Lexus USF40

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Lexus
Lexus LS 600h (2007–2010)

Lexus LS 600h (2007–2010)

USF 40
Verkaufsbezeichnung: LS
Produktionszeitraum: seit 2006
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
4,6 Liter (280 kW)
Ottohybrid:
5,0 Liter (327 kW)
Länge: 5030–5150 mm
Breite: 1875 mm
Höhe: 1480 mm
Radstand: 2970–3090 mm
Leergewicht: 2020–2450 kg
Vorgängermodell: Lexus UCF30
Nachfolgemodell: keines

Die intern Lexus USF40 bezeichnete Oberklasselimousine der LS-Serie von Lexus wird in Deutschland seit Januar 2007 angeboten. Sie verfügt über das weltweit erste Automatikgetriebe mit acht Fahrstufen. Mit dem LS 600h ist seit Juni 2007 die stärkste Hybridmotorisierung erhältlich.

Technische Innovationen[Bearbeiten]

Für die aktuelle Lexus LS-Serie sind zahlreiche technische Innovationen verfügbar:

  • Der Gesichtsfeldmonitor ist eine auf der Lenksäule angebrachte Kamera, die bei Dunkelheit mit Infrarotunterstützung arbeitet und die Symmetrie des Gesichts des Fahrers überwacht. Wird eine Unregelmäßigkeit festgestellt, weil der Fahrer beispielsweise aus dem Seitenfenster blickt oder beim gefährlichen Sekundenschlaf die Augen zu lange schließt, erfolgt eine Meldung an die Bordelektronik.
  • Die Objekterkennung AODS arbeitet mit einem Millimeterwellenradar, einer Stereokamera und Infrarotprojektoren und überwacht den Fahrbahnbereich vor und hinter dem Fahrzeug.
  • Der lane keep assistant LKA (Spurhalte-Assistent) überwacht mittels der Stereokamera die Fahrbahnmarkierung und warnt optisch und akustisch, falls diese überfahren wird, ohne dass der Blinker gesetzt wurde.
  • Bei gleichzeitig aktivierter automatischer Distanzregelung unterstützt die elektrische Servolenkung (EPS) mit variablem Übersetzungsverhältnis (VGRS) den Fahrer aktiv durch künstlich erzeugte Lenkkräfte, die Spur zu halten.
  • Der Notlenkassistent (ESA) sorgt in einer Gefahrensituation für ein direkteres Ansprechen der Lenkung.
  • LED-Ablendlicht im LS 600h.[1]

Zusammengefasst im Pre-Crash-Safety-System (PSC) sollen diese Systeme die aktive Sicherheit erhöhen und auch präventiv eingreifen. Erkennt das System eine unvermeidbare Kollision, werden unter anderem die Gurte gestrafft, der Bremsassistent aktiviert und die adaptive Luftfederung (AVS) reguliert, um die Unfallfolgen zu minimieren.

Daneben ist für den LS 460 ein sensorgesteuerter Einparkassistent (IPA) (selbstlenkende Einparkhilfe) verfügbar. Durch einen Ultraschallsensor im Bereich der vorderen Stoßstange wird eine Parklücke vermessen, dann durch die Heckkamera erfasst und nach Einlegen des Rückwärtsgangs auf einem Monitor angezeigt. Der Fahrer bestätigt diese Parklücke und kann in diese einfahren, wobei die Lenkung selbständig arbeitet.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 erfolgte ein dezentes Facelift. Es beinhaltete leicht modifizierte Schweller und Heckleuchten. Zudem wurde der Kühlergrill geändert sowie der darunter befindliche Lufteinlass.

Anfang 2013 wurde eine große Modellpflege am LS vorgenommen. Dabei wurden Heckleuchten, Scheinwerfer, Kühlergrill und Schweller der aktuellen Lexus-Designlinie angeglichen. Außerdem kommen neue LED-Scheinwerfer sowie Rücklichter zum Einsatz.

Motoren[Bearbeiten]

Für die Lexus LS-Serie sind zwei Motoren in 2 Radständen erhältlich. Bei beiden Motoren handelt es sich um V8-Ottomotoren. Im LS 600h/LS 600h L wird der Benzinmotor von einem Elektromotor sowie einer Hochleistungsbatterie unterstützt - ein sogenanntes Voll-Hybridsystem. Jedoch reduziert das Batteriepack das Gepäckraumvolumen von 505 Liter im LS 460 auf 325 Liter im LS 600h/LS 600h L. Zudem verringert sich die Zuladung von 365–475 kg auf 225–385 kg – je nach Ausstattung.

LS 460/LS 460 L (seit 09/2006) LS 460 AWD (seit 12/2008) LS 600h/LS 600h L (seit 06/2007)
Motorbauart
und Zylinderanzahl
V8-Ottomotor V8-Ottomotor V8-Ottomotor + Elektromotor
Hubraum 4608 cm³ 4608 cm³ 4969 cm³
Leistung 280 kW (381 PS) bei 6400 270 kW (367 PS) bei 6400 290 kW (394 PS) bei 6400
max. Drehmoment 493 Nm bei 4100 469 Nm bei 4100 520 Nm bei 4000
Elektromotor 165 kW/300 Nm
Hochleistungsbatterie 37 kW/288 V Nennspannung
Nickel-Metallhydrid
Systemleistung 327 kW
650 V max. Betriebsspannung
Antrieb Heckantrieb permanenter mechanischer Allradantrieb permanenter mechanischer Allradantrieb
Getriebe 8-Gang-Automatik 8-Gang-Automatik stufenlose Automatik
Höchstgeschwindigkeit, km/h 250 (abgeregelt)
Beschleunigung
0–100 km/h in s
5,7 6,3 6,3
Kraftstoffverbrauch
(nach EWG-Richtlinie,
kombiniert) in l/100 km
11,1
Super
11,6
Super
9,3
Super
CO2-Emission,
kombiniert in g/km
261 274 219
Tankinhalt 84 L
Grundpreis (Deutschland inkl. MwSt.) 82.800 € 90.850 € 103.900 €

Hybrid[Bearbeiten]

Für den Lexus LS 600h ist ein Hybridantrieb verfügbar. Bei diesem handelt es sich um eine Kombination aus einem 5,0-l-V8-Benzintriebwerk und einem Elektromotor. Er hat relativ niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte. Seine Leistung beträgt 327 kW (445 PS) bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,3 s. Bei niedriger Geschwindigkeit wird er ausschließlich vom Elektromotor angetrieben. Der LS 600h erreicht im rein elektrischen Antriebsmodus Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h. Bei höheren Geschwindigkeiten und dynamischer Beschleunigung wird das Benzintriebwerk automatisch hinzugeschaltet. Das Hybridsystem verfügt über eine intelligente Steuerung, die automatisch die wirkungsvollste und effizienteste Kombination der Kraftquellen auswählt. Beim Abbremsen und im Schiebebetrieb verwandelt der Elektromotor die Bewegungsenergie in elektrische Energie und speichert sie in der Hochleistungsbatterie.

Als zusätzliche Innovation bot Lexus als weltweit erster Hersteller für den LS 600h erstmals LED-Abblendlicht serienmäßig an.[1] Dieses besteht aus drei LED-Linsen für das Abblendlicht und zwei weiteren LEDs zur Nahbereichsausleuchtung. Die Fernlichtfunktion wird von einem Xenonlicht, Blink- und Standlichtfunktion von Glühlampen übernommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lexus LS 460 (USF40) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b LED-Lampen für Lexus LS 600h - Grünes Licht für den Quantensprung. Autobild.de. 10. Juli 2006. Abgerufen am 21. Juli 2011.