Light Novel

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Eine Light Novel (jap. ライトノベル, raito noberu), kurz: Ranobe (ラノベ) und Rainobe (ライノベ), ist ein Roman, der meist Illustrationen im Anime- oder Manga-Stil aufweist und sich vorwiegend an jüngere Erwachsene richtet. Der Begriff „Light Novel“ ist ein Wasei-eigo, ein Begriff, der sich aus englischen Worten zusammensetzt, aber in dieser Form nur in Japan existiert. Das verwendete Buchformat der Taschenbücher ist Bunkobon, d.h. DIN A6.

Lizenzierte englische oder deutsche Übersetzungen der japanischen Light Novels gibt es nur wenige, da die Nachfrage zu gering ist und der Aufwand für die Übersetzung wesentlich höher ist, als die eines Manga.

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlichung [Bearbeiten]

Obwohl sie immer wieder mit Anime oder Manga assoziiert werden, handelt es sich bei Light Novels um Prosa. Sie werden oft in literarischen Magazinen wie Gekkan Dragon Magazine, The Sneaker oder Dengeki hp über mehrere Ausgaben hinweg in einzelnen Kapiteln publiziert. In den vergangenen Jahren wurden viele dieser Geschichten als Grundlage für Anime-Produktionen oder Manga herangezogen. Eine der bekanntesten Light Novels ist die Serie Haruhi Suzumiya.

Bekannte Verlags-Imprints für Light Novels sind:

Erfolg [Bearbeiten]

Der japanische Markt für Light Novels betrug 2007 rund 20 Milliarden Yen (etwa 128 Mio. €) mit 30 Millionen verkauften Büchern.[1]

Die meistverkauften Light Novels des 1. Halbjahres 2010 waren:[2]

# Titel Exemplare
01. Durarara!! 236.231
02. Baka to Test to Shōkanjū 7 195.874
03. Durarara!!×2 189.037
04. Baka to Test to Shōkanjū 7.5 180.563
05. To Aru Majutsu no Index 20 174.078
06. Saiunkoku Monogatari: Kuraki Tasogare no Miya 172.524
07. Durarara!!×3 164.966
08. Saiunkoku Monogatari: Aoki Meikyū no Miko 154.707
09. Durarara!!×4 145.946
10. Baka to Test to Shōkanjū 140.107

Schreibstil [Bearbeiten]

In den japanischen Light Novels werden Furigana sehr extensiv verwendet. Dies liegt daran, dass die Bücher für jüngere Erwachsene geschrieben wurden, bei denen die Kanji noch nicht so stark verfestigt sind und weil viele der Schriftsteller die Furigana für selbst erfundene Begriffe verwenden, wie sie im normalen Japanisch nicht üblich sind. Außerdem tendieren viele Schreiber dazu, einzelne Absätze nur aus einem Satz zu bilden, was die Lesbarkeit verbessert und gleichzeitig die Seitenzahl des Geschriebenen erhöht, was sich wiederum im dadurch höheren Einkommen des Schreibers niederschlägt, der immer wieder nach der Seitenanzahl entlohnt wird.

Verbreitung im deutschsprachigen Raum [Bearbeiten]

Die erste Light Novel erschien 2003 bei Egmont vgs mit Love Hina. 2005 folgte Inuyasha. Auf Grund des Misserfolgs hielt Egmont Abstand von weiteren Veröffentlichungen.[3] Allerdings fing der Verlag Tokyopop ab 2006 an, Light Novels zu veröffentlichen. Zu den ersten Veröffentlichungen zählte Die Zwölf Königreiche, Kinos Reise und Rosen unter Marias Obhut.[4][5] Seit Frühjahr 2008 lassen sich ebenfalls Light Novels, die vom Carlsen Verlag herausgegeben werden, unter dem Label Nippon Novel anfinden.[6] Dazu gehören Titel wie Naruto oder Ab sofort Dämonenkönig!.

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Light Reading. Comic-Like Novels Are All the Rage. In: Web Japan. Japan Echo Inc., 28. Februar 2007, abgerufen am 27. November 2008 (englisch).
  2. 上半期本ランキング特集『オリコン2010年 上半期“本”ランキングを大発表!』. Oricon Style, 3. Juni 2010, abgerufen am 22. Oktober 2010 (japanisch).
  3. Chatlog mit Georg Tempel. 18. Dezember 2006, abgerufen am 2. Juli 2008 (siehe Aussage von Georg Tempel (efwe)).
  4. Die TOKYOPOP News. 04.10.2006 Ai-Doku – Spaß am Lesen! In: Tokyopop. Tokyopop GmbH, Oktober 2006, archiviert vom Original am 28. Mai 2008, abgerufen am 23. Januar 2012.
  5. Light Novels - AI DOKU. In: Light Novels. Tokyopop GmbH, abgerufen am 23. Januar 2012.
  6. Nippon Novel. In: Carlsen Manga! Carlsen Verlag GmbH, abgerufen am 23. Januar 2012.