reste einer hethitischen Festung aus dem 13. oder 14. Jahrhundert vor Christus.

Der „Mertim-Tower“ (MERsin TIcaret Merkezi = Mersin-Handelszentrum) ist mit 177 m das zur Zeit höchste Gebäude von Mersin und eines der höchsten in der Türkei. Er hat 52 Etagen und wurde 1987 fertiggestellt.

Mersin, die wichtigste Hafenstadt im östlichen Mittelmeer, bietet für Besucher mit ihren palmengesäumten Straßen, ihrem Stadtpark, ihren modernen Hotels, den historischen Überresten in der Umgebung und den langen Stränden viele Möglichkeiten.

Die Stadt Mersin hat die Mittelmeerspiele 2013 ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten]

Mersin wird in der Geschichte mit den Namen des heiligen Paulus aus Tarsus verbunden und damit, dass Marcus Antonius die Gebiete zwischen Alanya und Mersin Kleopatra zum Hochzeitsgeschenk machte.

Für die Freunde der Archäologie und Geschichte bietet sich das seit neolithischer Zeit bis heute bewohnte Viranşehir (in der Antike Soloi und Pompeiopolis) an, eine antike Stadt. Sie wurde im Jahr 525 bei einem Erdbeben zerstört. Die Überreste der Nekropole (Gräberfeld), Theater, Badehaus, Arkaden und Tempel sind erhalten. Die Eski-Moschee ist eines der wichtigsten Gebäude aus der osmanischen Zeit (1870). Sie wurde in verschiedenen Perioden restauriert. Das Römische Bad zieht wegen seiner interessanten Mosaiken sehr viele Besucher an.

Mit dem Ziel, die seit einigen Jahren bestehenden Beziehungen zwischen Mersin und Berlin zu einer neuen Qualität zu führen, ist am 16. Februar 2006 der Freundschaftsverein Berlin – Mersin e.V. entstanden. Der Freundschaftsverein organisiert zusammen mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg den partnerschaftlichen Austausch zwischen Bürgern von Berlin (Tempelhof-Schöneberg) und Mersin (Mezitli). Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht der Gedanke der Völkerverständigung. Seit 2012 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen beiden Bezirken. Außerdem unterhält Mersin seit 2004 eine Städtepartnerschaft zu Oberhausen im Ruhrgebiet.

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Nähe von Mersin liegt Akkuyu. Dort wird seit vielen Jahren das Kernkraftwerk Akkuyu geplant, obwohl dieser Standort in der Nähe eines Treffpunktes vieler tektonischer Platten (Anatolische Platte, Arabische Platte, Afrikanische Platte und Eurasische Platte) liegt. [2] (siehe auch Kernenergie in der Türkei)

Mersin dient im internationalen Postverkehr als Transitstation für Brief- und Postsendungen in die Türkische Republik Nordzypern.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik abgerufen 30. Januar 2011
  2. spiegel.de 15. März 2011: Die Unbeirrbaren vom Bosporus

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]